Einsatz modernster Bohrtechnik zur Erschließung des Ölvorkommens
Mit zahlreichen Innovationen haben RWE Dea AG als Betriebsführer und Partner Wintershall Holding GmbH ihr technisch anspruchsvolles Konzept zur sicheren und umweltverträglichen Rohstoffentwicklung im sensiblen Mittelplate-Fördergebiet ständig weiterentwickelt und neue Lösungen für optimierte Bohrungen und eine Förderung auf hohem Niveau verwirklicht.
Bohrschema: Die Lagerstätte wird see- und landseitig entölt
Von der sieben Kilometer vor Friedrichskoog im Wattenmeer errichteten künstlichen Bohr- und Förderinsel Mittelplate erschließen seit Förderbeginn 1987 25 Bohrungen die westlichen, größeren Teile des Ölfeldes. Sie führen bis in 3.000 Meter Tiefe und sind in verschiedene Richtungen - zum Teil horizontal durch die Lagerstätte verlaufend - abgelenkt. Ein lückenloses Entsorgungssystem verhindert, dass bei den Bohrarbeiten die Nordsee und das Wattenmeer belastet werden.
Ergänzend zum erfolgreichen Offshore-Betrieb fördern die Unternehmen seit Mitte 2000 das Öl aus den östlichen Teilen der Lagerstätte auch von Land aus über weit abgelenkte Produktionsbohrungen. Die Bohrlängen dieser High-Tech-Bohrungen betragen zwischen 9.275 und 7.727 Meter. Damit nehmen sie weltweit Spitzenpositionen ein. Die Darstellung zeigt den Verlauf der bisher von der Insel niedergebrachten Bohrungen sowie die Bohrstrecken der von Land aus abgelenkten so genannten Extended-Reach-Bohrungen. Die integrierte Offshore- und Onshore-Entwicklung bewährt sich und ermöglicht eine schnellere Ausförderung des Ölvorkommens.
