Essen, 23. Februar 2007Diese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE: Betriebliches Ergebnis 14% über Vorjahr

  • Nachhaltiges Nettoergebnis um 9% verbessert
  • Verdoppelung der Dividende vorgeschlagen
  • 25 Mrd. Euro Investitionsoffensive in Vorbereitung

Der RWE-Konzern hat seine Ertragslage 2006 gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Das betriebliche Ergebnis stieg um 14% und das nachhaltige Nettoergebnis um 9%. Die erfolgreiche Veräußerung von Thames Water führte erstmals seit 2001 zum Ausweis einer positiven Nettofinanzposition. Für 2007 erwartet der Konzern ein weiteres deutliches Ertragswachstum. Für die kommenden fünf Jahre plant RWE Investitionen von insgesamt bis zu 25 Mrd. Euro, sofern die politischen Rahmenbedingungen dies erlauben.

Betriebliches Ergebnis und EBITDA deutlich über Vorjahr

RWE steigerte das betriebliche Ergebnis um 14% auf 6,1 Mrd. Euro. Basis hierfür war der positive operative Trend, besonders in der Stromerzeugung. Ergebnisbelastungen ergaben sich durch die Netzregulierung in Deutschland sowie ungeplante Kraftwerksstillstände. Das EBITDA erhöhte sich um 11% auf 7,9 Mrd. Euro.

Nachhaltiges Nettoergebnis um 9% verbessert

Für die RWE-Dividendenpolitik ist das um Einmaleffekte bereinigte nachhaltige Nettoergebnis maßgebend. 2006 steigerte der Konzern das nachhaltige Nettoergebnis um 9% auf 2,5 Mrd. Euro. Inklusive aller Sondereffekte stieg das Nettoergebnis um 72% auf 3,9 Mrd. Euro. Wichtige nicht operative Sondereffekte waren beispielsweise der Verkauf von Thames Water und Änderungen in der Steuergesetzgebung. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich auf dieser Basis von 3,97 Euro auf 6,84 Euro.

Dividendenvorschlag für 2006

Aufsichtsrat und Vorstand der RWE AG werden der Hauptversammlung am 18. April 2007 für das Geschäftsjahr 2006 eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie vorschlagen. Das entspricht einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Bezogen auf das nachhaltige Nettoergebnis ergibt sich eine Ausschüttungsquote von 80%. Hiermit liegt sie am oberen Ende des für die Geschäftsjahre 2006 und 2007 angestrebten Zielkorridors von 70 bis 80%.

Außenumsatz um 12% gesteigert

Der RWE-Konzern erwirtschaftete 2006 einen Außenumsatz von 44,3 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 12%. Operativ, d.h. bereinigt um Sondereffekte und Wechselkursänderungen, erhöhte sich der Außenumsatz um 16%.

Cash Flow deutlich über Vorjahr

2006 erzielte RWE einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 6,8 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 28%, der im Wesentlichen auf der guten Ergebnisentwicklung beruht. Der Free Cash Flow - also der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich der Investitionen in Sachanlagen - erhöhte sich trotz deutlich gestiegener Investitionen um 652 Mio. Euro oder 40% auf 2,3 Mrd. Euro.

Positive Nettofinanzposition nach Thames Water-Verkauf

Zum Jahresende 2006 wies RWE eine positive Nettofinanzposition in Höhe von 4,7 Mrd. Euro aus. Vor allem der Verkauf von Thames Water stärkte die Finanzposition des Unternehmens deutlich. 2006 wurden insgesamt 8,8 Mrd. Euro an Desinvestitionserlösen erzielt. Durch Entkonsolidierungen entfielen 4,8 Mrd. Euro an Finanzverbindlichkeiten. Neben den Erlösen aus Verkäufen und der Entkonsolidierung von Finanzverbindlichkeiten wirkte der hohe Free Cash Flow schuldenmindernd.

Sachinvestitionen 23% über Vorjahr

RWE investierte im Berichtsjahr 4,7 Mrd. Euro - das entspricht einem Zuwachs von 14% gegenüber 2005. Die Ausgaben für Sachanlagen erhöhten sich um 23% auf 4,5 Mrd. Euro. Zusätzliche Mittel flossen besonders in den Neubau von Kraftwerken, den Ausbau und die Erneuerung von Netzen sowie die Verbesserung der Wasserinfrastruktur. Dagegen verringerten sich die Investitionen in Finanzanlagen um 242 Mio. Euro auf 234 Mio. Euro.

Neues Programm zur Effizienzsteigerung gestartet

Ende 2006 konnte der RWE-Konzern seine beiden langjährigen Kostensenkungsprogramme erfolgreich abschließen. Das jährliche Kostenniveau wurde damit planmäßig um 680 Mio. Euro abgesenkt. Durch ein neues bis Ende 2010 laufendes Effizienzprogramm will RWE seine Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessern. Von Ende 2010 an soll das betriebliche Ergebnis dadurch jährlich um 600 Mio. Euro höher ausfallen. Für das laufende Jahr soll das Programm bereits einen Ergebnisbeitrag von rund 100 Mio. Euro erbringen.

Mitarbeiterzahl operativ um 2% gestiegen

Zum 31. Dezember 2006 beschäftigte der RWE-Konzern 68.534 Mitarbeiter, davon über die Hälfte in Deutschland. Gegenüber Ende 2005 stieg der Personalstand operativ um 1.585 Mitarbeiter bzw. 2%, in Deutschland um 336 Mitarbeiter. Zum Jahresende 2006 erlernten 2.845 junge Menschen bei RWE einen Beruf. Wie in den Vorjahren bildete der Konzern damit weit über den eigenen Bedarf aus. Aufgrund von Unternehmensverkäufen sind 19.028 Mitarbeiter aus dem Konzern ausgeschieden. Hervorzuheben sind die Entkonsolidierungen von Thames Water mit 9.490 Mitarbeitern und RWE Solutions mit 9.380 Mitarbeitern.

Ausblick 2007

RWE geht bei seinem Ausblick von der Annahme aus, den geplanten Verkauf von American Water bis Jahresende für eine Mehrheitstranche abzuschließen. Sofern dies der Fall ist, würde American Water unter der Rubrik "nicht fortgeführte Aktivitäten" ausgewiesen werden. Der amerikanische Wasserversorger wäre damit 2007 nicht mehr in den Zahlen für Umsatz, EBITDA, betriebliches Ergebnis, neutrales Ergebnis, Finanzergebnis und Ertragsteuern enthalten.

Ohne American Water wird der Konzernumsatz 2007 voraussichtlich leicht über dem Vorjahreswert liegen. Beim EBITDA rechnet das Unternehmen mit einem Zuwachs um 5 bis 10%. Das betriebliche Ergebnis will RWE in der Größenordnung von 10% steigern. Beim Nettoergebnis rechnet RWE mit einem starken Rückgang. Hier war der Vorjahreswert durch Sondereinflüsse begünstigt. Dagegen wird das um Sondereffekte bereinigte nachhaltige Nettoergebnis voraussichtlich weiter zulegen. Hier prognostiziert der Konzern ein Plus von rund 10%.

RWE setzt sich darüber hinaus neue operative Mittelfristziele: Das betriebliche Ergebnis will das Unternehmen in den nächsten Jahren um durchschnittlich 5% pro Jahr organisch steigern. Für das nachhaltige Nettoergebnis plant RWE für die Geschäftsjahre 2007 und 2008 eine Steigerung um durchschnittlich 10 % Prozent pro Jahr.

Außerdem plant RWE im Zuge der Entkonsolidierung von American Water ein Aktienrückkaufprogramm. Die Details, besonders das genaue Verfahren und das Volumen, werden zu diesem Zeitpunkt festgelegt und bekannt gemacht.

Die RWE-Aktionäre sollen auch zukünftig durch hohe Ausschüttungen an der erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens beteiligt werden. Für das Geschäftsjahr 2007 ist die Ausschüttung von 70 bis 80% des nachhaltigen Nettoergebnisses geplant. Voraussetzung ist der erfolgreiche Verkauf einer Mehrheitstranche an American Water.

In den nächsten fünf Jahren will RWE insgesamt bis zu 25 Mrd. Euro investieren. Wenn die politischen Rahmenbedingungen es zulassen, wird RWE in Deutschland zum größten privaten Einzelinvestor. 2007 will der Konzern die Sachanlageinvestitionen im Energiegeschäft deutlich über das Vorjahresniveau hinaus steigern. Der stärkste Zuwachs ist im deutschen Kraftwerksgeschäft geplant. Der Ausbau des Gasgeschäfts ist ein weiterer Schwerpunkt. Pipeline-Projekte, die Exploration neuer Lagerstätten sowie Flüssiggas-Aktivitäten (LNG) stehen im Mittelpunkt. Beim LNG-Geschäft soll die neu gegründete RWE Gas Midstream dem Unternehmen international als Wachstums-Plattform dienen. Weiter auf hohem Niveau soll sich das Investitionsvolumen im kontinentaleuropäischen Netz- und Vertriebsbereich bewegen. Rund 80% der Sachmittel in diesem Bereich sollen verwendet werden, um Strom- und Gasnetze weiter zu modernisieren oder zu erweitern. In Großbritannien will der Konzern sein Kraftwerksportfolio ausbauen. Der geplante Bau eines Gas- und Dampfkraftwerks mit bis zu 2.000 MW ist dabei das wichtigste Projekt. Ohne den Wasserbereich werden die Sachinvestitionen des Konzerns 2007 voraussichtlich eine Größenordnung von 4 Mrd. Euro erreichen.

Im laufenden Berichtsjahr wird RWE Pensionsrückstellungen und die dazugehörigen Deckungsmittel in Höhe von rund 8 Mrd. Euro aus der Bilanz ausgliedern, um die Transparenz bezüglich der Pensionsverpflichtungen weiter zu erhöhen. Dies wird über ein so genanntes Contractual Trust Arrangement und einen Pensionsfonds erfolgen.

Zukunftsbezogene Aussagen
Diese Pressemitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen.


Weiterführende Informationen als Download:
Eckdaten 2006 auf einen Blick
Meldung als PDF runterladen


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unser Investor Relations Team:

RWE Aktiengesellschaft
Investor Relations
Altenessener Straße 27
45141 Essen
Deutschland


T +49 (0) 201-5179-3112
E-Mail
RWE Aktiengesellschaft
Investor Relations
London Office
c/o RWE Supply & Trading
60 Threadneedle Street
London EC2R 8HP
United Kingdom
T +44 (0) 20 7015 5459
: Diese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt