Energieholzplantagen

Eine Chance für den ländlichen Raum

Die europäische und deutsche Politik erwartet einen nachhaltig wachsenden Beitrag der Biomasse bei der Energiegewinnung. Eine wesentliche Voraussetzung hierfür ist die Schaffung und Sicherung einer ausreichenden Brennstoffbasis. Energieholzplantagen bieten eine Möglichkeit, zusätzliche, sicher verfügbare Brennstoffquelle für die klimaschonende Energieproduktion zu erschließen. Ihren Ursprung hat diese Form der Holzgewinnung in der traditionellen Niederwaldwirtschaft. Heute stellen brachliegende Ackerbauflächen mit ertragsschwachen Böden das Hauptpotenzial der geeigneten Anbauflächen. Energieholzplantagen bieten deshalb zusätzliche Wertschöpfungschancen für den ländlichen Raum, ohne mit der Lebensmittelproduktion in Konkurrenz zu treten. Gleichzeitig leisten sie einen nachhaltigen Beitrag zur Schonung fossiler Energieträger.

10.000 Hektar geplant

In den kommenden Jahren wollen wir Flächen in einer Größenordnung von insgesamt etwa 10.000 Hektar mit ca. 75 Millionen schnell wachsenden Bäumen bepflanzen. Die Zuwachsleistungen herkömmlicher Waldbestände werden deutlich übertroffen. Unter normalen Bedingungen liefern die Plantagen im Schnitt etwa 10 Tonnen Trockenmasse pro Hektar und Jahr. Der Erntezyklus liegt zwischen 3 und 5 Jahren. Besonders geeignet für den Anbau sind

  • Pappeln
  • Weiden
  • Robinien

Die Flächen werden von uns in der Regel langfristig gepachtet. Möglichkeiten zum Anbau der Pflanzen bestehen grundsätzlich europaweit. Besonders günstige klimatische Bedingungen finden sich in SO-Europa. In Deutschland sehen wir ebenfalls gute Chancen für den Aufbau eines größeren Flächenkontingentes.

Energieholzplantagen und biologische Vielfalt

Kurzumtriebsplantagen stellen eine Form der komplementären Landnutzung im Spannungsfeld zwischen Land- und Forstwirtschaft dar. Unter ökologischen Gesichtpunkten bieten Energieholzplantagen im Vergleich zu der intensiven Landwirtschaft deutliche Vorteile. Der Einsatz von Energie bei Bepflanzung und Ernte sowie die Verwendung von Herbiziden, Fungiziden, Pestiziden und Dünger sind deutlich gemindert. Auch die Biodiversität – die biologische Vielfalt – ist in Baumplantagen höher als in den Monokulturen der Landwirtschaft. Unsere Pflanzungen erreichen zwar nicht die biologische Vielfalt einer intakten Waldfläche, aber auch sie tragen zum Erosionsschutz des Bodens und zur Humusbildung bei.

Pflanzaktion auf einer Energieholzplantage