Das Kraftwerk Claus

Das Kraftwerk „Claus“ in Maasbracht ist einer der größeren Produktionsstandorte der RWE Generation.

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Das niederländische Kraftwerk „Claus“ in Maasbracht bestand ursprünglich aus den beiden in den siebziger Jahren errichteten, identischen gasbetriebenen Blöcken A und B. Inzwischen wurde der Block B vollständig modernisiert und zu Block C umgebaut. Als solcher wurde er am 26. Juni 2012 offiziell eröffnet, jedoch am 1. Juli 2014 aus ökonomischen Gründen vorübergehend stillgelegt und konserviert. Seit diesem Zeitpunkt steht die Anlage nicht mehr für die Einspeisung in das Stromnetz zur Verfügung. Wegen der niedrigen Großhandelspreise ist ein kurzfristiges Betreiben derzeit nicht rentabel.

Dies ist vor allem eine Folge der Auswirkungen der Energiewende in Deutschland auf den niederländischen Markt. Durch das starke Wachstum von erneuerbaren Energien in Deutschland entsteht eine Überkapazität im niederländischen Elektrizitätsnetz. Dies hatte für Claus C zur Folge, dass das Kraftwerk in Maasbracht ab dem 1. Juli 2014 vorübergehend vom Netz gegangen ist.
Bei RWE bestehen Planungen, auch Claus A umzubauen (zu Claus D), weil wir erwarten, dass neben Kohlekraftwerken auch effiziente Gaskraftwerke eine wichtige Rolle für die bezahlbare, sichere und nachhaltige Energieversorgung Europas spielen werden. Im April 2012 wurde offiziell die Absicht hierzu erklärt, was in den Niederlanden als erster Schritt eines Genehmigungsantrages gilt.

Der Kraftwerksblock „Claus C“

Der Block C des Kraftwerks „Claus“ ist ein sogenannter STEG-Block, also mit Dampf- und Gasturbine. Das Kraftwerk umfasst drei Gasturbinengeneratoren und den wiedergenutzten Dampfturbinengenerator des Blocks B. Der Prozess der Elektrizitätserzeugung beginnt mit dem Verbrennen von Erdgas in den Gasturbinen. Die Verbrennungsgase expandieren in der Turbine, welche einen Generator antreibt, der wiederum die Elektrizität erzeugt. Die heißen Rauchgase aus den drei Gasturbinen erhitzen in drei Abgaskesseln Wasser, welches hierdurch zu Dampf wird. Dieser Dampf setzt die Dampfturbine in Bewegung, die ihrerseits dafür sorgt, dass der angeschlossene Generator Elektrizität erzeugt. Der Dampf, welcher am Ende des Prozesses nicht mehr zur Stromerzeugung genutzt werden kann, wird abgekühlt bis er zu Wasser kondensiert, das als solches wiederverwendet werden kann.

Wasserkraftwerk „Linne“

In wenigen Kilometern Entfernung vom Kraftwerk „Claus“ befindet sich in der Maas das Wasserkraftwerk „Linne“ mit 11 MW Leistung. Es hat vier Kaplanturbinen und liefert jedes Jahr ausreichend nachhaltige Energie für ungefähr 9.000 Haushalte. Um wandernde Fischarten zu schützen, wurde eine Fischtreppe angelegt.

In Stichworten

  • Das Kraftwerk „Claus“ ist nach Prinz Claus der Niederlande benannt, der das Kraftwerk 1978 offiziell in Betrieb nahm.
  • Claus C wurde nach dem neuesten Stand der Technik errichtet, in ihm werden zudem die Dampfturbine und Kühlwassereinrichtungen des ehemaligen Bocks Claus B wiederverwendet.
  • Claus C erzeugt 1304 MW
  • Claus C hat einen Wirkungsgrad von 58,5 %.
  • Unsere Pläne für die Modernisierung von Block Claus A, um ihn als Block Claus D weiterzuführen, sind bereits weit fortgeschritten.
  • Das Wasserkraftwerk „Linne“ hat eine Leistung von 11 MW und erzeugt jährlich Strom für 9000 Haushalte.

Kontakt

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Clauscentrale MaasbrachtVoortstraat 196051 JP MaasbrachtE-Mail an Clauscentrale Maasbracht