Gesellschaft 2009

Nach Abzug des Materialaufwands verblieben im Geschäftsjahr 2009 von den Umsatzerlösen noch 15,629 Mrd. Euro als Wertschöpfung, die an Mitarbeiter, Aktionäre und die Gesellschaft floß. Rund 30 Prozent gingen an die Mitarbeiter,
wobei sich 2008 und 2009 die Neueinstellungen deutlich bemerkbar machten.
Auf Darlehensgeber und Anteilseigner entfielen mehr als 46 Prozent, weitere
22 Prozent erhielt der Staat als Erdgas- und Stromsteuern sowie als Ertragssteuern. Grundsätzlich werden im RWE-Konzern die Steuern dort bezahlt, wo die Wertschöpfung entsteht.

Gesellschaftliches Engagement
Anfang 2009 hat die RWE Stiftung ihre Arbeit aufgenommen, die unsere gemeinnützigen Aktivitäten bündelt und die Arbeit der RWE Jugendstiftung weiterführt. Ausgestattet mit einem Grundkapital von 56 Mio. Euro fördert sie vor allem Bildung, Kultur sowie die soziale Integration junger Menschen. Unser Programm „RWE Companius“ für das freiwillige Engagement der Mitarbeiter ist inzwischen konzernweit etabliert. Im Jahr 2009 wurden rund 2.300 Projekte mit einer Summe von insgesamt 2,33 Mio. Euro gefördert. Zu den größten Engagements im Bereich Sponsoring zählte die Unterstützung der europäischen Kulturhauptstadt „Ruhr.2010“ mit rund 2,5 Mio. Euro.

Lieferkette
Fast 88 Prozent unseres Netto-Materialaufwands 2009 (insgesamt: 29,838 Mrd. Euro) entfielen auf Fremdbezüge von Strom und Gas, Netznutzungsentgelte anderer Unternehmen, Mineralöl-, Heizöl- und Erdgassteuern, Betriebsführungskosten sowie sonstige Aufwendungen, die nicht direkt die Lieferung von Gütern oder Leistungen beinhalten. Wir haben diese Aufwendungen aus dem Supply Chain Management ausgeklammert. Rund 6,2 Mrd. Euro und damit etwa 13 Prozent des Umsatzerlöses von RWE waren bezogenen Waren und Leistungen zuzurechnen. Handelswaren bezieht RWE größtenteils aus Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), in denen man von der Einhaltung ökologischer und sozialer Mindeststandards bei der Herstellung ausgehen kann.

Das Risiko von Verstößen gegen ökologische oder soziale Mindeststandards schätzen wir bei der Beschaffung von Brennstoffen größer ein als bei der Beschaffung von Standardprodukten, Katalogwaren und Dienstleistungen. Beim Einkauf von Standardprodukten und Katalogwaren ergab die Analyse, dass weniger als fünf Prozent aus Ländern stammen, die nicht der OECD angehören und damit ein erhöhtes Risiko ökologisch und sozial kritischer Herstellungsbedingungen aufweisen könnten.


Stand: 04/2010