Offshore-Förderbetrieb

Seit 1987: Störungsfreier Betrieb

Die Bohr- und Förderinsel im Wattenmeer ist auf der Welt einmalig. Sie wurde nach den besonderen Sicherheitsanforderungen für das ökologisch sensible Gebiet konstruiert. Für den täglichen Betrieb gelten nicht minder strenge Maßstäbe.

Leitstand der Bohranlage T-150 

Die wie eine kompakte flüssigkeitsdichte Stahl- und Betonwanne errichtete Bohr- und Förderinsel weist alle von außen einwirkenden Kräfte ab, beschränkt im Inneren alle prozessbedingten Auswirkungen auf ein Mindestmaß und hält potentielle Störfälle unter mehrfacher Kontrolle und auf die Insel begrenzt. Ein lückenloses Entsorgungssystem gewährleistet, dass bei allen Arbeiten die Nordsee und das Wattenmeer nicht belastet werden.

Der Transport des Öls erfolgte bis Oktober 2005 mit speziell konstruierten Öltransport-Leichtern zum Hafen Brunsbüttel mit seinen Raffinerieanschlüssen. Die anfänglich jährlichen Förderraten von rund 200.000 Tonnen Erdöl konnten durch eine ständige Anpassung der Fördereinrichtungen auf der Insel und durch Erweiterung der Transportkapazitäten im Laufe der Jahre auf rund 900.000 Tonnen erhöht werden. Wegen der tiden- und wetterbedingt eingeschränkten Transportmöglichkeiten per Schiff war damit das Förderlimit auf der Insel erreicht.

Seit Herbst 2005 wird das auf der Bohr- und Förderinsel Mittelplate geförderte Öl durch eine Transport-Pipeline wetter- und tidenunabhängig zur Landstation Dieksand transportiert.

Mehr zur Transport-Pipeline

 

High-Tech steigert die Förderung von Mittelplate-Öl

Die seit 2008 rückläufige Ölförderung aus der größten Öllagerstätte Mittelplate vor der Westküste Schleswig-Holsteins konnte durch den Einsatz modernster Fördertechnologie gestoppt werden. 2010 konnten insgesamt 1,33 Millionen Tonnen Erdöl aus den ölführenden Sandsteinschichten in 2000 bis 3000 Meter Tiefe gewonnen werden. Für das gesamte Jahr 2011 wird mit etwa 1,4 Millionen Tonnen gerechnet.

Verantwortlich für die Steigerung ist vor allem die Multilateralbohrung Mittelplate A23. Durch den Einsatz der neuen Bohrtechnik kann nun mit nur einer Bohrung aus mehreren Horizonten Öl gefördert werden. Das ist ein Meilenstein in der systematischen Erschließung der Lagerstätte Mittelplate. Eine weitere deutliche Fördersteigerung wird durch die nächste Duolateralbohrung Mittelplate A7b erwartet, die voraussichtlich im ersten Quartal 2012 in Produktion geht.

Mehr zur Multilateralbohrung A23

 

Bildmotive zum Thema

Zoom Fahrstand der Bohranlage T-150 

Zoom Fördermeister auf Kontrollgang