Flächenvorsorge - was heißt das?

RWE Power hat bei der Bezirksregierung Köln die Änderung des Regionalplans für die Vorhabensfläche angestoßen. Die 23 Hektar große Fläche ist derzeit als Ackerland ausgewiesen. Um dort überhaupt ein Kraftwerk errichten zu dürfen, muss der Regionalrat als parlamentarisches Gremium der Bezirksregierung einer entsprechenden Planänderung zustimmen. Die Regionalplanänderung wurde am 05.07.2013 durch den Regionalrat Köln mit breiter Mehrheit beschlossen.

Das reicht aber noch nicht. Anschließend ist die Stadt Bergheim am Zuge. Auch sie ist gefragt, die Nutzungsänderung in ihrem Flächennutzungsplan zu vermerken. Darüber hinaus muss sie einen Bebauungsplan für den betroffenen Bereich aufstellen. Erst dann gibt es die Option, das Kraftwerkserneuerungsprogramm mit dem Vorhaben BoAplus fortzusetzen. Ohne die landes- und kommunalplanerischen Verfahren ist ein Kraftwerksprojekt auf der betroffenen Fläche nicht möglich, auch wenn diese direkt an den etablierten Kraftwerksstandort Niederaußem grenzt. Am 24.11.2014 hat der Rat der Kreisstadt Bergheim die 125. Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 261/Na mit großer Mehrheit beschlossen.

Zur genaueren Eingrenzung der Fläche: Sie liegt am nordöstlichen Ortsrand von Niederaußem zwischen der Landstraße 279 („An den Mönchshöfen“), dem Bahndamm der Nord-Süd-Bahn von RWE Power, der Bundesstraße 477 und dem Kleinen Mönchshof. Landschaftsschutzgebiete bleiben unberührt.