Special Braunkohle
Wichtigster heimischer Energieträger
Deutschland ist in erheblichem Maße auf die Einfuhr von Energie angewiesen. Braunkohle ist der mit Abstand wichtigste heimische Energieträger. Mit einer Fördermenge von rund 178 Mio. t war die Braunkohle im Jahr 2005 zu über 42 Prozent an der Primärenergiegewinnung in Deutschland beteiligt. Rund 93 Prozent der gesamten Gewinnung werden zur inländischen Erzeugung von Strom und Fernwärme eingesetzt. Sämtliche Kraftwerke verfügen über hochwirksame Anlagen zur Entschwefelung, Entstickung und Entstaubung der Rauchgase.
Anlagen auf Braunkohlenbasis bieten ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit. Es gibt keine Transportrisiken, weil Tagebau und Kraftwerk eng verbunden sind.
Kraftwerke auf Braunkohlenbasis erzeugen In Deutschland rund rund 160 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr. Das entspricht einem Anteil von mehr als 25 Prozent. Hohe und steigende Produktivität gewährleistet, dass die Braunkohle langfristig ein der kostengünstigen Energieträger in der Grundlaststromerzeugung bleibt.
Die gesamten Braunkohlenvorkommen in Deutschland belaufen sich auf etwa 77 Mrd. t. Davon sind nach heutigem Stand der Tagebautechnik und der Energiepreise – bezogen auf eine international festgelegte Definition zur Bewertung von Lagerstätten – etwa 41 Mrd. t als gewinnbar klassifiziert. In genehmigten und erschlossenen Tagebauen sind etwa 6,5 Mrd. t verfügbar.
Die Lagerstätten sind im Wesentlichen in drei Regionen konzentriert; dies sind das Rheinland, die Lausitz und das Gebiet zwischen Helmstedt und Leipzig/Halle. Die Braunkohlenreserven stehen noch für Generationen zur Verfügung. Allein im Rheinland sind geologische Vorräte von 55 Milliarden Tonnen vorhanden. 35 Milliarden Tonnen davon sind nach heutigem Stand der Technik wirtschaftlich gewinnbar.
Damit repräsentiert das rheinische Revier das größte geschlossene Braunkohlenvorkommen in Europa. Die RWE-Braunkohlenförderung liegt bei knapp 100 Millionen Tonnen pro Jahr und ist durch die bestehenden Genehmigungen für die Tagebaue, die sich auf einen Lagerstättenvorrat von rund vier Milliarden Tonnen beziehen, bis Mitte dieses Jahrhunderts gesichert. Angesichts dieser Fakten wird deutlich, dass die Braunkohle eine zentrale Rolle im Energiemix von RWE Power spielt.
Weiterführende Information:
Modernisierung des RWE-Kraftwerksparks
Maßnahmen zur weltweiten Klimavorsorge gehören zu den zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Deutschland steht für eine nachhaltige Energieversorgung, die wesentlich auf einen effizienten Ressourceneinsatz, einer Steigerung von Wirkungsgraden der Kraftwerke und nicht zuletzt der Einsparung von Energie basiert. Energiepolitik wird in Deutschland auch künftig auf einen ausgewogenen Energiemix aus Erdgas, Mineralöl, Kernenergie, Steinkohle, erneuerbaren Energien und Braunkohle setzen.
Die energiewirtschaftliche Notwendigkeit der heutigen Braunkohlenutzung ist unstrittig und gemeinsame Auffassung der Bundesregierung und des Landes NRW. Diese stützen sich auf eine Vielzahl von Gutachten und Prognosen, u. a. von Prognos, Esso oder dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Gerade die Erneuerung des bestehenden Braunkohlenkraftwerkparks leistet einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung der Verpflichtung der Bundesregierung, die diese in Bezug auf das Kyoto-Protokoll und das EU-Burden-Sharing übernommen hat. Die Braunkohlenutzung ist daher mit den Klimaschutzzielen der Bundesregierung vereinbar.
Als Vorreiter hat RWE die Modernisierung seines Braunkohle-Kraftwerksparks eingeleitet. Mit der ersten BoA in Bergheim-Niederaußem verfügt RWE bereits heute über das modernste Braunkohlenkraftwerk der Welt. Es verstromt die Braunkohle mit einem Wirkungsgrad von über 43 Prozent. Damit nutzt die BoA-Technik den Brennstoff Braunkohle im Vergleich zu Altanlagen um rund 30 Prozent besser aus. Der höhere Wirkungsgrad bedeutet für den Klimaschutz: Der CO2-Ausstoß geht bei gleicher Stromerzeugung um 30 Prozent zurück. Die BoA in Niederaußem spart so jährlich bis zu 3 Millionen Tonnen CO2 ein.
Für die nächste Generation der BoA-Kraftwerke entwickelt RWE Power derzeit ein Verfahren zur Wirbelschicht-Trocknung mit interner Abwärmenutzung (WTA), um langfristig eine zusätzliche Effizienzsteigerung von 10 Prozent zu erreichen.
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