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RWE Power: Änderung des Regionalplans ein wichtiger Schritt für das Projekt BoAplus

RWE Power begrüßt, dass der Regionalrat Köln heute die Änderung des Regionalplans beschlossen hat. Somit kann eine bisher für landwirtschaftliche Nutzungen ausgewiesene Fläche von rund 23 Hektar für das Kraftwerksvorhaben BoAplus am Standort Niederaußem genutzt werden. Die heutige Entscheidung stellt die Voraussetzung zur Fortführung der Kraftwerkserneuerung im Rheinischen Revier dar. Mit Beginn des kommerziellen Betriebs wird eine mehr als kapazitätsgleiche Stilllegung von vier 300 MW-Blöcken am Standort Niederaußem vorgenommen.

RWE Power ist zuversichtlich, dass die weiteren Genehmigungsverfahren – zunächst: kommunale Bauleitplanung und danach das Verfahren nach Bundesimmissions-schutzgesetz für Errichtung und Betrieb (BImSchG) – bis Ende 2014 abgeschlossen werden können. Eine finale Bauentscheidung wird das Unternehmen erst treffen, wenn alle Genehmigungen rechtssicher vorliegen. Eine weitere Voraussetzung ist die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks. Dabei setzt RWE Power darauf, dass sich die aktuell sehr schwierigen Rahmenbedingungen in der Zukunft für das Projekt positiv verändern. Errichtung und Inbetriebnahme einer solchen Anlage nehmen etwa drei bis vier Jahre in Anspruch.

Den Bürgern in der Region will RWE Power das Vorhaben und die Genehmigungsverfahren weiterhin mit einem Höchstmaß an Transparenz und Information näherbringen. Hierzu dienen Veranstaltungen wie Informationstage, Bürgersprechstunden oder Themenabende. Im Informationszentrum des Kraftwerks Niederaußem, in dem ein Modell des geplanten Vorhabens aufgebaut ist, wird das Vorhaben umfangreich erläutert. Auch im Internet sind alle Informationen zum Projekt und zu den einzelnen Verfahren verfügbar.

Fakten zum Projekt BoAplus
Der geplante neue Kraftwerksblock mit einer installierten elektrischen Leistung von
rund 1.100 Megawatt wird über einen im Braunkohlenbereich bislang unerreichten Wirkungsgrad von 45 Prozent verfügen. Es ist eine Weiterentwicklung des Braunkohlenkraftwerks mit optimierter Anlagentechnik (BoA). So erklärt sich auch der Name des Vorhabens: BoAplus.

Die neue Anlage soll flexibler, effizienter und umweltfreundlicher werden. Sie bietet vor allem im Zusammenspiel mit den erneuerbaren Energien Vorteile und unterstützt somit aktiv die Energiewende. Mit kommerzieller Inbetriebnahme der neuen Anlage wird RWE Power vier ältere 300 MW-Blöcke, insgesamt also 1.200 MW, in Niederaußem endgültig stilllegen. Dadurch sinkt der Kohleneinsatz bei gleicher Stromproduktion um 30 Prozent; rund drei Millionen Tonnen pro Jahr. Im gleichen Umfang sinken die CO2-Emissionen. Gleichzeitig werden die kraftwerksbedingten Immissionen im Umfeld deutlich reduziert. Ein Hybridkühlturm vermeidet tagsüber zum überwiegenden Teil die Bildung sichtbarer Schwaden und vermindert somit Verschattungseffekte.

Für Rückfragen:
Manfred Lang
Presse RWE Power AG
T 0201/12-22544