Kohle- und Gaskraftwerke

Kohle- und Gaskraftwerke werden auch in den nächsten Jahrzehnten das Rückgrat unserer Stromversorgung bilden. Der Energieverbrauch steigt weltweit an – und hocheffiziente, fossil gefeuerte Kraftwerke werden trotz aller Fortschritte bei den regenerativen Energien auf absehbare Zeit die zuverlässige Stromversorgung sicherstellen müssen.

Mehr Leistung

Dem hohen Bedarf an neuen Kraftwerkskapazitäten lässt sich nach heutigem Stand der Technik nur mit energieeffizienten Kohle- und Gaskraftwerken begegnen. Dies unter anderem auch, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren – der neben der unbestrittenen Bedeutung des Klimaschutzes seit Beginn des Emissionshandels ein bedeutender Kostenfaktor ist. Für Kraftwerke neueren Typs bedeutet das: mehr Leistung bei sinkenden Emissionen und geringerem Ressourcenverbrauch. RWE arbeitet intensiv daran, diesen Spagat zu meistern. Forschung und Entwicklung spielen dabei als Innovationstreiber eine entscheidende Rolle. Die Weichen sind gestellt und wichtige Erfolge bereits verbucht.

Rekord-Wirkungsgrade

Neue RWE-Braunkohlekraftwerke arbeiten mit der weltweit modernsten Anlagetechnik. Sie erreichen Rekord-Wirkungsgrade von über 43 Prozent.

Zoom Mit modernsten Technologien trimmt RWE zudem neue Steinkohlekraftwerke auf einen Wirkungsgrad von 46 Prozent – der damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt von ca. 36 Prozent liegt. Noch effizienter sind Gas- und Dampfkraftwerke (GuD-Kraftwerke), die auf den fossilen Energieträger Erdgas setzen. Mit nachgeschalteter Kraft-Wärme-Kopplung erreichen sie Energienutzungsgrade von bis zu 80 Prozent. Bei reiner Stromerzeugung liegt der Netto-Wirkungsgrad bei bis zu 58 Prozent.

Mehr Effizienz und weniger Emissionen

Langfristig verfolgen die Forscher eine Vision, die im kommenden Jahrzehnt Realität werden könnte: das klimaschonende Kohlekraftwerk mit CO2-Abtrennung und -Speicherung. Voraussetzung aber ist, dass diese sogenannte CCS-Technik (Carbon Capture and Storage) auf solide Beine gestellt wird. Technisch ist heute schon vieles möglich. Darüber hinaus müssen jedoch länderübergreifend in Europa rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Sicherheit für Investitionen bieten und die Akzeptanz der Technik fördern. Auf dem Weg dorthin stehen einige Innovationen bereits vor der Marktreife. Beispiel Braunkohlekraftwerke: Den Wirkungsgrad künftiger Anlagen will RWE durch intelligente Rohbraunkohletrocknung nochmals um mehrere Prozentpunkte steigern. Beispiel Steinkohlekraftwerke: Hier arbeiten die Unternehmen der Energiewirtschaft gemeinsam an der Optimierung von Komponenten und Werkstoffen, die für weitere Wirkungsgradsteigerungen notwendig sind.

Höhere Flexibilität

Der Ausbau der regenerativen Energien bedingt eine Zunahme der fluktuierenden Einspeisung in das Stromnetz. Um diesem Effekt entgegen zu wirken, ist es von besonderer Bedeutung, dass die Forschung und Entwicklung neue Lösungen zur flexibleren Fahrweise der fossilen Kraftwerke entwickelt. Somit können die fossilen Kraftwerke den Ausbau der regenerativen Energie unterstützen und langfristig als Partner der regenerativen Energie für eine wirtschaftliche und sichere Stromversorgung in Deutschland sorgen.

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