Vergasungsprojekte in den Niederlanden

 

Bei der Vergasung handelt es sich um eine Vorbehandlung fester und flüssiger Brennstoffe vor deren Verbrennung. Das Verfahren funktioniert wie folgt: Dem Brennstoff wird eine begrenzte Menge an Sauerstoff zugeführt, zu wenig für eine vollständige Verbrennung, wodurch ein aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff bestehendes synthetisches Gasgemisch entsteht. Dies lässt sich für verschiedene Anwendungen nutzen. So ermöglicht seine Verbrennung beispielsweise die Extrahierung von Chemikalien und die Erzeugung elektrischer Energie sowie von Wärme bei hohen Wirkungsgraden. Das synthetische Gas lässt sich auch als Ausgangsstoff für die Produktion synthetischer Motorenbrennstoffe und von Wasserstoff nutzen.

Was unternimmt RWE, um diese Verfahren voranzutreiben?

RWE Generation entwickelt dieses Verfahren durch eine Reihe von Initiativen weiter. Es ist das Ziel, in einigen Jahren eine Vergasungsanlage zu errichten, um dann hochleistungsfähige, gasbefeuerte Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) zu betreiben. Ein Teil des produzierten synthetischen Gases wird auch für die Produktion chemischer Produkte in der Industrieanlage verwendet, die auch die Wärme aus der KWK-Anlage abnimmt.

Die im Zuge der Vergasung bei der Stromerzeugung erzielte Energieausbeute ist höher als bei einer direkten Brennstoffverbrennung. Wir gehen davon aus, dass die Vergasung von Biomasse, Abfall und Reststoffströmen gegenüber einer direkten Verbrennung zu einem höheren Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung führt. Darüber hinaus lassen sich die CO2-Emissionen bei diesem Prozess leichter abscheiden.