Essen, 09. November 2006Diese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE: Betriebliches Ergebnis 15% über Vorjahr

  • Nettoergebnis in ersten drei Quartalen um 23% verbessert
  • Nettofinanzschulden weiter abgebaut


Der RWE-Konzern hat seine Ertragslage gegenüber dem Vorjahr in den ersten drei Quartalen 2006 verbessert. Das betriebliche Ergebnis stieg um 15% und das Nettoergebnis um 23%. Damit erwartet der Konzern auch für das Gesamtjahr ein deutliches Ertragswachstum.

Betriebliches Ergebnis und EBITDA über Vorjahr

RWE steigerte das betriebliche Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15% auf 5.361 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen allerdings mit einer niedrigeren Zuwachsrate. Gründe hierfür sind u.a. die erwarteten Belastungen durch die Netzregulierung in Deutschland sowie ungeplante Kraftwerksstillstände. Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Währungseffekte hatten im Saldo nur geringen Ergebniseinfluss. Das EBITDA stieg um 11% auf 6.797 Mio. Euro.

Nettoergebnis um 23% verbessert

Das Nettoergebnis des RWE-Konzerns verbesserte sich um 23% auf 2.092 Mio. Euro. Basis dafür war der positive operative Trend, dem jedoch Mehrbelastungen im neutralen Ergebnis entgegen standen. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 3,02 Euro auf 3,72 Euro.

Außenumsatz um 16% gesteigert

Bis Ende September erwirtschaftete der Konzern einen Außenumsatz von 34 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 16%. Operativ, d.h. bereinigt um Sondereffekte und Wechselkursänderungen, erhöhte sich der Konzernumsatz um 19%. Dabei konnte RWE in allen Unternehmensbereichen zulegen.

Cash Flow über Vorjahr

In den ersten drei Quartalen 2006 erzielte RWE einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 4.882 Mio. Euro. Gegenüber 2005 ist das ein Anstieg um 488 Mio. Euro bzw. 11%. Dieser beruht im Wesentlichen auf der guten Ergebnisentwicklung. Der Free Cash Flow - also der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich der Investitionen in Sachanlagen - verringerte sich um 73 Mio. Euro auf 2.153 Mio. Euro. Grund sind die um 561 Mio. Euro gestiegenen Sachinvestitionen.

Nettofinanzverschuldung stark reduziert

Gegenüber dem Jahresbeginn konnte der Konzern - trotz Dividendenausschüttungen von 1,2 Mrd. Euro - seine Nettofinanzschulden um 2.842 Mio. Euro auf 8.596 Mio. Euro senken. Schuldenmindernd wirkten vor allem der hohe Free Cash Flow sowie Desinvestitionserlöse und die Entkonsolidierung von Finanzverbindlichkeiten. Nach dem Abschluss des Verkaufs von Thames Water wird die Nettofinanzverschuldung zum Jahresende vollständig abgebaut sein. Der Konzern rechnet mit einer positiven Nettofinanzposition in einer Größenordnung von 3 Mrd. Euro.

Kostensenkungsziel 2006 wird erreicht

Im Rahmen von zwei bis Ende 2006 laufenden Programmen plant RWE, das jährliche Kostenniveau um 680 Mio. Euro abzusenken. Für das laufende Geschäftsjahr ergibt sich ein Zielvolumen von 230 Mio. Euro. Davon konnten in den ersten drei Quartalen bereits 180 Mio. Euo realisiert werden.

Sachinvestitionen um 26% über Vorjahr

Mit 2.944 Mio. Euro investierte RWE in den ersten drei Quartalen 27% mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben für Sachanlagen steigerte der RWE-Konzern um 26% auf 2.729 Mio. Euro. Der deutlichste Anstieg entfiel auf RWE Power. Hervorzuheben ist der Bau eines 2.100 MW-Braunkohlekraftwerks mit optimierter Anlagentechnik (BoA) am Standort Neurath. Ein weiterer Schwerpunkt waren Investitionen im Netzbereich der RWE Energy.

Mitarbeiterzahl operativ um 2% angestiegen

Zum 30. September 2006 beschäftigte der RWE-Konzern 76.391 Mitarbeiter, davon die Hälfte in Deutschland. Gegenüber dem 31. Dezember 2005 stieg der Personalstand operativ um 1.672 Mitarbeiter bzw. 2%, in Deutschland um 329 Mitarbeiter. Durch Unternehmensverkäufe schieden per Saldo 11.209 Beschäftigte aus dem Konzern aus. Überwiegend entfiel dies auf den Verkauf der RWE Solutions AG. Insgesamt hat sich der Personalbestand gegenüber dem 31. Dezember 2005 um 9.537 Mitarbeiter verringert.

Ausblick 2006

Der Verkauf von Thames Water, den RWE im Dezember abschließen will, wird erhebliche Auswirkungen auf die Zahlen des Gesamtjahres haben. So wird in der Gewinn- und Verlustrechnung das Nachsteuerergebnis von Thames Water (einschließlich Buchgewinn aus dem Verkauf) als "Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten" ("Discontinued Operations") ausgewiesen werden. Thames Water wird damit nicht in den Zahlen für Umsatz, EBITDA, betriebliches Ergebnis, neutrales Ergebnis, Finanzergebnis und Ertragsteuern enthalten sein, im Nettoergebnis dagegen schon.

Für die Entwicklung von EBITDA und betrieblichem Ergebnis hat die im Februar 2006 veröffentlichte Prognose weiter Bestand. Beim EBITDA rechnet das Unternehmen auch ohne die Thames-Water-Zahlen für 2005 und 2006 mit einem Plus im einstelligen Prozentbereich. Das betriebliche Ergebnis wird voraussichtlich etwas stärker ansteigen. Hier erwartet RWE nach wie vor einen Anstieg von 5% bis 10%.

Für das Nettoergebnis rechnete das Unternehmen zuletzt mit einem Anstieg in einer Größenordnung von 10%. Aufgrund des Buchgewinns durch den Verkauf von Thames Water in Höhe von rund 700 Mio. Euro wird sich das Nettoergebnis voraussichtlich wesentlich stärker verbessern. Damit ergibt sich ein Anstieg von über 40%.

Der RWE-Konzern sieht weiterhin Risiken durch die Einführung der deutschen Netzregulierung, da die gesamten Ergebnisauswirkungen und der Umfang notwendiger Gegenmaßnahmen erst zum Jahresende bekannt sein werden.

RWE erwartet für den Außenumsatz ein Plus in der Größenordnung von 5% bis 10% über dem Vorjahresniveau.


Zukunftsbezogene Aussagen
Diese Pressemitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen.


Weiterführende Informationen als Download:
Tabelle: Auf einen Blick
Bericht über die ersten drei Quartale 2006 (PDF)
RWE: Betriebliches Ergebnis 15% über Vorjahr

Weiterführende Informationen als Links:
Chartpräsentation (englisch)
Rede Dr. Klaus Sturany, CFO


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