Sichere Pipeline-Verlegung, verbesserte Umweltbilanz

Die Durchführung des von Geologen, Ingenieuren und Umweltschutz-Fachkräften entwickelten technisch aufwändigen Pipeline-Verlegungskonzeptes verlief planmäßig und erfüllte die hohen Umweltanforderungen, die das Vorhaben im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer an die Projektteams stellte.

Baugruben zur Verlegung der Pipeline (2005) 

Seeseitig erfolgte die Verlegung von zwei ca. 7,5 Kilometer langen Rohrleitungen aus Edelstahl von der Deichlinie Friedrichskoog-Spitze durch das dem Festland vorgelagerte Watt bis zur Insel Mittelplate. Hinter dem Deich wurden die Leitungen bis zur ca. 2,8 Kilometer entfernten Landstation Dieksand verlegt. Eine Leitung mit einem Durchmesser von 250 mm ist für den Rohöltransport eingerichtet, die zweite mit einem Durchmesser von 150 mm dient als Rücktransportleitung für das in den Separatoren der Landstation anfallende Lagerstättenwasser. Es wird zum Erhalt des Lagerstättendrucks von der Insel aus zurück in den Untergrund eingepresst.

Die vorgefertigten Seepipelines wurden über die gesamte Offshore-Distanz in sechs Abschnitten in vorbereitete, jeweils parallel verlaufende Horizontalbohrungen eingezogen. Die Verlegetiefe der Rohrleitungen beträgt bis zu 20 Meter. Damit konnten auch die Priele sowie der Deich sicher unterquert werden. In sechs Baugruben erfolgten die Verbindungsschweißungen der Rohrstränge in einer Tiefe von jeweils fünf  Metern.

Konzept der Pipeline-Verlegung durch Horizontalbohrungen (2005) 

Die technische Konzeption der Verlegung mittels horizontaler Richtbohrtechniken minimierte im seeseitigen Bereich den Eingriff in den Wattboden. Alle Arbeiten im Wattgebiet einschließlich der Rückbaumaßnahmen entlang der Verlegetrasse sowie die landseitige Verlegung und der Anschluss der Rohrleitungen an die Landstation Dieksand konnten erfolgreich und zeitgerecht abgeschlossen werden. Ende Oktober 2005 wurde die Pipeline in Betrieb genommen.