Funktionsweise
Wer als Kind seine Lupe in die Sonne gehalten hat, kennt den Effekt: Es entstehen so hohe Temperaturen, dass sich Papier entzündet. Parabolrinnen-Kraftwerke wie Andasol 3 nutzen denselben Effekt. Sie bündeln die Sonnenstrahlen mit riesigen gewölbten Spiegeln. Die 12 Meter langen und etwa 6 Meter breiten Parabolspiegel konzentrieren die Sonnenstrahlen auf ein Absorberrohr, den „Receiver“. In diesem vakuumisolierten Rohr fließt ein Thermo-Öl, das dank der gebündelten Sonnenenergie bis zu 400 Grad heiß wird. In einem Wärmetauscher bringt das heiße Thermo-Öl Wasser zum Verdampfen – und der Dampf treibt wie in einem konventionellen Kraftwerk eine Turbine an. Der angeschlossene Generator erzeugt schließlich den Strom.
Was solarthermische Kraftwerke wie Andasol 3 so besonders macht, ist der zugeschaltete Wärmespeicher. Dieser macht den Solarstrom auch bei ungünstigem Wetter und in der Nacht verfügbar. Flüssiges Salz dient als Speichermedium, das Produktionsschwankungen ausgleicht und eine Stromversorgung nach Sonnenuntergang ermöglichen kann. Scheint die Sonne, wird das Salz parallel erhitzt und in den Speichertank gefüllt. Bei Bewölkung und nachts gibt das heiße Salzl seine Energie wieder ans Thermo-Öl ab. Um die Kapazität von über sieben Stunden Volllastbetrieb zu gewährleisten, sind rund 28.500 Tonnen eines speziellen Salzgemisches erforderlich. Dadurch können die Anlagen fast doppelt so viel Strom erzeugen wie ein Solarkraftwerk ohne Speicher.
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