Fragen & Antworten

Bürgerdialog

Die Bundesregierung hat einen Bürgerdialog zur Energiewende angestoßen. RWE unterstützt die öffentliche Diskussion und hat als Gastgeber für die Bürgerkonferenz in Mülheim fungiert.

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Fragen und Antworten

Wie sieht der Atomausstieg aus?

Die letzten Meiler sollen bis spätestens Ende 2022 abgeschaltet werden. Die sieben ältesten derzeit abgeschalteten Kernkraftwerke und das Kernkraftwerk Krümmel stehen seit März 2011 still und gehen nicht wieder ans Netz.

Einen Überblick über die geplanten Ausstiegszeiträume gibt die folgende Grafik. Um eine vergrößerte Ansicht zu öffnen, klicken Sie bitte auf das Icon unten rechts im Bild.

Überblick über Kernkraftwerke in Deutschland  

Wie sieht der Strommix in Zukunft aus?

Nach dem Willen der Bundesregierung stammt 2050 mindestens 80% der verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen.

Gibt es auch ohne Kernkraftwerke genug Strom? Wie viel Stromerzeugung muss ersetzt werden?

Mit dem Moratorium hat die Bundesregierung rund 8.000 MW Leistung vom Netz genommen.

Wie wird sich die Energiewende auf den Strompreis auswirken?

Für den Ausbau der Erneuerbaren, der Stromnetze und moderner fossiler Kraftwerke ist nach Schätzungen der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) mit einer Erhöhung der Stromkosten für Haushaltskunden um 4 bis 5 Cent pro Kilowattstunde zu rechnen. Das würde die Stromkosten zum Beispiel für private Haushalte um rund 20 Prozent steigern.

Ist der Ausstieg schlecht fürs Klima?

Zumindest kurzfristig wird die nahezu CO2-freie Erzeugung aus den Kernkraftwerken zu einem großen Teil durch Strom aus fossilen, sprich Gas- oder Kohlekraftwerken ersetzt.

Welche Zukunft haben Kohle- und Gaskraftwerke noch?

Wir brauchen sie noch viele Jahre, denn wir leben in einer Phase des Übergangs, in der sich erneuerbare und fossile Energieträger gegenseitig ergänzen. Strom muss auch dann zur Verfügung stehen, wenn die Sonne nicht scheint, wenn der Wind nicht weht. Dieser Strom kommt dann vor allem aus Kohle- und Gaskraftwerken. Wichtig ist, dass diese Anlagen so klimafreundlich, effizient und CO2-arm wie möglich arbeiten und die Erzeugungsschwankungen bei den erneuerbaren Energien durch hohe Flexibilität in ihrer Betriebsweise ausgleichen. Moderne Kraftwerke auf Basis von Braunkohle, Steinkohle und Erdgas können das.

Welche Speichertechnologien muss Deutschland ausbauen und weiterentwickeln?

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) sieht derzeit Pumpspeicherkraftwerke als einzige wirtschaftliche Speichertechnologie. Es ist daher notwendig, diese so schnell wie möglich auszubauen. Problematisch ist, dass es in Deutschland kaum geeignete Standorte gibt. Deshalb müssen neue Technologien wie Wasserstoff als Energieträger, Druckluft- und Batteriespeicher entwickelt werden. Es wird in den Unternehmen bereits fieberhaft an Speicherlösungen gearbeitet, aber wir brauchen auch eine solide Forschungsförderung für dieses Thema und Zeit.

17. November 2010 - RWE treibt die Gründung des Europäischen Speicherverbandes EASE voran

Sollte die Photovoltaik weniger stark gefördert werden?

Mehr als die Hälfte der finanziellen Förderung für erneuerbare Energien kommt der Photovoltaik zugute, obwohl sie nur einen Bruchteil der Stromerzeugung ausmacht. Aktuell trägt die Sonnenkraft nur 1,9 Prozent zur Stromerzeugung bei. Die milliardenschweren Investitionen brächten größere Effekte, wenn sie für effizientere Maßnahmen zur Verbesserung des Klimaschutzes eingesetzt würden, zum Beispiel für die Gebäudesanierung.

Mit erneuerbaren Energien bringt man oft nur Solar- und Windenergie in Verbindung. Welche gehören noch dazu?

Erneuerbar sind Energiequellen, die nachwachsen, bei deren Nutzung die Quelle nicht zerstört werden kann und die darum nachhaltig sind. Wasserkraft, Sonnenenergie, Bioenergie, Geothermie oder auch Wellenenergie sind Beispiele für erneuerbare Energien und Alternativen zu bestehenden Rohstoffressourcen.

Wie können wir die Energiewende in unserem Alltag fördern? / Wie kann jeder einen Beitrag zur Energiewende leisten?

Die umweltschonendste Energie ist die, die man gar nicht erst verbraucht. Darum ist Energieeffizienz ein unverzichtbarer Baustein für das Gelingen der Energiewende. Energieeinsparung und Energieeffizienzsteigerung kann schon im Haushalt statt finden, wenn man zum Beispiel den tropfenden Wasserhahn vermeidet oder das Licht bei Verlassen eines Raumes ausschaltet.

Was kann Deutschland gemeinsam mit anderen Ländern machen?

Der Umbau der Energieversorgung ist eine europäische Aufgabe. Deshalb engagiert sich RWE auch in ganz Europa. Mit Blick auf die Energieerzeugung sollten wir nach den effizientesten und kostengünstigsten Lösungen schauen. Im Süden Europas haben wir die Sonne, in Norwegen und den Alpen ist es die Wasserkraft und in der Nord- und Ostsee die Windenergie. Bei der Energiewende müssen wir anfangen, grenzübergreifend zu denken und zu handeln. Unter dem Dach der RWE Innogy produzieren Tochtergesellschaften Energie und Wärme unter anderem in Großbritannien, Polen, Italien und Spanien.

Gestaltet RWE die Energiewende international mit?

RWE errichtet im größten Investitonsprogramm der Unternehmensgeschichte derzeit hocheffiziente fossile und erneuerbare Erzeugungskapazitäten in ganz Europa, wirkt daran mit, aus den Stromnetzen „smart grids“, also intelligente Netze zu machen, und investiert jährlich mehr als eine Milliarde Euro in Europa für die Projekte von RWE Innogy.

RWEs new build programme (PDF | 95 KB)