Neue Spielgeräte für das Kinderheim St. Gereon

„Spenden sind eine gute Sache, aber Geld allein reicht manchmal nicht aus.“ Diese ernüchternde Erkenntnis machte Rita Wegener vom Verein Hoffnung e.V. im Herbst – nachdem sie etliche Klinken in der Region geputzt hatte, stand die Finanzierung für zwei neue Spielgeräte. Was der 66-Jährigen Rentnerin jedoch fehlte, war die Muskelkraft, um die Kletterspinne und das Trampolin im Bergheimer Kinderheim St. Gereon auch tatsächlich aufzubauen.

Über mehrere Ecken erreichte der Hilferuf drei Kollegen aus der Abteilung Bautechnik im Kraftwerk Niederaußen. Reinhard Kämmerling, Dieter Schneider und Jörg Schumacher ließen sich nicht zweimal bitten und nahmen im Namen von „RWE Aktiv vor Ort“ die Herausforderung an: „Spielgeräte bauen wir auch nicht jeden Tag auf, deshalb war das Projekt für uns eine schöne Abwechslung“, berichtet Reinhard Kämmerling.

Elf mal elf Meter Boden mussten für das Fundament der Kletterspinne aus dem Spielplatzboden gehoben, fünf Betonfundamente für die schweren Bodenanker gegossen werden. Erst dann konnte das Spinnennetz am Mast hochgezogen und auf Spannung gebracht werden. Gleich daneben fand das neue Bodentrampolin seinen Platz. Auch hier übernahmen die Kollegen aus Niederaußem den Aushub, die Fundamentarbeiten und den Einbau.

Zur Einsegnung luden Rita Wegener und das Kinderheim alle Unterstützer ein, um gemeinsam zu feiern und den Kindern beim Erobern ihrer neuen Spielgeräte zuzusehen. Schließlich ist auf dem Spielplatz jede Menge los: Im Kinderheim leben etwa 50 Kinder in sechs Gruppen, auf dem Gelände gibt es außerdem eine Förderschule, die aktuell von 85 Schülern besucht wird.