Essen, 15. Mai 2008Diese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE bekräftigt wesentliche Finanzziele
für 2008

  • Nachhaltiges Nettoergebnis um 3% verbessert
  • Belastungen aus Netzregulierung und Emissionshandel
  • Betriebliches Ergebnis im ersten Quartal 9% unter Vorjahr

Die Ertragslage des RWE-Konzerns war im ersten Quartal 2008 stärker als im Vorjahr durch regulatorische Maßnahmen belastet. Außerdem erreichte der Energiehandel erwartungsgemäß nicht das außergewöhnlich gute Vorjahresergebnis. Das betriebliche Ergebnis ging daher im ersten Quartal zurück. RWE geht jedoch davon aus, dies in den kommenden Quartalen voll zu kompensieren. Der Ausblick für das Gesamtjahr wird daher im Wesentlichen bestätigt.

Umsatz steigt operativ um 6%

Im ersten Quartal 2008 erwirtschaftete der RWE-Konzern einen Außenumsatz von 13,4 Mrd. Euro. Um Währungs- und Konsolidierungseinflüsse bereinigt, war dies gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 6%. Wechselkurseffekte hatten einen dämpfenden Effekt, da das britische Pfund gegenüber dem Euro an Wert verlor.

Betriebliches Ergebnis 9% unter Vorjahr

Seit Anfang Januar gelten zusätzliche Kürzungen der deutschen Netzentgelte durch die Bundesnetzagentur und verschärfte Rahmenbedingungen für den Emissionshandel. Hinzu kam, dass die RWE-Handelsaktivitäten erwartungsgemäß weit unter dem überdurchschnittlich hohen Vorjahreswert abschlossen. Dadurch verringerte sich das EBITDA des RWE-Konzerns in den ersten drei Monaten 2008 um 8% auf knapp 2,9 Mrd. Euro. Das betriebliche Ergebnis sank um 9% auf 2,5 Mrd. Euro.

Anstieg des nachhaltigen Nettoergebnisses um 3%

Im ersten Quartal 2008 stieg das nachhaltige Nettoergebnis, das um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis, um 3% auf 1,4 Mrd. Euro. Das Nettoergebnis ging im ersten Quartal aufgrund der Firmenwertabschreibung von American Water auf 809 Mio. Euro deutlich zurück.

Sachinvestitionen im Energiegeschäft um 18% gesteigert

Für Sachinvestitionen wurden im ersten Quartal 657 Mio. Euro eingesetzt. Bereinigt um American Water entsprach dies einem Anstieg um 18% im Kerngeschäft Energie.

Rund die Hälfte der Sachinvestitionen entfiel auf RWE Power. Wichtigstes Einzelprojekt ist der Bau des neuen Braunkohlen-kraftwerks in Neurath. Außerdem baut das Unternehmen ein neues Gas-und-Dampf-Kraftwerk in Lingen. Mit dem Bau des Steinkohledoppelblocks in Hamm wurde im März begonnen. RWE Energy setzte den Großteil der Mittel für Maßnahmen zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Strom- und Gasnetze ein. RWE Dea investierte im ersten Quartal verstärkt in die Erkundung von Gasvorkommen in Nordafrika. Auch RWE npower investierte in Großbritannien in beachtlichem Umfang. Das größte Projekt ist zurzeit der Bau eines neuen Gaskraftwerks in Staythorpe.

Cash Flow über Vorjahr

Im ersten Quartal 2008 erwirtschaftete RWE einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,4 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr, als American Water in diesem Wert noch enthalten war, betrug der Anstieg 476 Mio. Euro bzw. 52%. Der Free Cash Flow, also der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit verringert um die Sachinvestitionen, erhöhte sich aufgrund der gestiegenen operativen Mittelzuflüsse um 480 Mio. Euro auf 727 Mio. Euro.

Zahl der Mitarbeiter steigt um fast 2%

Am 31. März 2008 beschäftigte der RWE-Konzern 64.517 Mitarbeiter, davon 60% in Deutschland. Gegenüber dem 31. Dezember 2007 hat sich die Personalzahl um 1.078 Beschäftigte bzw. 1,7% erhöht. Im Zuge der Kraftwerksinvestitionen stellte vor allem RWE Power neue Mitarbeiter ein. RWE npower verzeichnete Zuwächse in Vertrieb und Kundenservice.

Ausblick 2008

Der Außenumsatz des RWE-Konzerns wird 2008 voraussichtlich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Beim EBITDA und beim betrieblichen Ergebnis erwartet RWE weiterhin, mindestens das Niveau von 2007 zu erreichen. Voraussichtlich um über 10% wird das nachhaltige Nettoergebnis steigen. Das Unternehmen bestätigt damit den im Februar veröffentlichten Ergebnisausblick für 2008 mit Ausnahme des Nettoergebnisses. Das Nettoergebnis wird sich leicht unter Vorjahresniveau bewegen – aufgrund der bekannten Einmalbelastung durch American Water.

Die Sachinvestitionen werden deutlich aufgestockt. RWE geht von einer Größenordnung von 6 Mrd. Euro aus. Das Unternehmen plant, auch die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung deutlich zu steigern. Für 2008 und die Folgejahre sind hierzu jeweils über 100 Mio. Euro – mit steigender Tendenz – veranschlagt. Mehr als zwei Drittel des Forschungsbudgets sollen in der Stromerzeugung für Projekte zur Effizienzverbesserung und Emissionsreduktion zur Verfügung stehen.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen.


Weiterführende Informationen als Download:
Eckdaten auf einen Blick
IR Mitteilung: RWE bekräftigt wesentliche Finanzziele für 2008 (PDF; 69 KB)
Rede von Dr. Pohlig (PDF; 39 KB)


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