High-Tech-Bohrungen optimieren Mittelplate-Ölförderung
Mit fortschrittlicher Bohrtechnik ist seit Mitte 2000 eine zusätzliche Ölgewinnung aus östlichen Teilen der Lagerstätte Mittelplate auch von Land aus möglich. Die Fördermenge aus sieben technisch aufwändigen High-Tech-Produktionsbohrungen beträgt jährlich etwa 660.000 Tonnen Öl. Die Gesamtfördermenge bis Juni 2010 beläuft sich auf rund 10,5 Millionen Tonnen Öl.
Über Prozessleitsysteme steuern erfahrene Fachkräfte die Förderung von der Landstation Dieksand aus.
Bohrplatz Dieksand bei Friedrichskoog Ender der 90er Jahre
Den Durchbruch zur ergänzenden Onshore-Entwicklung der Erdöllagerstätte Mittelplate ermöglichten rasante Fortschritte in der Extended-Reach-Bohrtechnik. Hinter dem international üblichen Fachbegriff verbergen sich extrem abgelenkte Bohrungen mit großen horizontalen Entfernungen.
Die Bohrarbeiten stellten Geologen und Bohrtechniker vor große technische Herausforderungen. Weit abgelenkt mussten die Bohrungen über Strecken von 8.000 bis über 9.000 Metern abgeteuft werden - davon auf einer Länge von vier Kilometern durch den Büsumer Salzstock. Die sieben Produktionsbohrungen haben neue Maßstäbe gesetzt und zählen zu den weltweit am weitesten abgelenkten Bohrungen.
Mit Längen von zum Teil über 9.000 Metern sind nach dem derzeitigen Stand der Technik die Grenzen der physikalischen Machbarkeit erreicht. Aus geologischen und technischen Gründen müssen die westlichen Teile des Ölfeldes auch weiterhin von der Insel Mittelplate aus entwickelt werden.
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Bohrplatz Dieksand bei Friedrichskoog |
Meßwarte der RWE Dea Landstation Dieksand |



