Lebenslauf

Keine Tricks, ich will Tipps.

Der Lebenslauf ist für die Bewerbung das, was der Händedruck für das Vorstellungsgespräch ist: Er entscheidet über den ersten Eindruck, den Sie hinterlassen. Die Kunst besteht darin, im Lebenslauf entlang eines roten Fadens nur das zu präsentieren, was für den jeweiligen Arbeitgeber wichtig und interessant ist.

Praktische Tipps im Muster Lebenslauf

Achten Sie bei der Strukturierung Ihres Lebenslaufs auf Einheitlichkeit.

Jede Station und jede Formulierung sollte auf das anvisierte Ziel hinführen: Beginnen Sie chronologisch und behalten für jede Station dieselbe Form bei, z. B. Zeitraum, Unternehmen, Arbeitsbereich. Ihr Lebenslauf, auch Curriculum Vitae oder kurz CV genannt, lässt sich in 5 unterschiedliche Blöcke einteilen:

  • Persönliche Angaben
  • Studium und Ausbildung
  • Berufspraxis und Praktika
  • Engagement und Aktivitäten
  • Besondere Kenntnisse (Sprachkenntnisse, Fähigkeiten und Interessen)

Je nach Hintergrund können einzelne Elemente wegfallen.

Persönliche Angaben.

Der erste Block setzt sich aus Ihren persönlichen Daten zusammen. Dazu gehören Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Geburtsort, Anschrift, Handynummer sowie die E-Mail-Adresse. Nicht in den Lebenslauf gehören Angaben zu Eltern oder Geschwistern. Ihre Staatsangehörigkeit sollten Sie nur dann erwähnen, wenn Sie nicht die deutsche oder eine doppelte Staatsangehörigkeit besitzen.

Studium und Ausbildung.

Zu Ihrem Studium geben Sie den Namen der Hochschule, den Studiengang, die Abschlussnote und den Abschluss an. Falls Sie einen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle herstellen können, ergänzen Sie Ihre Studienschwerpunkte und den Titel der Abschlussarbeit. Außerdem können Sie hier einen Auslandsaufenthalt einfügen. Falls Sie vor dem Studium eine Ausbildung absolviert haben, fügen Sie den Namen des Betriebs, den Ausbildungsgang und die Abschlussnote ein.

Berufspraxis und Praktika.

Listen Sie nur die praktischen Erfahrungen und Tätigkeiten auf, die zu der Stelle passen. Bewerben Sie sich beispielsweise auf eine Finance-Stelle, geben Sie den Online-Marketing-Workshop nicht an. Wenn Sie Ihre einzelnen Stationen auflisten, geben Sie die Firma, den Standort, die Abteilung sowie die Tätigkeitsbezeichnung an. Stichwortartig notieren Sie darunter, wofür Sie verantwortlich waren.

Tipp für Berufserfahrene

Passen Sie Ihren Lebenslauf für jede Bewerbung an. Längere Berufserfahrung sollte nicht zu einem längeren Lebenslauf führen. Ihr Schülerpraktikum brauchen Sie nicht mehr erwähnen. Heben Sie die Tätigkeiten hervor, die zum Anforderungsprofil der ausgeschriebenen Stelle passen. Arbeiten Sie Schnittstellen zwischen Ihrer jetzigen und Ihrer zukünftigen Tätigkeit heraus.

Engagement und Aktivitäten.

Zeigen Sie, welche Rollen Sie eingenommen haben (Vorsitzender eines Vereins) und wie Sie diese inhaltlich ausgefüllt haben (Engagement für Bildung und Umwelt). Weitere relevante Aktivitäten sind z. B. Teilnahme an Wettbewerben, Mitgliedschaften in Vereinen, Ehrenämter, Stipendien oder Auszeichnungen in allen Bereichen.

Fähigkeiten und Interessen.

Machen Sie deutlich, welche Fähigkeiten Sie über Ihre praktischen Erfahrungen hinaus mitbringen. Dazu gehören Sprachkenntnisse, EDV-Fähigkeiten und Interessen. Nutzen Sie für die Selbsteinschätzung Ihrer Sprachkenntnisse folgende Skala: Muttersprache, verhandlungssicher, fließend, gute Kenntnisse, Grundkenntnisse. Beschreiben Sie Ihre Interessen lebendig, aber bleiben Sie bei der Wahrheit. „Zeitgenössische französische Romane“ klingt glaubwürdiger als „Lesen“, „Klettertouren in Mittelamerika“ sagt viel mehr über Sie aus als „Reisen“ und gibt dem Personaler Gelegenheit, nachzuhaken.

Schließen Sie Lücken im Lebenslauf sinnvoll.

Eine längere Reise nach dem Studium können Sie damit begründen, dass Sie in dieser Zeit Ihre Sprachkenntnisse und interkulturellen Kompetenzen verbessert haben. Eine kurze Phase der Arbeitslosigkeit können Sie als „berufliche Neuorientierung mit dem Ziel der Position X im Bereich Y“ bezeichnen. Formulieren Sie immer selbstbewusst, aber bleiben Sie bei der Wahrheit.

Ihre Unterschrift gibt dem Lebenslauf eine persönliche Note.

Am Schluss Ihres Lebenslaufs geben Sie Ort und Datum an. Danach unterschreiben Sie idealerweise in blauer Tinte mit Vor- und Zunamen, wenn Sie Ihre Bewerbung per Post verschicken. Verweisen Sie auf Ihre Anlagen, die Ihre Angaben aus dem Lebenslauf belegen.