Essen, 23. Februar 2006Diese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE: Ziele für 2005 voll erreicht

  • Betriebliches Ergebnis legt um 4 % zu, operativ um 8%
  • Nettoergebnis 4% über Vorjahr trotz Sonderabschreibung bei American Water
  • Sachinvestitionen operativ 15 % gestiegen
  • Mitarbeiterzahl stabil
  • Weiteres Ergebniswachstum für 2006 erwartet

RWE hat seine Ziele im Geschäftsjahr 2005 voll erreicht. Das betriebliche Ergebnis sowie das Nettoergebnis stiegen im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie nahm um 4,5% zu. Für das Unternehmen zahlte sich auch die finanzielle Disziplin aus. Die Nettofinanzschulden konnte RWE auf 11,4 Mrd. Euro zurückführen.

Betriebliches Ergebnis legte operativ 8% zu

Gleichzeitig konnte RWE 2005 weiter organisch wachsen. Operativ – also ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten – stieg das betriebliche Ergebnis um 8% an. Auch inklusive aller Sondereinflüsse konnte RWE das betriebliche Konzernergebnis um 4% auf 6.201 Mio. Euro steigern. Ausschlaggebend waren die gute Ertragslage des Energiegeschäfts in Kontinentaleuropa und fortgesetzte Effizienzverbesserungen in allen Geschäftsfeldern.

Das EBITDA erhöhte sich bereinigt um nicht-operative Effekte um 5%. Mit 8.324 Mio. Euro lag das EBITDA inklusive aller Sondereinflüsse knapp unter Vorjahr.

Nettoergebnis um 4 % verbessert

Das Nettoergebnis stieg um 4% auf 2.231 Mio. Euro. Neben der positiven operativen Entwicklung war das Nettoergebnis durch Sondereffekte geprägt, die sich jedoch nahezu ausglichen. Einer der negativ wirkenden Sondereffekte war eine Abschreibung von 759 Mio. Euro auf den Firmenwert von American Water.

Dagegen fiel das Finanzergebnis erheblich positiver aus als im Vorjahr. Grund dafür waren Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren. Auch die gesunkene Steuerquote wirkte positiv. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 3,80 Euro auf 3,97 Euro.

Wertsteigerungsziel für 2006 bereits übertroffen

RWE hat den Unternehmenswert 2005 deutlich gesteigert. Der ROCE, Return on Capital Employed, lag im Berichtsjahr bei 14,7%. Dadurch hat RWE das Renditeziel für 2006 von
14% bereits übertroffen. Die Kapitalkosten des Konzerns liegen bei 9% vor Steuern.

Dividende steigt zweistellig

Angesichts der positiven operativen Entwicklung werden Aufsichtsrat und Vorstand der RWE AG der Hauptversammlung eine Dividende von 1,75 Euro vorschlagen. Dies entspricht einem Anstieg von 17% gegenüber dem Vorjahr.

Eigenkapital um 17% erhöht

Das Eigenkapital belief sich zum 31. Dezember 2005 auf 13,1 Mrd. Euro. Gegenüber Ende 2004 entspricht dies einer Steigerung von 1,9 Mrd. Euro. Dadurch wurde das Unternehmen finanziell erneut gestärkt. Ende 2002, somit vor dem Start der Konsolidierung, lag das Eigenkapital
unter 9 Mrd. Euro.

Umsatz operativ um 10% verbessert

Der RWE-Konzern erzielte im Geschäftsjahr einen Außenumsatz von 41,8 Mrd. Euro. Operativ wurde ein Plus von 10% erreicht. Unter Einbeziehung aller Sondereffekte ist der Umsatz geringfügig gesunken.

Cash Flow 8% über Vorjahr

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg trotz der Entkonsolidierung von Heidelberger Druckmaschinen und RWE Umwelt um 8% auf 5.304 Mio. Euro. Der Vorjahreswert war jedoch durch negative Effekte aus dem Nettoumlaufvermögen belastet.

Der Free Cash Flow, also der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit verringert um Investitionen in Sachanlagen, lag mit 1.637 Mio. Euro um 9% über Vorjahr. Grund war der verbesserte operative Mittelzufluss.

Nettoverschuldung auf 11,4 Mrd. Euro gesunken

Die Nettofinanzschulden konnte RWE 2005 gegenüber Ende 2004 von 12,4 Mrd. Euro auf 11,4 Mrd. Euro zurückführen. Der Rückgang beruht in erster Linie auf dem hohen Free Cash Flow. Zusätzlich erzielte das Unternehmen Erlöse aus Desinvestitionen. Gegenläufig wirkten Ausschüttungen und Wechselkursveränderungen.

Einsparziel 2005 erreicht

RWE plant das jährliche Kostenniveau mit zwei bis Ende 2006 laufenden Kostensenkungsprogrammen um 680 Mio. Euro abzusenken. Mit beiden Programmen wurden 2005 Einsparungen von 210 Mio. Euro realisiert. Da in Vorjahren bereits 240 Mio. Euro eingespart wurden, steht für 2006 eine weitere Absenkung des Kostenniveaus um 230 Mio. Euro an.

Sachinvestitionen bereinigt um 15% über Vorjahr

RWE tätigte im Geschäftsjahr 2005 Investitionen in Höhe von 4,1 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 11%. Die Mittel für Sachanlagen erhöhten sich um 7%. Bereinigt um nicht operative Einflüsse sind die Sachinvestitionen um 15% gestiegen. Vor allem für Kraftwerke und Stromnetze wurden zusätzliche Mittel eingesetzt. Sondereffekte ergaben sich aufgrund von Entkonsolidierungen, dem geänderten bilanziellen Ausweis von Teilen der Wasseraktivitäten sowie Wechselkursveränderungen.

Mitarbeiterzahl operativ stabil – Ausbildungstätigkeit weiter auf hohem Niveau

Zum 31. Dezember 2005 beschäftigte der RWE-Konzern 85.928 Mitarbeiter, etwas mehr als die Hälfte davon in Deutschland. Bereinigt um Konsolidierungseffekte ist die Mitarbeiterzahl gegenüber Ende 2004 um 393 Personen angestiegen. In Deutschland blieb der Personalstand operativ nahezu unverändert. Gegenüber dem Vorjahresende wurden 12.400 Mitarbeiter wegen Unternehmensverkäufen nicht mehr in den Personalzahlen erfasst.

Wie in Vorjahren hat RWE weit über Bedarf ausgebildet. So erlernten 3.115 junge Menschen bei RWE einen Beruf. Im Rahmen des Programms "Ich pack’ das!" hat RWE im Geschäftsjahr etwa 100 Jugendlichen mit fehlender Ausbildungsreife die Möglichkeit geboten, sich für den Lehrstellenmarkt zu qualifizieren.

Ausblick 2006

Die Kombination aus Ertragsstärke, Stabilität und organischem Wachstum soll die Geschäftsentwicklung des Konzerns auch im neuen Geschäftsjahr prägen.

Für 2006 erwartet RWE beim betrieblichen Ergebnis ein Wachstum zwischen 5 und 10%. Beim Nettoergebnis geht das Unternehmen von einem Anstieg zwischen 10 und 20% aus, da negative Sondereffekte im neutralen Ergebnis gegenüber 2005 wegfallen.

Ergebnisbelastungen werden voraussichtlich aus höheren Beschaffungskosten für Brennstoffe und CO2-Zertifikate in der Stromerzeugung resultieren. Hinzu kommen Risiken aufgrund politischer Eingriffe: So werden vor allem durch die Regulierung der Strom- und Gasnetze negative Effekte erwartet. RWE strebt jedoch an, diese Belastungen weitgehend durch Effizienzsteigerungen und Kostenreduktionen zu kompensieren. Der Außenumsatz wird aus heutiger Sicht etwa auf Vorjahresniveau bleiben.

RWE hat mit Investitionsplanungen frühzeitig begonnen, um ältere Anlagen durch Kraftwerke mit effizienteren Technologien zu ersetzen. 2006 beginnt RWE mit den Vorarbeiten für das 1.500-MW-Steinkohlekraftwerk in Hamm. Auch für den britischen Markt prüft RWE Investitionen zur Modernisierung des Kraftwerksparks. Der deutsche und der britische Strommarkt stehen insgesamt am Beginn eines längeren Investitionszyklus. Größere Investitionen im deutschen Netzbereich sollen konkretisiert werden, sobald die Rahmenbedingungen der deutschen Netzregulierung festgelegt sind.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen.


Weiterführende Informationen als Download:
Eckdaten 2005


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