Verdoppelte Ölproduktion durch Onshore-Förderbetrieb
Zur Erschließung der Erdöllagerstätte Mittelplate auch von Land aus haben RWE Dea als Betriebsführer und Wintershall als Partner ein in Deutschland bisher einmaliges Bohrkonzept realisiert. Um das Zielgebiet in rund 2.000 Meter Tiefe zu erreichen, mussten Bohrungen von Friedrichskoog aus weit abgelenkt über Bohrstrecken von 8.000 bis über 9.000 Metern in westlicher Richtung niedergebracht werden. Die erfolgreiche Abwicklung von sieben Produktionsbohrungen, die neue Maßstäbe gesetzt haben und zu den weltweit am weitesten abgelenkten Bohrungen gehören, ermöglicht seit Juni 2000 auch eine Onshore-Produktion. Sie beträgt inzwischen rund 660.000 Tonnen jährlich.
Prozessanlagen des RWE Dea Förderbetriebes Holstein
Der Förderbetrieb Holstein wird von der Landstation Dieksand aus gesteuert. Hier stehen auch die Anlagen zur Ölaufbereitung.
Die Einrichtungen sind erforderlich, um das geförderte Mittelplate-Öl in Erdölgas, Kondensat und Reinöl zu trennen und das mitgeförderte Wasser abzuscheiden. Wegen der inzwischen zusätzlichen Aufbereitung des Offshore geförderten und über die Pipeline von der Insel zur Landstation transportierten Öls waren erhebliche Modifikationen und Erweiterungsmaßnahmen an den Anlagen und prozesstechnischen Einrichtungen an Land erforderlich. Die Durchsatzkapazität der Aufbereitungssysteme wurde von 1,2 auf 2,5 Millionen Jahrestonnen mehr als verdoppelt.
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Kontrolle der Erdölaufbereitungsanlagen |
Wartung in der Maschinenhalle der Landstation Dieksand |



