Hilfe für Grundschule in thailändischer Provinz

Harald Könen hat sein Herz an der Grenze zu Laos verloren. Inmitten von Reisfeldern, zwölf Autostunden entfernt von der Metropole Bangkok. Das Dorf Ubon Ratschatani in der thailändischen Provinz Udon Thani ist die Heimat seiner Frau Boontarika, die der Betriebsratsvorsitzende aus dem Kraftwerk Niederaußem vor sechs Jahren im Urlaub kennenlernte.

Aus dem Urlaubsflirt mit der thailändischen Lehrerin wurde Ernst: Mittlerweile wohnt die 39-Jährige mit ihrer Tochter Grace bei Harald Könen in Elsdorf. Sie ist angekommen in ihrem neuen Leben, spricht die Sprache und fühlt sich wohl in Deutschland – ihre Wurzeln jedoch hat sie darüber nicht vergessen. Deshalb machten sich die Könens diesen Sommer auf nach Thailand, um die Dorfschule zu unterstützen, in der Boontarika vor dreißig Jahren selbst die Schulbank drückte.

„Die Reisbauern in Ubon Ratschatani leben in einfachsten Verhältnissen“, weiß Harald Könen. Es gibt eine Grundschule, in der 62 Kinder unterrichtet werden. Nicht viele Dorfbewohner haben im Anschluss das Glück, das seiner Frau zuteil wurde: Ein Onkel ermöglichte Boontarika, in der Hauptstadt ein Studium aufzunehmen. Davon können die meisten Kinder in Ubon Ratschatani nur träumen. Während sie die Schulbank drücken, macht ihnen vor allem die Hitze schwer zu schaffen: Gnadenlos knallte bislang die Sonne auf das kleine Schulgebäude. Im Klassenraum herrschten 40 Grad, Fenster gab es nicht. Diese Situation wollten die Könens nicht länger mit ansehen und baten RWE Companius um Unterstützung. Als die Zusage für die Finanzierung der Baumaterialien stand, flog die Familie nach Thailand und machte sich gemeinsam mit rund 25 Dorfbewohnern daran, einen neuen Boden zu plätten und den Klassenraum mit Brettern und Fenstern vor der Sonne zu schützen. Sie installierten Ventilatoren und kauften Möbel aus den umliegenden Dörfern, damit die Schüler künftig nicht mehr auf dem Boden sitzen müssen. Nach neun Tagen war das Companius-Projekt auf der anderen Seite der Welt fertig gestellt und die Könens nutzen die Gelegenheit, um den thailändischen Kindern zum Abschied einige Wörter Deutsch beizubringen. „Was für eine tolle Erfahrung, der Heimat meiner Frau auf diese Weise etwas zurückgeben zu können“, freut sich Könen, „ich bin sehr dankbar, dass RWE Companius uns dies ermöglicht hat“.