Stromnetze

Mehr als 340.000 Kilometer Freileitungen und Erdkabel, tausende Strommasten, über 130.000 Schalt- und Umspannanlagen – zusammengenommen bilden sie das Stromnetz von RWE, das größte der Republik. Laufend kümmern sich Techniker und Ingenieure um das einwandfreie Zusammenspiel der technischen Infrastruktur und tragen Sorge für einen reibungslosen Stromfluss zwischen Niedersachsen und der Schweizer Grenze. Die zentrale Lage des RWE-Verteilnetzes in Europa macht es zu einer wichtigen Drehscheibe für den internationalen Handel mit Strom.

Ständiger Erfahrungsaustausch

Die sichtbaren, von Masten getragenen Freileitungen sind der wichtigste Bestandteil des Verbundnetzes. Vom Kraftwerk transportiert dieses Höchst­spannungsnetz den Strom mit einer Spannung von 380.000 Volt zu den Verbraucherschwerpunkten. Dort wird er in Umspannwerken auf eine Spannung von 110.000 Volt transformiert und in die Hochspannungsnetze eingespeist, bevor die elektrische Energie auf eine mittlere Spannung gewandelt wird und mit einer niedrigen Spannung von 230 Volt zumeist über unterirdische Kabelnetze schließlich Häuser und Betriebe erreicht. RWE-Ingenieure untersuchen kontinuierlich und mit Weitsicht neue Verfahren und Werkstoffe, um die Betriebsmittel und die technischen Prozesse weiter zu verbessern. Das Ziel: ein sicherer, wirtschaftlicher und umweltgerechter Betrieb des Stromnetzes.

Expertise gefragt

RWE beteiligt sich daher auch an mehreren Projekten der Europäischen Union und bringt seine Expertise in die internationalen Fachverbände ein, wie etwa dem „International Council on large Electric Systems ", der weltweit führenden Vereinigung anerkannter Experten aus der Energieversorgung.

RWE und Supraleiter

Kabel, die elektrische Energie bei geringen Verlusten übertragen, sind eine prima Sache. Supraleitende Kabel können so etwas. Grund genug für RWE Deutschland sich im Rahmen eines F&E-Projekts eingehend mit Überlegungen zum Einsatz dieser Technik zu beteiligen.
Ziel des Projektes ist die Untersuchung der technischen Eignung supraleitender Technologien als Stromkabel oder Strombegrenzer innerhalb eines großstädtischen Verteilnetzes und die Ermittlung der ökologischen und ökonomischen Vorteile gegenüber herkömmlichen Lösungen.

Feldtest in Essen

Auf der Grundlage einer im Jahr 2010 angefertigten umfassenden Studie mit Herstellern und Hochschulen  soll im Rahmen eines Pilotprojekts in der Praxis gezeigt werden, dass  HTS-Kabelanlagen auch für einen  Einsatz in größerem Maßstab geeignet sind. Ziel des Projekts ist die Entwicklung und der Feldtest eines supraleitenden 10-kV-Kabels in der Innenstadt von Essen, in der Absicht, konventionelle 110-kV-Leitungen und -Kabel sowie eine 110/10-kV-Umspannanlage im Stadtzentrum zu ersetzen. Langfristig ist der Ausbau der HTS-Technologie auf den gesamten 110-kV-Innenstadtring denkbar, entsprechende positive Ergebnisse des Feldtests vorausgesetzt.

Weitere Informationen