Neubau des Autobahnkreuzes Jackerath

Herstellung der Versickerungsanlage Herstellung der Versickerungsanlage  Seit einigen Wochen finden westlich der vorhandenen Autobahn A61 auf Höhe des Guts Kaiskorb die ersten größeren Erdbewegungen für den Neubau des Autobahnkreuzes (AK) Jackerath statt. Diese Arbeiten stehen im Zusammenhang mit der Wiederherstellung der A44 zwischen den Autobahnkreuzen Jackerath und Holz. Die vorbereitenden Arbeiten wie Archäologie, Kampfmittelräumung sowie die Ertüchtigung des Wirtschaftswegesnetzes sind bereits vorlaufend abgeschlossen worden. Bei den jetzt laufenden Arbeiten werden Bodenmassen, die beim Aushub des ersten Versickerungsbeckens anfallen, vor Ort aufgearbeitet und anschließend wieder in die Anschüttung eines Lärmschutzwalls sowie in die Vorprofilierung von Rampen des neuen Autobahnkreuzes eingebaut. Die Straßenbauarbeiten schließen sich im kommenden Jahr an.

Zum Jahreswechsel 2012/13 werden auch östlich der vorhandenen A 61 die Arbeiten für den Neubau des AK Jackerath beginnen. Die Ausschreibung hierfür ist bereits veröffentlicht. Auch dort werden in erheblichem Umfang Bodenmassen für die Vorprofilierung der geplanten Rampen des Autobahnkreuzes, für die Herstellung der neuen Trasse der A 44n und für den Neubau eines zweiten Versickerungsbeckens bewegt. Die Erdarbeiten erfolgen unter Einbeziehung des angrenzenden Tagebaus Garzweiler. Auf kurzem Weg werden die benötigten Kiesmassen mit Dumpern und geländegängigen LKWs über Baustraßen aus dem Tagebau in das Baufeld gefahren. Diese Vorgehensweise entspricht dem grundsätzlichen Ziel, das öffentliche Straßennetz und insbesondere die Ortslage Jackerath weitestgehend von Baustellenverkehren frei zu halten.

Mit dem Neubau der ersten drei Brückenbauwerke wird im ersten Halbjahr 2013 begonnen. Ein kleineres Bauwerk (Spannweite ca. 26 m) wird im Zuge der geplanten Rampe Koblenz – Venlo/Düsseldorf gebaut; der Bau eines weiteren Bauwerks (Spannweite ca. 57 m) erfolgt im Zuge der geplanten Rampe Venlo/Düsseldorf – Koblenz über die bestehende A 61. Ein drittes Bauwerk entsteht in der heutigen Trasse der L 277 zwischen Kirchherten und Jackerath südlich des bestehenden Bauwerks der L 277 über die A 44. Zur Aufrechterhaltung der Verkehrsbeziehung zwischen den Ortslagen Kirchherten und Jackerath wird während der Bauzeit eine provisorische Umfahrung der Baustelle in unmittelbarer Parallellage zur vorhandenen L 277 eingerichtet.

Der Neubau des AK Jackerath und die Wiederherstellung der A 44n zwischen Jackerath und Holz sowie der 6-streifige Ausbau der A 46 zwischen Wanlo und Holz im Norden des Tagebaus Garzweiler sind rechtzeitig vor der bergbaulichen Inanspruchnahme der A 61 fertig zu stellen. Nach Unterbrechung der A 61 werden die Verkehre über die A 44n/A 46 als Umleitungsstrecke geführt. Parallel zu den jetzt begonnenen Arbeiten für das neue AK Jackerath werden die Ausführungsplanung und Festlegung des detaillierten Bauablaufs für die übrigen Bauabschnitte vorangetrieben. Diese Arbeiten werden im Wesentlichen ab 2014 durchgeführt. Eine Ausnahme ist die geplante Aufstockung der Lärmschutzwand vor der Ortslage Hochneukirch an der A 46. Hier soll bereits in 2013 der aktive Lärmschutz für die Anwohner verbessert werden. Das über 110 m lange Bauwerk über die Transportbandanlagen des Tagebaus Garzweiler im Zuge der A 44n wird ebenfalls ab dem kommenden Jahr gebaut.

Weitere Informationen finden Sie auf der Straßen-NRW-Webseite: http://www.strassen.nrw.de/projekte/a44/garzweiler.html