Essen, 15. Mai 2006Diese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE verbessert Nettoergebnis
um 7 Prozent

  • Betriebliches Konzernergebnis vor allem durch
    saisonale Sondereffekte um 16 % gestiegen
  • Sachinvestitionen 14 % über Vorjahr
  • Nettofinanzschulden auf 9,4 Mrd. € gesenkt

Der unerwartet lange Winter hat das RWE-Ergebnis im ersten Quartal 2006 positiv beeinflusst. So hat der Konzern seine Ertragslage aufgrund des operativen Erfolgs im kontinentaleuropäischen Energiegeschäft verbessert. Nettoergebnis und betriebliches Ergebnis stiegen. Gleichzeitig investierte das Unternehmen stark in Versorgungssicherheit und seine führende Marktposition. Das Ergebnis je Aktie stieg um rund 7 % auf 1,86 €. RWE hält an der Prognose für das laufende Geschäftsjahr vorläufig fest.

Ergebnis von saisonalen Effekten beeinflusst

Das EBITDA erhöhte sich um 14 % auf 2.768 Mio. €. Das betriebliche Ergebnis stieg um 16 % auf 2.256 Mio. €. Vor allem der überdurchschnittlich lange und kalte Winter führte dabei jedoch zu saisonalen Einmaleffekten. Deshalb lässt sich der Trend nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen. Die stärksten Zuwächse erzielte das Unternehmen bei RWE Power und bei RWE Energy. RWE npower lag wegen Sondereffekten deutlich unter Vorjahr, wird dies jedoch in den kommenden Quartalen voraussichtlich aufholen können. Der Bereich Wasser schloss leicht über Vorjahr.

Nettoergebnis um 7 % verbessert

RWE konnte das Nettoergebnis des Konzerns im ersten Quartal um 7 % auf 1.048 Mio. € steigern. Der starken operativen Entwicklung standen vor dem Hintergrund eines zurückgegangenen Volumens an Unternehmensverkäufen vor allem niedrigere Veräußerungs-gewinne gegenüber. Das neutrale Ergebnis sank auf -60 Mio. €. Das Finanzergebnis verringerte sich um 66 Mio. € auf -587 Mio. €. Die Steuerquote stieg im ersten Quartal auf 32 %. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 1,73 € auf 1,86 €.

Free Cash Flow unter hohem Vorjahresniveau

Im ersten Quartal 2006 lag der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit bei 1.335 Mio. € und damit um 214 Mio. € niedriger gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Free Cash Flow – also der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit verringert um die Investitionen in Sachanlagen – betrug 615 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 917 Mio. €. Der Rückgang der beiden Cash-Flow-Werte ist vor allem auf negative Effekte beim Nettoumlaufvermögen (Working Capital) zurückzuführen. Stichtagsbezogen kommt es hierbei im Jahresverlauf üblicherweise zu hohen Schwankungen. Beim Free Cash Flow schlugen sich außerdem erhöhte Sachinvestitionen nieder.

Umsatz stieg um 25 %

Der RWE-Konzern erwirtschaftete im ersten Quartal einen Außenumsatz von 13,8 Mrd. €. Gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres entspricht dies einem Zuwachs von 25 %. Dabei wuchsen alle Geschäftbereiche deutlich. Unter anderem trugen die erwähnten saisonalen Effekte hierzu bei. Der Stromabsatz stieg um 6 % und der Gasabsatz um 11 % gegenüber dem Vorjahr. Operativ, also bereinigt um alle Sondereffekte und Wechselkursänderungen, ist der Außenumsatz um 27 % gestiegen.

Nettoverschuldung auf 9,4 Mrd. € reduziert

Die Nettoverschuldung hat RWE zum 31. März 2006 gegenüber dem Jahresende 2005 um weitere 2 Mrd. € auf 9,4 Mrd. € zurückgeführt. Ausschlaggebend dafür war in erster Linie der hohe Free Cash Flow des Unternehmens. Zusätzlich fielen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von rund 400 Mio. € durch Entkonsolidierungen weg. Schuldenmindernd wirkten auch Wechselkursänderungen.

Sachinvestitionen 14 % über Vorjahr

Mit 730 Mio. € hat der RWE-Konzern 5 % mehr investiert als im ersten Quartal des Vorjahres. Die Ausgaben für Sachanlagen erhöhten sich um 14% auf 720 Mio. €. Der Anstieg ist wesentlich auf die Modernisierung des deutschen Kraftwerksparks zurückzuführen. Wichtigstes Einzelprojekt in der Stromerzeugung ist der Bau des hocheffizienten 2.100-MW-Braunkohledoppelblocks in Neurath. Im deutschen Strom- und Gasnetzgeschäft lagen die Sachinvestitionen im ersten Quartal noch unter Vorjahresniveau, weil die kalte und lang anhaltende Winterwitterung zu Verzögerungen bei Maßnahmen zur Verbesserung der Netzinfrastruktur geführt hat. Im Gesamtjahr will RWE mehr investieren als 2005, sofern sich aufgrund regulatorischer Entscheidungen die Rahmenbedingungen nicht nachhaltig negativ ändern.

Kostensenkungsprogramme: 60 Mio. € im ersten Quartal eingespart

Im Rahmen von zwei bis Ende 2006 laufenden Programmen will der Konzern das jährliche Kostenniveau um 680 Mio. € absenken. Für das laufende Geschäftsjahr ergibt sich ein Zielvolumen von 230 Mio. €. Davon konnten im ersten Quartal bereits 60 Mio. € realisiert werden.

Mitarbeiterzahl operativ leicht gestiegen

Zum 31. März 2006 beschäftigte der RWE-Konzern 85.406 Mitarbeiter, davon 51 % in Deutschland. Operativ ist die Mitarbeiterzahl um 0,7 % gestiegen. Durch Unternehmenszukäufe und -verkäufe haben 1.128 Beschäftigte den Konzern per Saldo verlassen. Gegenüber dem 31. Dezember 2005 hat sich der Personalbestand insgesamt um 522 Mitarbeiter bzw. 0,6 % verringert.

Ausblick 2006

Der RWE-Konzern bestätigt seine Ergebnisprognose für 2006. Das Unternehmen ist zuversichtlich, alle wesentlichen Ergebnisgrößen gegenüber dem Vorjahr zu verbessern. Die Prognose steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass regulatorische Eingriffe im deutschen Netzgeschäft nicht zu Ergebnisbelastungen führen, die die heutigen Erwartungen übertreffen.

Beim betrieblichen Ergebnis wird ein Zuwachs im Bereich von 5 bis 10 % erwartet. Ergebnisbelastungen werden neben der deutschen Strom- und Gasnetzregulierung voraussichtlich von hohen Kosten für die Beschaffung von Brennstoffen ausgehen. Wegen des weitgehenden bereits 2005 erfolgten Verkaufs der Stromproduktion 2006 sind die Auswirkungen des aktuellen Preisverfalls für CO2-Zertifikate auf das laufende Geschäftsjahr jedoch gering.

Für das Nettoergebnis wird ein Anstieg zwischen 10 bis 20 % prognostiziert. Dies beruht in erster Linie auf einer Entlastung des neutralen Ergebnisses, das 2005 erheblich durch Einmaleffekte geprägt war.

RWE plant im laufenden Jahr, Sachinvestitionen zur Modernisierung von Kraftwerken deutlich zu steigern. Auch im Netzbereich wird RWE voraussichtlich mehr investieren, sofern sich aufgrund regulatorischer Entscheidungen die Rahmenbedingungen nicht nachhaltig negativ ändern. Inklusive des Wasserbereichs wird eine Größenordnung von 4,5 bis 4,8 Mrd. € erwartet.

Im Bereich Forschung und Entwicklung wurde das Budget für das laufende Geschäftsjahr aufgestockt und die Aktivitäten intensiviert. Schwerpunkte des Programms bilden Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Emissionsreduktion in Kraftwerken, die dezentrale Stromversorgung sowie Biomasseverstromung.




Zukunftsbezogene Aussagen
Diese Pressemitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen.


Weiterführende Informationen als Download:
Eckdaten des Konzerns
RWE verbessert Nettoergebnis um 7 Prozent


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