BoA 2&3
BoA 2&3
Am bestehenden Standort Neurath in Grevenbroich entstehen zwei neue Braunkohlenblöcke mit optimierter Anlagentechnik (BoA). Nach dem 2003 in Betrieb gegangenen Erstling in Niederaußem werden sie die Blöcke 2 und 3 dieser weltweit modernsten Bauart sein. Die beiden Kraftwerksblöcke werden eine Bruttoleistung von jeweils 1.100 Megawatt und einen Wirkungsgrad von über 43 Prozent haben. Wie alle anderen großen Braunkohlenkraftwerke wird auch das neue Kraftwerk in der Grundlast arbeiten.
Optimierter Kraftwerksprozess
Obwohl die BoA-Blöcke von ihrem prinzipiellen Aufbau her mit vorhandenen Anlagen vergleichbar sind, stellen sie aufgrund zahlreicher bedeutender Verbesserungen in den einzelnen Anlagenteilen und Verfahrensschritten die heute beste zur Verfügung stehende Technik zur Braunkohlenverstromung dar. Daraus resultiert eine bessere Ausnutzung des eingesetzten Brennstoffs und damit eine noch umweltverträglichere Stromerzeugung als in älteren Anlagen. So ist der Wirkungsgrad im Vergleich rund 31 Prozent höher. Das neue BoA-Kraftwerk wird pro Jahr bis zu sechs Millionen Tonnen CO2 weniger ausstoßen als die Altanlagen, die durch die BoA 2 und 3 ersetzt werden. Neben den CO2-Emissionen verringern sich auch die spezifischen SO2-, NOX- und Staubemissionen um etwa 31 Prozent. RWE investiert hierfür mehr als 2,2 Milliarden Euro in das BoA-Projekt.
Infrastruktur
Die beiden neuen Blöcke werden auf dem Gelände östlich des bestehenden Kraftwerks Neurath errichtet und zum Teil an die Ver- und Entsorgungseinrichtungen bestehender Kraftwerke angeschlossen, die dafür teilweise ertüchtigt beziehungsweise erweitert werden.
Für die Kohleversorgung wird ein neues, unterirdisches Kohlelager errichtet. Die Anlieferung der Braunkohle erfolgt über die werkseigene Nord-Süd-Bahn aus den Tagebauen Garzweiler und Hambach. Von dort wird die Kohle mit einem neuen Förderbandsystem zu den Tagesbunkern in den Kesselhäusern gefördert.





