Torrefizierung und Pyrolyse

Der Einsatz von Biomasse, die beispielsweise durch "Pyrolyse" und "Torrefizierung" vorbehandelt wurde, ist umweltfreundlich und leichter zu handhaben. Diese beiden neuen Verfahren verarbeiten Biomasse durch Erhitzung mit wenig oder keinem Sauerstoff.

Torrefizierung

Diese Technologie bietet gegenüber den zurzeit weit verbreiteten Holzpellets eine Reihe von Vorteilen. Sie funktioniert folgendermaßen: Die Holzpellets werden geröstet. Dies verändert die Struktur der Biomasse-Fasern und ergibt verkohlte Biomasse. Dieses Verfahren reduziert das Gewicht der Biomasse durch Entzug von Feuchtigkeit. Auch das Volumen reduziert sich, indem die geröstete Biomasse zu Pellets komprimiert wird. Dadurch entsteht ein kompakter Bio-Brennstoff mit hohem Energiegehalt, der auch "Bio-Kohle" genannt wird.

Pyrolyse

Durch Pyrolyse entsteht ein ölähnliches Produkt, welches bei Verwendung spezieller Brenner als Flüssigbrennstoff dienen kann. Dies ermöglicht die Nutzung alternativer Biomasse-Ströme zur Energieerzeugung.

Für die Pyrolyse können alle möglichen Biomasse-Ausgangsstoffe wie Stroh, Zuckerrohrabfälle, Grasschnitt und sonstige landwirtschaftliche Abfälle eingesetzt werden. Bis vor kurzem war dies weniger geeignet, da diese Stoffe in der Kraftwerksasche eine hohe Konzentration unerwünschter Bestandteile bilden.

Durch die Pyrolyse werden diese Bestandteile in der Asche verhindert, indem sie vorher während des Verfahrens abgeschieden werden.