RWE Power begrüßt Beschluss des Regionalrats Köln, Verfahren zur Änderung des Regionalplans einzuleiten

 

  • Wichtiger Schritt für Kraftwerksvorhaben BoAplus am Standort Niederaußem
  • Ziele: höhere Effizienz, größere Flexibilität, Verbesserung des Standortumfelds durch Stilllegung von Altanlagen und neue Kühlturmtechnik

Essen/Köln, 29. Juni 2012

RWE Power begrüßt den heutigen Beschluss des Regionalrats Köln, ein Verfahren zur Änderung des Regionalplans einzuleiten. Im Herbst 2011 hatte das Unternehmen dieses Verfahren angeregt und im Nachgang die notwendigen Unterlagen zur Prüfung der Umweltverträglichkeit durch die Bezirksregierung eingereicht. Sie waren zuvor auf Grundlage eines so genannten Scopingsverfahrens behördlich festgelegt worden. Im Verfahren zur Änderung des Regionalplans wird über die Anregung von RWE Power entschieden, eine bisher für landwirtschaftliche Nutzungen ausgewiesene Fläche von rund 23 Hektar für ein Kraftwerksvorhaben am Standort Niederaußem nutzen zu können. Ziel ist, das Vorhaben zu realisieren und damit die Kraftwerkserneuerung im rheinischen Revier fortzusetzen. Damit geht die mehr als kapazitätsgleiche Stilllegung der vier 300 MW-Blöcke am Standort Niederaußem einher.

Mit den vorgelegten Unterlagen ist gezeigt worden, dass die neue Planung von RWE Power die Anforderungen des Regionalrats und der Region berücksichtigt. Somit kann das Verfahren begonnen werden. Das Unternehmen hofft, dass die Regionalplanänderung wie auch die weiteren Genehmigungsprozesse – dazu gehören zunächst die kommunale Bauleitplanung und im Anschluss daran das Verfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz für Errichtung und Betrieb – innerhalb der nächsten zwei Jahre abgeschlossen werden können. Eine finale Bauentscheidung wird das Unternehmen erst treffen, wenn rechtssichere Genehmigungen vorliegen. Voraussetzung hierfür ist die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks. Für den Bau einer solchen Anlage ist nach Vorliegen aller bestandskräftigen Genehmigungen mit einer Bauzeit von etwa drei bis vier Jahren zu rechnen.

RWE Power will den Bürgern in der Region das Vorhaben und die Genehmigungsverfahren weiterhin mit einem Höchstmaß an Transparenz und Information näherbringen. Hierzu gab es bereits eine Reihe von Veranstaltungen wie Tage der offenen Tür und Bürgerabende; im Internet stehen alle Informationen zum Projekt und zu den Verfahren zur Verfügung. Eine kostenfreie Hotline ist geschaltet, und im Informationszentrum des Kraftwerks Niederaußem ein Modell des geplanten Vorhabens aufgebaut. Dort gibt es auch umfangreiche Darstellungen und Erläuterungen zum Vorhaben.

Fakten zum Projekt BoAplus

Der geplante neue Kraftwerksblock BoAplus mit einer installierten elektrischen Leistung von rund 1.100 Megawatt wird über einen im Braunkohlenbereich bislang unerreichten Wirkungsgrad von gut 45 Prozent verfügen.

Er ist eine Weiterentwicklung des Braunkohlenkraftwerks mit optimierter Anlagentechnik (BoA). Die neue Anlage soll flexibler, effizienter und umweltfreundlicher werden, um so einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Mit Inbetriebnahme der neuen Anlage wird RWE Power vier ältere 300 MW-Blöcke, insgesamt also 1.200 MW, in Niederaußem endgültig stilllegen. Dadurch sinkt der Kohleneinsatz bei gleicher Stromproduktion um 30 Prozent, also rund drei Millionen Tonnen pro Jahr. Im gleichen Umfang sinken die CO2-Emissionen. Gleichzeitig werden die kraftwerksbedingten Immissionen im Umfeld deutlich reduziert.

Ein Hybridkühlturm vermeidet tagsüber weitestgehend die Bildung sichtbarer Schwaden und vermindert somit die Belastung der Anwohner. Nach Aufnahme der Stromproduktion der neuen Anlage werden am Standort ein 200 Meter hoher Schornstein, fünf Kühltürme und der alte Kohlebunker zurückgebaut.

Für Rückfragen:

Lothar Lambertz
Presse
RWE Power AG
T+49 201 1223984
E-Mail an Lothar Lambertz