Ökologieprojekte

Sie heißen Vierfleck, Großes Granatauge, Südlicher Blaupfeil oder Kleine Moosjungfer – diese und 38 weitere Libellenarten fanden Wissenschaftler in den rekultivierten Bereichen der Braunkohletagebaue Ville, Frechen, Berrenrath, Bergheim, Fortuna, Frimmersdorf, Garzweiler, Hambach, Zukunft und Inden. Eine beachtliche Zahl, die die Forschungsstelle Rekultivierung während einer Kartierung dieser Insekten im Jahr 2003 dokumentierte. 

Artenvielfalt 

Sieben Arten mehr als im Jahr zuvor sichteten die Wissenschaftler, darunter auch vom Aussterben bedrohte wie die Späte Adonislibelle oder in Deutschland eigentlich nicht heimische Libellenarten wie die Südliche Mosaikjungfer, die sich eher in den warmen Gefilden des Mittelmeerraums wohl fühlt. Die natürlichen Feinde der Libellen nahmen die Wissenschaftler auch gleich unter die Lupe – Frösche und Kröten. Insgesamt 13 Arten, so das Ergebnis, tummeln sich in Seen, Tümpeln und den angelegten Rückhaltebecken auf dem Gebiet der ehemaligen Tagebaue. 

Hilfe für Hasen 

In einem weiteren Umweltprojekt kümmerte sich RWE um den Feldhasen. Von 2001 bis 2004 beteiligte sich die Forschungsstelle Rekultivierung an der landesweiten Initiative „Hilfe für den Hasen“. Die Hilfe ist nötig, denn bereits seit 1994 steht der Feldhase in Nordrhein-Westfalen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Natürliche Feinde vom Adler bis zum Fuchs und vor allem fehlende artgerechte Lebensräume hatten „Meister Lampe“ seit den 80er Jahren stark zugesetzt. Bei der Rekultivierung des Tagebaus Fortuna-Garsdorf setzte RWE deshalb auf Maßnahmen, die dem Feldhasen Schutz vor Feinden bieten und seinen Lebensraum verbessern. Ergebnis: Zum Ende des Projekts hatte sich die Hasenpopulation im Projektgebiet mehr als verdoppelt.

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Forschungsstelle Rekultivierung

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