Kathrin, Auszubildende zur Vermessungstechnikerin Fachrichtung Bergvermessung

Ausbildungsberuf: Vermessungstechnikerin Fachrichtung Bergvermessung
Lehrjahr: 1. Lehrjahr

 

 


Der Ausbildungsbeginn:

Warum haben Sie sich für Ihren Ausbildungsberuf entschieden und weshalb für die RWE?

Ich habe in der Jahrgangsstufe 11 ein Schülerpraktikum im Tagebau Inden in der Markscheiderei absolviert und mich auf Grund der positiven Erfahrungen, die ich während den zwei Wochen gemacht habe, für den Beruf entschieden.

Warum haben Sie sich für die RWE entschieden?

Ich habe mich für RWE Power entschieden, da mir Bekannte und ein Familienangehöriger viel Positives bezüglich der Ausbildungsstrukturen und über das Unternehmen berichtet haben. Deshalb, und auch wegen der freundlichen Aufnahme während des Praktikums, habe mich dazu entschlossen, mich bei RWE zu bewerben.

Wie haben Sie sich an Ihrem ersten Ausbildungstag gefühlt?

An meinem ersten Ausbildungstag bin ich, wie viele andere auch, sehr aufgeregt und freudig gespannt gewesen auf die Zeit, die mich erwartet. Ich war auch neugierig darauf, ein komplett neues Umfeld kennenzulernen.
Ich habe ein gutes Gefühl gehabt, und da die Mitauszubildenden genauso nervös gewesen sind wie ich, habe ich mich nicht alleine gefühlt. Alle sind freundlich und höflich miteinander umgegangen, auch wenn zu Anfang jeder etwas zurückhaltend gewesen ist.
Die beschriebene Nervosität hat sich Dank des Kennenlern-Tages rasch gelegt.

Die Ausbildungsinhalte und der Ausbildungsablauf:

Wie sieht Ihr typischer Ausbildungstag bei RWE aus?

Zunächst einmal lässt sich meine Ausbildungswoche in zwei Bereiche unterteilen. Der eine Bereich umfasst die schulische Ausbildung in der Berufsschule. Sie beansprucht zurzeit zwei Tage in der Woche.
Der andere Bereich bietet mir die Möglichkeit im Betrieb zu lernen.
Mein Tag beginnt dann mit der Bearbeitung von Hausaufgaben oder ähnlichen in der Schule gestellten Aufgaben, welche ich verinnerlichen möchte. Dies beschäftigt mich in der Regel ca. eine Stunde. Anschließend, sobald ich erfahren habe, mit wem ich in die Grube, also in den Außendienst fahre, ziehe ich mich um (PSA=Persönliche Schutzausrüstung).
Nun wird besprochen, was im Einsatzplan steht und welche Instrumente gebraucht werden, um die Aufgaben zu erfüllen.
Nachdem die benötigten Geräte, also beispielsweise Messinstrumente wie Tachymeter, Nivelliergeräte etc. und dazugehörige Hilfsmittel, z.B. Pflöcke, Messband, Sprühfarbe zum Markieren von abgesteckten Gegebenheiten in der Örtlichkeit etc., von uns eingeladen worden sind, fahren wir mit einem Geländewagen zum Einsatzort. Das können sowohl der Tagebau als auch Örtlichkeiten in der Nähe sein, bspw. bei Nivellements.
Nach Abschluss von Aufmaßen, Absteckungen oder Einmessungen, Nivellements oder anderen Tätigkeiten, findet im Innendienst die Auswertung statt. Dies geschieht an Computern mit diversen Programmen.
Natürlich wird einem zu Anfang Hilfestellung geleistet. Bei Fragen kann ich mich immer an Kollegen wenden, die mir mit viel Mühe, Geduld und Freundlichkeit helfen.
Wenn die Auswertung abgeschlossen ist, ziehe ich mir wieder meine persönliche Kleidung an und je nachdem, wie viel Zeit noch bleibt, erarbeite ich weitere in der Schule angesprochene Themenbereiche, übe mich im Lösen von mathematischen Aufgaben, helfe bei organisatorischen Arbeiten bezüglich der Markscheiderei usw.
Die Arbeitstage sind aufgrund der vielfältigen Aufgaben sehr abwechslungsreich!

Wie muss man sich Ihre Zeit in der Berufsschule vorstellen?

Wir lernen hier berufsbezogene Fakten.

Wie sind Ihre Arbeitszeiten (Schichtarbeit? Bereitschaftsdienst?)?

Ich habe Gleitzeit, das bedeutet, dass ich zwischen 6:30 Uhr und 8:00 Uhr anfangen kann zu arbeiten und vom Ankunftszeitpunkt an 8,5 Stunden im Betrieb tätig sein muss. Ich habe ein Arbeitszeitkonto, auf das ich bis zu 7,3 Überstunden aufbauen darf, um beispielsweise wegen eines privaten Termins an einem Tag eher nach Hause zu gehen.

Ihre Kollegen/Ihr Team:

Mit wem verbringen Sie die meiste Zeit?

Ich verbringe die meiste Zeit mit den ausgelernten Vermessern und den Messgehilfen.

Wie setzt sich Ihr bzw. ein Team zusammen?

Die Teams setzen sich grundsätzlich aus Vermessern und Messgehilfen zusammen. Wir Auszubildende lernen dann die einzelnen Aufgabenbereiche, die die Messtrupps bearbeiten, kennen und fügen uns in die Teams ein.

Ihr Arbeitsumfeld:

Wie sieht Ihre Arbeitsumgebung (z. B. Büro, Kraftwerk etc.) aus?

Ich arbeite sowohl im Innen- als auch im Außendienst. Das bedeutet, dass ich einerseits im Büro, andererseits aber auch in der Grube bzw. im Tagebaurandgebiet bin.

Was ist Ihr am häufigsten genutztes Arbeitsmittel/Werkzeug? Bitte skizzieren Sie dieses doch auf einem Blatt Papier.

Zurzeit wechseln die Instrumente, die wir benutzen. Es stehen drei davon im Vordergrund.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitskleidung aus?

Während meiner Arbeit im Außendienst trage ich meine persönliche Schutzausrüstung (PSA):
Sie besteht aus einer Arbeitshose (Blaumann), Sicherheitsschuhen, einem Sicherheitshelm, Handschuhen, einer Schutzbrille, einer Warnweste, einer Jacke mit Warnzeichnung sowie einem Parka mit Warnzeichnung.

Besonderheiten Ihrer Ausbildung:

Was war Ihr schönstes oder lustigstes Erlebnis im Rahmen Ihrer Ausbildung?

Das lustigste Erlebnis in meiner bisherigen Zeit in der Ausbildung war zugleich ein eher peinliches.
Ich war mit einem Messtrupp auf der alten Kraftwerksreststoffdeponie, um einen Grabenverlauf zu prüfen. Tags zuvor hatte es jedoch geregnet.
Ich ging vor und bemerkte, dass der sandige Boden unregelmäßig gefärbt war, dachte mir dennoch nichts dabei.
Als ich weiterging, sank ich urplötzlich ein. Bis zu den Knien! Nach dem ersten Schreck musste ich herzhaft lachen, da die beiden, mit denen ich unterwegs war, bereits hinter mir auf trockenem Boden standen und meinten, ob sie einen Bagger rufen müssten, um mich herauszuziehen.
Nach kurzer Zeit aber zogen sie mich selber heraus und berichteten mir, dass das jedem passieren würde und ihnen selber auch schon passiert sei.
Wir lachten noch eine ganze Weile darüber. Ich schmunzele heute noch, wenn ich an diese Situation denke.

 

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