Essen, 14. November 2007Diese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

Positive Bilanz der ersten drei Quartale 2007: RWE steigert betriebliches Ergebnis um 20 %

  • Gesamtjahresprognose: Anstieg beim nachhaltigen Nettoergebnis um mindestens 15 %
  • Mitarbeiterzahl wächst um knapp 3 %

RWE zieht für die ersten neun Monate 2007 eine positive Bilanz. Das betriebliche Ergebnis hat der Konzern gegenüber 2006 um 20 % gesteigert. Das Nettoergebnis stieg um 35 %. Für das betriebliche Ergebnis im Gesamtjahr 2007 prognostiziert der Konzern einen Anstieg von 10 bis 15 % gegenüber dem Vorjahreswert.

Umsatz operativ auf Vorjahresniveau

Der RWE-Konzern erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen des Jahres einen Außenumsatz von 31,5 Mrd. €. Gegenüber 2006 ist das ein Rückgang um 2 %. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseinflüsse blieb der Konzernumsatz stabil.

EBITDA, betriebliches Ergebnis und Nettoergebnis zweistellig über Vorjahr

Das EBITDA erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2007 um
17 % auf knapp 7 Mrd. €. Das betriebliche Ergebnis stieg um 20 % auf 5,8 Mrd. €. Ein außergewöhnlich gutes Handelsergebnis sowie der positive Trend in der Stromerzeugung waren ausschlaggebend dafür, dass der Konzern seine Ertragslage trotz der Belastungen aus der deutschen Netzregulierung und des Stillstands des Kernkraftwerks Biblis verbesserte. Das Nettoergebnis des RWE-Konzerns lag mit 2,8 Mrd. € um 35 % über dem Vorjahreswert. Dazu trug eine deutliche Verbesserung beim Finanzergebnis bei.

Cash Flow trotz Entkonsolidierung nur knapp unter Vorjahr

In den ersten drei Quartalen 2007 erwirtschaftete RWE einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 4,8 Mrd. €. Trotz Entkonsolidierung von Thames Water lag RWE damit lediglich 2 % unter dem Vorjahreswert. Der Free Cash Flow, also der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich der Sachinvestitionen, verbesserte sich um 11 % auf 2,4 Mrd. €.

Effizienzsteigerungsprogramm wird planmäßig umgesetzt

Das Programm zur Effizienzsteigerung verläuft nach Plan: Vorgesehen sind Maßnahmen zur Kostensenkung und Erlössteigerung, die das jährliche Ergebnisniveau schrittweise bis Ende 2010 um insgesamt 600 Mio. € verbessern sollen. Im laufenden Jahr will RWE mit dem neuen Programm einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag von rund 100 Mio. € erwirtschaften.

Sachinvestitionen im Energiegeschäft um 24 % gesteigert

In den ersten drei Quartalen 2007 investierte der RWE-Konzern 2,5 Mrd. €. Die Ausgaben für Sachanlagen verringerten sich um 12 % auf 2,4 Mrd. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen der Entkonsolidierung von Thames Water zuzuordnen. In der Vorjahreszahl waren die Investitionen des britischen Wasserversorgers noch enthalten. In den übrigen Unternehmensbereichen stockte der RWE-Konzern die Sachinvestitionen um insgesamt 24 % auf.

Wichtigstes Einzelprojekt ist der Bau des 2.100-MW-Braunkohle-Doppelblocks am Standort Neurath. Außerdem errichtet RWE ein 875-MW-Gas-und-Dampfkraftwerk in Lingen und hat mit ersten Vorarbeiten für weitere Kraftwerksneubauten in Deutschland und den Niederlanden begonnen. Umfangreiche Mittel flossen auch in die deutschen Braunkohle-Tagebaue. RWE Dea investierte verstärkt in die Gasförderung in Ägypten und Libyen. Bei RWE npower lag der Schwerpunkt auf dem Neubau eines 1.650-MW-Gas-und-Dampfkraftwerks in Staythorpe und eines 90-MW-Windparks vor der walisischen Küste. Weitere Mittel flossen in das Kraftwerk Aberthaw zur Nachrüstung einer Rauchgasentschwefelungsanlage. Außerdem werden dort neue Dampfturbinen eingebaut. Bei RWE Energy floss der größte Teil der Mittel in Maßnahmen zur Verbesserung und Instandhaltung der Netzinfrastruktur.

Mitarbeiterzahl um knapp 3 % angestiegen

Zum 30. September 2007 beschäftigte der RWE-Konzern 70.300 Mitarbeiter, davon 55 % in Deutschland. Gegenüber dem
31. Dezember 2006 hat sich die Personalzahl um 1.766 bzw.
2,6 % erhöht. Dabei hat besonders der Unternehmensbereich RWE Power Stellen geschaffen. RWE npower verzeichnete starke Personalzuwächse in den Bereichen Vertrieb und Kundenservice.

Ausblick

Der Ausblick für 2007 basierte bislang auf der Annahme, dass RWE bis zum Jahresende zumindest die Mehrheit von American Water verkaufen kann. Davon geht der Konzern jetzt nicht mehr aus. Im Jahresabschluss wird American Water damit als vollkonsolidierte Gesellschaft ausgewiesen und nicht – wie ursprünglich angenommen – als „nicht fortgeführte Aktivität“.
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Auf dieser Basis erwartet der Konzern, dass der Außenumsatz für 2007 geringfügig über dem Vorjahreswert liegen wird. Für das betriebliche Ergebnis geht RWE weiterhin von einem Anstieg von 10 bis 15 % aus. Beim EBITDA rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr mit einer Steigerung von 5 bis 10 %. Dagegen erwartet RWE beim Nettoergebnis einen starken Rückgang. Hier war der Vorjahreswert durch Buchgewinne aus dem Verkauf von Thames Water begünstigt. Das um Sondereffekte bereinigte nachhaltige Nettoergebnis – die Bezugsgröße der Dividende – wird dagegen weiter stark zulegen. Die aktuelle Prognose sieht ein Plus von mindestens 15 % vor.

RWE hat die Gründung einer neuen Gesellschaft beschlossen, in der die Konzernaktivitäten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien gebündelt werden sollen. Das neue Unternehmen soll am 1. Februar 2008 an den Start gehen und unmittelbar der RWE AG zugeordnet sein. Damit unterstreicht der RWE-Konzern die Bedeutung dieses Geschäftsfelds. Das Investitionsbudget für erneuerbare Energien wird deutlich aufgestockt. Der Großteil der Mittel soll in Windkraftprojekte fließen.


Zukunftsbezogene Aussagen
Diese Pressemitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen.


Weiterführende Informationen als Download:
Eckdaten auf einen Blick
Bericht über die ersten drei Quartale 2007
Statement Dr. Pohlig
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