Wind- und Wasserkraft von der Halde

Bürger zeigen reges Interesse

Beim Tag-der-offenen-Halde informierten sich rund 350 Besucher über die mögliche Nutzung der Halde Sundern als Standort für ein regeneratives Kombikraftwerk aus Pumpspeicher und Windkraftanlagen. Im Folgenden finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.

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Fragen & Antworten

1. Eignet sich der Haldenkörper für den Bau eines Kombikraftwerks?

Eine zentrale Aufgabe der Machbarkeitsstudie ist es, genau dies zu untersuchen. Auf Basis der bisher ausgewerteten Daten (z. B. Voruntersuchungen, Schüttungsprotokolle, erteilte Genehmigungen, etc.), gehen wir davon aus, dass es aus geotechnischer Sicht möglich sein wird, sowohl ein Oberbecken für ein Pumpspeicherkraftwerk als auch Windkraftanlagen auf der Halde Sundern anzulegen. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie werden unter anderem Berechnungen durchgeführt, um diese Frage zu beantworten. Im Rahmen einer anschließenden Planung würden zudem weiterführende Baugrunduntersuchungen wie z. B. Bohrungen durchgeführt.

2. Kann Wasser aus dem Oberbecken des Kraftwerks austreten?

Das Oberbecken erhält eine Abdichtung nach den gültigen deutschen Regelwerken, ist also grundsätzlich wasserdicht. Diese Abdichtung wird ferner mit einem Kontrollsystem ausgestattet, so dass selbst kleinste Wasseraustritte – sollten sie denn auftreten – frühzeitig festgestellt und behoben werden könnten.

3. Wird die Halde für die Öffentlichkeit nutzbar sein?

Wir werden den ausdrücklichen Wunsch der Anwohner nach Freitzeitmöglichkeiten auf der Halde in unseren Planungen berücksichtigen und nach einer optimalen Lösung suchen, die die Anforderungen an eine Betriebsstätte und die öffentliche Nutzung in Einklang bringt. Denkbar wären zum Beispiel Wanderwege und Aussichtspunkte rund um das Oberbecken.

4. Werden die Anwohner über den Projektfortschritt informiert und in die Planungen eingebunden?

Am Tag-der-offenen-Tür konnten viele offene Fragen in direkten Gesprächen geklärt und wichtige Hinweise aus der Bevölkerung aufgenommen werden. Diese sollen in die weiteren Planungen einfließen. Zudem sollen die Erkenntnisse aus der Machbarkeitsstudie der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden.

5. Woher kommt das Wasser zur Befüllung der Becken?

Wie konkret vorgegangen werden soll wird im Zuge der Studie untersucht. Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Becken mit Wasser zu füllen. Dazu zählen zum Beispiel die Nutzung der umliegenden Pumpwerke, die Herstellung von Brunnen oder eine Entnahme und Überleitung aus der Lippe.

6. Wie viel Windräder sollen auf der Halde errichtet werden und welche Höhe werden diese haben?

Im Rahmen der laufenden Machbarkeitsstudie untersuchen wir verschiedene Varianten zur Umsetzung des Kombikraftwerks, die in Bezug auf die Ausstattung mit Windkraftanlagen variieren. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir deshalb noch keine genauen Angaben zur Anzahl, dem gegebenenfalls verwendeten Turbinentyp oder zur Positionierung auf der Halde machen. Auf Basis der bisher aufgesetzten Varianten gehen wir aber davon aus, dass zwei bis drei Windkraftanlagen sinnvoll wären.

7. Kann man auf der Halde Sundern überhaupt sicher Windkraftanlagen errichten und betreiben?

Beweise, dass man auf aufgeschütteten Halden grundsätzlich Windkraftanlagen betreiben kann, stehen zum Beispiel in Gelsenkirchen und Herten. Bereits vor 15 Jahren wurde auf der Halde Hoppenbruch eine Windkraftanlage errichtet, die heute noch betrieben wird. Auf der Halde Scholven wurden Mitte 2010 gleich zwei Anlagen aufgestellt und in Betrieb genommen. Für die Halde Sundern prüfen wir zurzeit unter anderem die geotechnische Eignung mit Blick auf die Errichtung von Windkraftanlagen und sind zuversichtlich, dass auch dieser Standort zum sicheren Betrieb solcher Anlagen geeignet ist.