Essen, 26. Juni 2007Diese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE baut Position im europäischen Gasmarkt aus

  • Neues LNG-Projekt mit Excelerate Energy und Nord-West Oelleitung in Wilhelmshaven
  • Direkte Einspeisung in das deutsche Gasnetz geplant

RWE setzt die Wachstumsstrategie auf dem europäischen Gasmarkt fort: Der Energiekonzern plant die Entwicklung einer Anlandestation für verflüssigtes Erdgas (Liquefied Natural Gas / LNG) in Wilhelmshaven. Projektpartner der federführenden Konzerntochter RWE Gas Midstream sind die US-amerikanische Excelerate Energy und Nord-West Oelleitung (NWO).


Wie schon im britischen Teesside, wollen die Partner in diesem neuen deutschen GasPort die spezielle Technologie von Excelerate nutzen: Diese erlaubt es, LNG auf den Tankern nicht nur zu transportieren, sondern nach der Regasifizierung an Bord auch direkt in das Pipeline-Netz einzuspeisen. Die Excelerate-Technologie ist höchst kosteneffizient, denn sie erfordert keine Investitionen in Infrastruktur für die LNG-Regasifizierung an Land.

„RWE hat das erklärte Ziel, im Gasbereich deutlich zu wachsen“, betont Harry Roels, Vorstandsvorsitzender der RWE AG. „Mit dem Projekt GasPort können wir die Bezugsquellen diversifizieren und gleichzeitig zur Versorgungssicherheit beitragen.“

Dieser GasPort wird die Excelerate-Technologie zum ersten Mal in Deutschland zum Einsatz bringen. Ende 2010, so die Planung, könnten in einem GasPort in Wilhelmshaven bis zu 600.000 Kubikmeter regasifiziertes LNG pro Stunde in das deutsche Gasnetz eingespeist werden. Zum Vergleich: Die Gas-Heizung für ein Einfamilienhaus braucht umgerechnet etwa 2.200 Kubikmeter Gas pro Jahr. Basis für das Projekt ist ein Abkommen zwischen RWE und Excelerate zur gemeinsamen Entwicklung von LNG-Importkapazitäten in Europa. In Teesside ist ein solcher Excelerate-GasPort, wie er in Wilhelmshaven geplant ist, bereits seit Februar 2007 in Betrieb; von dort aus vermarktet RWE Trading das eingespeiste Erdgas in Großbritannien. Der entscheidende Vorteil des GasPort-Konzepts liegt in der sehr flexiblen Gasanlieferung, vor allem in Zeiten hoher Nachfrage.

„Wir sind sehr erfreut, dass die Beziehungen zwischen Excelerate und RWE uns nun die Möglichkeit bieten, unsere Technologie nach Deutschland zu bringen“, so Excelerate-CEO Kathleen Eisbrenner, „das Projekt ,German GasPort’ trägt dazu bei, Lieferanten und Kunden gleichermaßen kosteneffiziente Alternativen zum traditionellen LNG-Vertriebsmodell zu bieten.“

Die technischen Voraussetzungen und die wirtschaftlichen Perspektiven einer solchen Anlage im Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven werden in den kommenden Monaten geprüft. Das Projekt steht allerdings noch unter dem Vorbehalt verschiedener behördlicher Genehmigungen, die Schifffahrts- und Umweltbelange sowie die Frage nach einer Pipeline-Anbindung betreffen.



Anmerkungen:
Mit der zum 1. Januar 2007 gegründeten RWE Gas Midstream GmbH hat RWE ihre Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Gasmarkt weiter gesteigert. RWE Gas Midstream ist für die wirtschaftliche Optimierung des gesamten nicht-regulierten Gasgeschäfts des RWE-Konzerns in Beschaffung, Transport und Speicherung verantwortlich. Zu diesem Zweck baut
die Gesellschaft bestehende Geschäftsbeziehungen zu Anbietern von Pipeline- und Flüssiggas weiter aus und entwickelt neue Beschaffungsoptionen unter voller Einbeziehung des stark wachsenden Gasexplorations- und Produktionsgeschäfts der RWE Dea. Die Etablierung der RWE Gas Midstream stärkt damit das gesamte RWE-Gasportfolio. RWE Trading bleibt verantwortlich für die Aktivitäten im Gashandel und deren Weiterentwicklung.

Excelerate Energy, L.L.C., mit Sitz in The Woodlands, Texas, importiert und vertreibt verflüssigtes Erdgas (LNG). Mit seinen einzigartigen logistischen Dienstleistungen und Handelsplattformen hat das Unternehmen den Transport von Flüssiggas rund um den Globus neu definiert. Mit dem Einsatz der geschützten Energy Bridge-Technologie auf den Tankern und dem wachsenden Netz von Marktzugangspunkten hat das Unternehmen das "Excelerate GasNet" aufgebaut, das die Lieferanten und Kunden von Flüssiggas so miteinander verbindet, dass die Kosten für beide Seiten minimiert und der Wert jeder Lieferung maximiert wird. Mit der Flotte von Energy Bridge-Schiffen und den Investitionen in Tiefwasserhäfen und GasPorts (dazu gehören Anlagen in den USA und Großbritannien, die sich in Betrieb oder im Bau befinden, sowie weitere potenzielle Anlagen in Europa, dem Nahen Osten und Asien) hat sich das Unternehmen eine flexible globale "Pipeline" geschaffen, die Flüssiggas von jedem Standort zu jedem anderen Standort transportieren kann – dies erleichtert die Lieferung zu den weltweit rentabelsten Märkten.

Nord-West Oelleitung NWO wurde im Jahr 1956 gegründet und betreibt Deutschlands führenden Rohöl-Importterminal in Wilhelmshaven sowie Pipelines und ein Tankerlager.
NWO liefert das Öl an deutsche Raffinerien. Die Gesellschafter des Unternehmens sind
Ruhr Oel GmbH (33,69%), Deutsche BP AG (25,64%), Shell Deutschland Oil GmbH (20,4%) und Holborn Europea Raffinerie GmbH (20,27%).


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