Wirbelschicht-Trocknung

Eine trockene Angelegenheit verspricht wenig Spannendes. Anders ist das bei der Wirbelschicht-Trocknung mit interner Abwärmenutzung (WTA), deren Entwicklung von RWE seit Jahren vorangetrieben wird. Dieses Verfahren stößt auch international auf großes Interesse. So wurden bereits mehrere Versuche für ausländische Kunden in der Versuchsanlage in Frechen erfolgreich abgeschlossen.

Trocknung mit Clou

Bisher wird die Braunkohle mit einem Wassergehalt von über 50 Prozent nach einer Mahltrocknung im Kraftwerkskessel verfeuert. Während dafür zur Trocknung rund 1.000 Grad Celcius heißes Rauchgas benötigt wird, ist das Temperaturniveau bei der WTA mit 110 Grad deutlich niedriger und energetisch günstiger. Der Clou: Zusätzlich wird die Wärme, die das Wasser bei der Trocknung aufgenommen hat, zurückgewonnen und im Kraftwerksprozess genutzt.

Doppelter Nutzen

Die WTA ermöglicht dadurch eine hoch effiziente Trocknung der Rohbraunkohle und schafft die Voraussetzung, die Braunkohlenverstromung künftig noch umweltfreundlicher zu machen. RWE verfolgt das Ziel, die bisher erreichten Wirkungsgrade der Braunkohlekraftwerke mit optimierter Anlagentechnik (BoA) weiter um mehrere Prozentpunkte zu steigern, dadurch werden in gleichem Maße auch Emissionen weiter reduziert und Ressourcen geschont.

Plus an Wettbewerbsfähigkeit

WTA Braunkohletrocknung 

An dem energetisch effizienten Verfahren forschen die Ingenieure seit Anfang der 90er Jahre. Ein erster Meilenstein der Entwicklung war der Betrieb einer Versuchsanlage am Standort Frechen 1993. Die weitere Optimierung der Technologie bildet ein wichtiges Element der Wettbewerbsfähigkeit zukünftiger Braunkohlekraftwerke.

Prototypanlage am Standort Niederaußem

Neben unserem BoA-Block am Standort Niederaußem wurde eine WTA-Prototypanlage errichtet, um die kommerzielle Einsatzreife dieser Technik zu erproben. Die im kommerziellen Maßstab erstellte Anlage versorgt den bestehenden 1000-MW-Kraftwerksblock mit 110 t Trockenbraunkohle je Stunde und deckt damit ca. 30 % der Feuerungswärmeleistung ab. Die Anlage befindet sich im planmäßigen Versuchsbetrieb.

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