Essen, 09. August 2007Diese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE: Betriebliches Konzernergebnis um 18% im ersten Halbjahr verbessert

  • Mitarbeiterzahl wächst operativ um 2%
  • 4 Mrd. Euro Sachinvestitionen bei Strom und Gas im Jahr 2007
  • Ergebnisprognose angehoben

Der RWE-Konzern hat die erfolgreiche Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2007 fortgesetzt. Das betriebliche Ergebnis steigerte RWE im ersten Halbjahr um 18%. Deutschlands größter Stromerzeuger kann auf dieser soliden finanziellen Basis seine groß angelegte Investitionsoffensive vorantreiben. In Ensdorf, Hamm, Lingen und im niederländischen Eemshaven werden neue Kraftwerke gebaut. In der Bauphase werden hier zehntausende Menschen bei RWE und in der Zulieferindustrie Beschäftigung finden. In Großbritannien wird der Konzern in zwei neue Gaskraftwerke und fünf neue Windparks investieren.

Umsatz leicht unter Vorjahr

Der RWE-Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr einen Außenumsatz von 22,6 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Rückgang um 2%. Operativ, d.h. bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseinflüsse, blieb der Konzernumsatz stabil.

EBITDA, betriebliches Ergebnis und Nettoergebnis zweistellig über Vorjahr

RWE verbesserte das EBITDA um 15% auf 5,2 Mrd. Euro. Das betriebliche Ergebnis stieg um 18% auf 4,4 Mrd. Euro. Ein außergewöhnlich gutes Handelsergebnis sowie der positive Trend in der Stromerzeugung trugen maßgeblich dazu bei. Grund waren bereits in Vorjahren zu höheren Preisen abgeschlossene Lieferkontrakte für 2007. Gegenläufige Effekte ergaben sich aus der deutschen Netzregulierung. Das Nettoergebnis lag mit 2,6 Mrd. Euro, auch bedingt durch Sondereffekte, um 58% über dem Vorjahreswert. Neben dem operativen Trend beruhte dies auf Verbesserungen beim neutralen Ergebnis und beim Finanzergebnis. Das um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis, also das nachhaltige Nettoergebnis, stieg um 16% auf 2,2 Mrd. Euro.

Mitarbeiterzahl operativ um 2 % gestiegen

Zum 30. Juni 2007 beschäftigte der RWE-Konzern 70.060 Mitarbeiter, davon 55% in Deutschland. Gegenüber Ende 2006 hat sich der Personalstand operativ um 1.526 Mitarbeiter bzw. 2,2% erhöht, in Deutschland um 557 Mitarbeiter. Hierzu trug vor allem der Unternehmensbereich RWE Power bei. In Großbritannien verzeichnete RWE npower einen starken Zuwachs. Ohne Berücksichtigung des geplanten Verkaufs von American Water geht der RWE-Konzern davon aus, den Personalbestand gegenüber dem Vorjahr um 3.000 Mitarbeiter bis Jahresende aufzubauen.

Sachinvestitionen im Strom- und Gasgeschäft 30% über Vorjahresniveau

Insgesamt investierte RWE allein im ersten Halbjahr 1,5 Mrd. Euro. RWE stockte die Sachinvestitionen im Strom- und Gasgeschäft um 30% deutlich auf. Der Konzern will die Sachanlageinvestitionen im laufenden Jahr weiter steigern. Bereinigt um den Wasserbereich geht das Unternehmen davon aus, dass sich die Sachinvestitionen 2007 in einer Größenordnung von 4 Mrd. Euro bewegen, was gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von rund 40% entspräche. Den stärksten Zuwachs plant der Konzern im deutschen Kraftwerksgeschäft. Wichtigstes Projekt ist der Bau eines 2.100-MW-Braunkohle-Doppelblocks mit optimierter Anlagentechnik am Standort Neurath. Außerdem errichtet RWE Power derzeit ein 875-MW-Gas- und Dampfkraftwerk (GuD) in Lingen. Die Kraftwerksneubauten in Ensdorf, Hamm und Eemshaven in den Niederlanden werden zu den weltweit modernsten und effizientesten Steinkohlekraftwerken zählen. Bei RWE Energy floss der größte Teil der Mittel in Maßnahmen zur Verbesserung und Instandhaltung der Netzinfrastruktur.

RWE Dea investierte verstärkt in die Gasförderung in Ägypten und Libyen. Im Sinne eines forcierten organischen Wachstums will RWE Dea die Gewinnung von Gas und Öl bis zum Jahr 2013 verdoppeln. Bei RWE npower liefen die Vorarbeiten für die geplanten GuD-Kraftwerke an den Standorten Staythorpe und Pembroke an. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Umweltmaßnahmen am Kraftwerk Aberthaw.

Effizienzsteigerungsprogramm gestartet

Für den Zeitraum 2007 bis Ende 2010 hat der RWE-Konzern ein Programm zur Effizienzsteigerung gestartet. Geplant sind Maßnahmen zur Kostensenkung und Erlösverbesserung, die das jährliche Ergebnisniveau schrittweise um insgesamt 600 Mio. Euro verbessern sollen. Im laufenden Jahr will RWE mit dem Programm einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag von rund 100 Mio. Euro erwirtschaften. Schwerpunkte sind die Verbesserung der Leistungsfähigkeit der regulierten deutschen Strom- und Gasnetze sowie die technische Verfügbarkeit des RWE-Kraftwerksparks.

Ausblick 2007

Die folgenden Prognosen für das Gesamtjahr beruhen auf der Annahme, dass der RWE-Konzern die Mehrheit von American Water bis zum Jahresende verkaufen kann. Im Jahresabschluss 2007 würde das amerikanische Wasserunternehmen dann als "nicht fortgeführte Aktivität" ausgewiesen.

Ohne American Water wird der Konzernumsatz für 2007 aus heutiger Sicht leicht über dem Vorjahreswert liegen. Den im Februar veröffentlichten Ergebnisausblick wird RWE voraussichtlich übertreffen. Beim EBITDA erwartet RWE ein Plus in der Größenordnung von 5 bis 10%. Für das betriebliche Ergebnis geht der Konzern von einem Anstieg von 10 bis 15% aus (bislang: rund 10%). Mit einem deutlichen Rückgang rechnet das Unternehmen unverändert beim Nettoergebnis, da Sondereinflüsse wie der Verkauf von Thames Water den Vorjahreswert geprägt hatten. Dagegen wird das nachhaltige Nettoergebnis, der Basiswert für die Berechnung der Dividende, wegen der positiven operativen Entwicklung voraussichtlich weiter zulegen. Hier wird nunmehr ein Anstieg von mindestens 15% prognostiziert (bislang: rund 10%).

Zukunftsbezogene Aussagen
Diese Pressemitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen.


Weiterführende Informationen als Download:
Eckdaten auf einen Blick
Rede: Hr. Roels / Dr. Pohlig
Charts: Hr. Roels / Dr. Pohlig
Bericht erstes Halbjahr 2007 (PDF 780 KB)
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