Kraftwerk Gersteinwerk, Block K, Blöcke F-I

Block K

Eine der modernsten Anlagen der Welt

Nach rund fünfjähriger Bauzeit wurde im Oktober 1984 der Kombiblock am Standort Gersteinwerk ans Netz geschaltet. Das ursprünglich für deutsche Steinkohle ausgelegte Dampfkraftwerk gehört durch seine Kombination mit einer Gasturbine zu den effizientesten konventionellen Kraftwerken.

Gas- und Dampfturbinen Kraftwerk

Die dem Dampfkraftwerk vorgeschaltete Gasturbine, für deren Betrieb Erdgas eingesetzt wird, gibt ihre Abgase in die Feuerung des Dampferzeugers ab. Die 480 °C heißen Abgase enthalten noch so viel Sauerstoff, dass sie zur Verbrennung der Kohle genutzt werden können. Mit dieser Technik wird ein Wirkungsgrad von 42 % erzielt. Die elektrische Nettoleistung des Blocks beträgt 732 MW und setzt sich zusammen aus 112 MW Gasturbinenleistung und 620 MW Dampfturbinenleistung. Der Kombibetrieb kann während des laufenden Betriebs durch Abschalten der Gasturbine in den Frischluftbetrieb umgeschaltet werden und umgekehrt.

Broschüre "Richtiges Verhalten bei Störfällen" (PDF | 1.0 MB)

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Ständige Verbesserungen

Im Laufe der Zeit wurden ständig Verbesserungen vorgenommen, um den Anforderungen des Umweltschutzes und des Marktes gerecht zu werden. So ist der Block nunmehr in der Lage, ausschließlich Importsteinkohle einsetzen zu können. Darüber hinaus wurde die Leittechnik erneuert und damit der Produktionsprozess mit modernster Technik zur Steuerung und Überwachung der Anlage ausgerüstet. Damit steht der RWE Generation SE eine hochflexible, marktorientierte Erzeugungseinheit zur Verfügung.

Ressourcenschonende Produktion

Ist schon der Wirkungsgrad von 42 % ressourcenschonend, so werden die Brennstoffkosten für die erzeugte Kilowattstunde durch den Einsatz von Ersatzbrennstoffen anstatt der Steinkohle weiter gesenkt. Bis zu 10 % der Feuerungswärme können durch den Ersatzbrennstoff abgedeckt werden. Die Rauchgasreinigungsanlagen erfüllen den hohen Anspruch an die Reinhaltung der Luft, die gesetzlich geforderten Werte werden sogar unterstritten. Seine klaren Zielvorgaben zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung dokumentiert der Standort Gersteinwerk in seinem Umweltmanagementsystem. Seit dem Jahr 2000 ist das Kraftwerk nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert.

Daten, Zahlen, Fakten

 

TypKombiblock
EinsatzbereichGrund- und Mittellast
Inbetriebnahme1984
BrennstoffErdgas und Steinkohle


Blockleistung

Dampfturbine (brutto)MW     679
Dampfturbine (netto)MW 620
GasturbineMW     112
Kombiblock (netto)MW 732
RauchgasreinigungElektrofilter, Rauchgasentschwefelungs- und Entstickungsanlage

Kontakt

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F+49(0)201 12 12 328 35
E-Mail an Besucherdienst
* kostenlose Hotline

 

Blöcke F-I

Die vier Erdgasblöcke wurden in den Jahren 1972 – 1973 am Standort Gersteinwerk in Betrieb genommen. Die Blöcke waren schon seinerzeit nach dem wirkungsgradsteigernden Kombi-Prinzip ausgerüstet und sind damit die Vorläufer moderner Gas- und Dampfturbinentechnik.

Besonderheiten der Kraftwerkstechnik

Der Kombi-Prozess stellt eine Besonderheit in der Kraftwerkstechnik dar: Dem Dampfkraftwerk ist eine Gasturbine vorgeschaltet, deren 420 °C heiße Abgase der Feuerung des Dampferzeugers zugeführt werden. Die Abgase enthalten noch so viel Sauerstoff, dass sie zur Verbrennung des Erdgases genutzt werden können. Mit dieser Technik wird ein Netto-Wirkungsgrad von 41 % erzielt, der zur Schonung unserer Ressourcen wesentlich beiträgt, denn: Je höher der Wirkungsgrad ist, desto weniger Primärenergie wird für die produzierte Kilowattstunde benötigt. Der Primärenergieträger Erdgas setzt dabei Maßstäbe hinsichtlich der Reinhaltung der Luft. Die Gasturbinen sind zudem schnellstartfähig und können innerhalb einer Viertelstunde ans Stromnetz geschaltet werden. Insgesamt kann jeder Block 410 MW ins öffentliche Stromnetz einspeisen, wobei 55 MW auf die Gasturbine und 355 MW auf die Dampfturbine entfallen.

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Einsatz der Kombiblöcke gewandelt

Vor dem Hintergrund der im Laufe der letzten Jahre enormen Zunahme an regenerativen Energien (Windenergie und Photovoltaik), hat sich der Einsatz der Kombiblöcke heute gewandelt. Die Dampfteile der Blöcke sind zurzeit konserviert. Die Gasturbinen dienen im Solobetrieb (open cycle) z.B. bei kurzzeitigen Engpässen in der Stromversorgung als schnelle Ausfallreserve.

Optimierungsleitung

Die Versorgung des Gersteinwerks erfolgt über eine eigene Hochdruckgasleitung von der zentralen Verteilerstation Werne zum Kraftwerk. Diese Anschlussleitung mündet in eine so genannte Optimierungsleitung, die sich in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks befindet. Diese rund 9 Kilometer lange unterirdische Leitung mit einem Durchmesser von etwa 1,40 Meter kann rund 1 Million Kubikmeter Erdgas aufnehmen. Das entspricht der Menge, die ein Erdgasblock für 10 Stunden Volllastbetrieb benötigt. Mit dieser Gasversorgung wird die Brennstoffbeschaffung auf dem internationalen Gasmarkt flexibler, da sich die Preisschwankungen nicht ungebremst auswirken können. Die Optimierungsleitung dient also sowohl in logistischer als auch in finanzieller Hinsicht als Puffer.

Daten, Zahlen, Fakten

 

KraftwerkstypKombikraftwerk
EinsatzbereichSpitzenlast und Reserve
Inbetriebnahme1972/1973
BrennstoffErdgas



Blockleistung (brutto)

Blöcke, F, G, H, IMW                          4 x 427
GasturbinenMW                          (Solobetrieb) 4 x 55
RauchgasreinigungDurch primärseitige Maßnahmen bleiben die Rauchgasemissionen unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte

GuD-Anlage Kraftwerk Gersteinwerk

Informationen zur Kraftwerksplanung des Gas- und Dampfturbinen-Krafwerksblocks (GuD) erhalten Sie hier.

Weitere Informationen

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