Kraftwerk Westfalen - Blöcke D und E

Neue Steinkohlenblöcke

Am bestehenden Kraftwerksstandort Hamm in Westfalen werden zwei neue Steinkohlenblöcke mit einer Gesamtleistung von rund 1.600 Megawatt errichtet. Als modernste Anlagen ihrer Art ersetzen sie die beiden im Februar 2011 vom Netz gegangenen 160-Megawatt-Blöcke. Sie können nach der Fertigstellung rund 3,2 Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Mit einem Nettowirkungsgrad von 46 Prozent reduzieren sie die CO2-Emissionen gegenüber Altanlagen um 2,5 Millionen Tonnen pro Jahr – ein wirksamer Beitrag zur Klimavorsorge. Außerdem kann das Kraftwerk später mit einer CO2-Rauchgaswäsche nachgerüstet werden, mit der das Kohlendioxid nach der Verbrennung abgetrennt und gespeichert werden kann.

Grenzwerte deutlich unterschritten

Durch hochwirksame Filter- und Reinigungsanlagen werden die gesetzlich zulässigen Grenzwerte für die Luftschadstoffe Schwefeldioxid, Stickoxid und Staub sicher eingehalten oder sogar deutlich unterschritten. Um spätere Fernwärme- oder Prozessdampfnutzungen zu ermöglichen, wird in den neuen Blöcken eine Dampfauskopplung planerisch vorgesehen. RWE setzt sich damit aktiv für die Erschließung wirtschaftlicher und ökologisch sinnvoller Energiepotenziale in der Näher des Kraftwerksstandorts ein. RWE investiert dafür rund zwei Milliarden Euro.

Mit Steinkohle und Petrolkoks betrieben

Die neue Anlage soll wie das alte Kraftwerk mit Steinkohle und Petrolkoks betrieben werden. Petrolkoks ist ein kohlenstoffreicher Rückstand aus der Mineralölindustrie, dessen hoher Heizwert seit Jahrzehnten in Kraftwerken genutzt wird. Die Anlage soll zunächst in der Grundlast betrieben werden, kann aber jederzeit auch im Mittellastbereich oder im Teillastbetrieb, also in Zeiten erhöhten oder reduzierten Strombedarfs, eingesetzt werden.

Hohe Wirkungsgrade

Aufgrund der hohen Dampfparameter und der thermodynamischen Optimierung des Wasser-Dampf-Prozesses kann ein elektrischer Nettowirkungsgrad von etwa 46% erreicht werden. Mit diesen hohen Wirkungsgraden werden die beiden neuen Blöcke gegenüber dem bisherigen Durchschnitt deutscher steinkohlegefeuerter Kraftwerke eine um circa 20% geringere spezifische CO2-Emission aufweisen. Zudem werden durch die optimierten Prozesse der neuen Blöcke die Wasserentnahmemengen aus der Lippe und die Einleitmengen in die Lippe ebenfalls optimiert. Hierzu trägt auch die konsequente Mehrfachnutzung von Wasserströmen bei.

Neue Anlage wird integriert

Die neue Doppelblock-Anlage ist so konzipiert, dass sie vollständig in den bestehenden Kraftwerksstandort integriert werden kann und kein wesentlicher zusätzlicher Flächenverbrauch außerhalb des Kraftwerks erforderlich wird. Neben der Errichtung der beiden Blockanlagen werden am Standort vorhandene Anlagen und Systeme weiterverwendet und den Erfordernissen der neuen Steinkohleblöcke angepasst. So werden z.B. die im Bereich der Alt-Anlagen gelegenen Kohleentlade-, Kohlelager- und -fördereinrichtungen entsprechend ergänzt.

Optimale Verkehrsanbindung

Der Standort ist optimal an das Verkehrsnetz angebunden: Die Brennstoffe kommen primär über den Datteln-Hamm-Kanal ans Kraftwerk. Von dort wird die Kohle per Band zu den Kohlebunkern der Dampferzeuger gefördert. Eine alternative Versorgungsmöglichkeit kann per Bahn sichergestellt werden. Denn neben dem eigenen Hafen am Ende des Datteln-Hamm-Kanals hat das Kraftwerk Anschluss an das Schienennetz der Ruhr-Lippe-Eisenbahngesellschaft, das über den Hammer Bahnhof ans Netz der Deutschen Bahn anschließt.

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