Essent und RWE schließen Transaktion ab

  • RWE übernimmt 100% der Essent-Anteile
  • Verpflichtung zu Investitionen in den Niederlanden

Essen/Arnheim, 30. September 2009

Essent N.V. und die RWE AG haben heute die Transaktion abgeschlossen, die sie am 12. Januar 2009 angekündigt hatten. Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, heißt die Mitarbeiter des niederländischen Unternehmens im RWE-Konzern willkommen: „Diese Partnerschaft ist wahrhaft europäisch und ein klares Bekenntnis zu unserer Strategie auf unserem Kernmarkt: nachhaltiges Wachstum und innovative, klimaschonende Energieerzeugung, um unsere Kunden noch besser zu versorgen. Jetzt werden wir zusammen mit Essent voRWEg gehen.“ Jürgen Großmann weiter: „Wir freuen uns sehr, dass die RWE-Familie größer geworden ist. RWE und Essent – das ist ein ideales Paar.“

Der erste Schritt - Jürgen Großmann und Michiel Boersma, Pressekonferenz am 12. Januar 2009 in Arnheim Michiel Boersma, scheidender CEO des führenden niederländischen Versorgers Essent, betont: „Wir haben den besten Partner gefunden, um unser Bekenntnis zu einer nachhaltigen Zukunft wahr werden zu lassen und die finanzielle Stärke zu sichern, die wir für unsere Investitionen in den Niederlanden und Belgien brauchen. Kunden, Mitarbeiter, Anteilseigner von Essent – alle profitieren von dieser starken Verbindung.“

Peter Terium, neuer CEO von Essent, ergänzt: „Heute ist ein historischer Tag für uns. Die Partnerschaft mit RWE ist eine gute Nachricht – nicht nur für die Essent-Mitarbeiter, sondern auch für die Kunden in den Niederlanden und in Belgien. Unser Ziel ist es, mit hervorragenden Leistungen im Kundenservice, mit wettbewerbsfähigen Preisen, nachhaltiger Energieerzeugung und mit Innovationen wie E-Mobility zu überzeugen.“

Alle Essent-Anteilseigner verkaufen ihre Aktien

Alle Essent-Anteilseigner haben das RWE-Angebot angenommen, so dass RWE 100 % der ausgegebenen Aktien des Unternehmens mit Sitz in Arnheim übernehmen konnte. Essents 50-%-Anteil an EPZ – dem Joint Venture, das das Kernkraftwerk Borssele betreibt – ist derzeit nicht Teil der Transaktion und verbleibt vorerst bei den früheren Anteilseignern von Essent. Zur Übernahme dieses Anteils steht noch eine endgültige gerichtliche Klärung aus. Auch die Umweltsparte „Essent Milieu“ wird RWE nicht übernehmen. Bereits am 30. Juni 2009 hatte Essent das Verteilnetzgeschäft in den Niederlanden auf die früheren Anteilseigner übertragen.

Die Europäische Kommission hatte die Akquisition am 23. Juni 2009 genehmigt und dabei eine Auflage erlassen, die den deutschen Markt betrifft: Essent darf seinen 51-%-Anteil an den Stadtwerken Bremen (swb) nicht in die Transaktion einbringen. Dieser Desinvestitionsprozess läuft zurzeit. Unter Berücksichtigung des Verkaufs des swb-Anteils und der Ausgliederung des EPZ-Anteils sowie weiterer Wertanpassungen beläuft sich das Transaktionsvolumen auf rund 7,3 Milliarden Euro.

Bekenntnis zu nachhaltiger Energieerzeugung

Die Partnerschaft mit Essent macht RWE zu einem der führenden Energieversorger in der  Benelux-Region und stärkt so die Position des Konzerns in Nordwest- und Zentraleuropa. RWE Innogy,  im RWE-Konzern für Erneuerbare Energien verantwortlich, investiert jährlich rund eine Milliarde Euro, um bis 2012 eine breite Basis für die Erzeugung erneuerbarer Energien zu schaffen. Mit einer installierten Leistung von 2.370 Megawatt (MW) werden RWE und Essent gemeinsam zu den führenden europäischen Unternehmen im Bereich Erneuerbare gehören; Kapazitäten von 2.050 MW werden von RWE Innogy und Essent betrieben. Beide Unternehmen zusammen verfügen über eine Projektpipeline mit einer Erzeugungskapazität von bis zu 20.000 MW; dazu gehört unter anderem eine Reihe von großen Windparks in der Nordsee. RWE und Essent haben sich der Energieeffizienz und dem Ausbau der Erneuerbaren verpflichtet und wollen  deutlich in nachhaltige Energieerzeugung in den Niederlanden investieren.

Die Integration der Stromgroßhandels- und Gasbeschaffungsaktivitäten von Essent in den RWE-Konzern schafft, vereint mit RWE Supply & Trading, ein europaweit führendes Energiehandelshaus und einen der stärksten Wettbewerber auf dem europäischen Gasmarkt.

Neue Organisationsstruktur

Essent wird weiterhin ihre 2,6 Millionen Kunden in Belgien und den Niederlanden versorgen. Das niederländische Privat-, Gewerbe- und Industriekundengeschäft von RWE wird Teil der entsprechenden Essent-Geschäftsbereiche. So entsteht ein starker Spieler auf dem Energiemarkt in Nordwesteuropa. Essent hat im Bereich Erneuerbare Energien eine führende Position und ist sehr auf CO2-Reduktion und Innovationen in dezentraler Energieerzeugung und Elektromobilität fokussiert.

Essent wird künftig einen Aufsichtsrat mit fünf Mitgliedern haben. Vorsitzender des Aufsichtsrats wird Rein Willems, ehemaliger Präsident von Shell Nederland B.V.. Drei Mitglieder sind von RWE bestellt worden: Rolf Pohlig, Chief Financial Officer der RWE AG, Ulrich Jobs, Chief Operating Officer der RWE AG, und Nina Skorupska, die im RWE-Konzern den Aufgabenbereich „Leistungssteigerung / Beteiligungsmanagement Ausland“ verantwortet. Auf Vorschlag des Essent-Gesamtbetriebsrates wurde Eric van Amerongen ebenfalls zum Aufsichtsratsmitglied bestellt.

In der neuen Struktur wird Essent von einem vierköpfigen Vorstand geleitet, dessen Vorsitzender Peter Terium (46) ist. Rinse de Jong (61), bisher Finanzchef bei Essent, wird diese Position weiterhin bekleiden. Darüber hinaus gehören Erwin van Laethem (45) als Chief Commercial Officer und Huib Morelisse (44) als Chief Technology Officer zum neuen Essent-Vorstand. Nach einer kurzen Übergangsphase wird der heutige Essent-Vorstandschef Michiel Boersma am 1. Dezember 2009 das Gremium verlassen. Der Essent-Vorstand berichtet direkt an den Vorstand der RWE AG.

 

Pressemitteilung vom 30.09.2009 (PDF | 55 KB)

Pressemitteilung Englische Version vom 30.09.2009 (PDF | 48 KB)

Pressemitteilung Niederländische Version 30.09.2009 (PDF | 58 KB)

Pressemitteilung Französische Version vom 30.09.2009 (PDF | 55 KB)

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