Richard Pratt, Leiter Strategische Planung (IGP Alumnus)

Die Zeit nach dem IGP (2005 – heute)

In Summe bin ich seit mehr als 8 Jahren in der RWE Gruppe und kann auf ein ordentliches Stück energiewirtschaftlicher Erfahrung zurückblicken. Die Energiewirtschaft hat sich in dieser Zeit stark verändert. Viele der Themen, die die Branche und damit auch RWE in den letzten Jahren beschäftigt haben sind auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt: Klimaschutz-Strategie der Europäischen Union, Kernenergieausstieg und Energiewende in Deutschland Liberalisierung der Märkte und nicht zuletzt die Finanz- und Wirtschaftskrise.

Den Einstieg bei RWE habe ich über das IGP gemacht. Rückblickend kann ich sagen, dass mir die so gewonnenen Kenntnisse der RWE Gruppe und das Netzwerk noch heute an vielen Stellen weiterhelfen. Stationen in der IGP Zeit waren unter anderem bei unserer Strom- und Gas Vertriebstochter VSE in der Slowakei, im Bereich Corporate Finance im Group Center oder in der Unternehmensentwicklung der RWE Power. Andere Gesellschaften in denen ich damals ein Projekt absolviert habe, gehören heute nicht mehr zum RWE Konzern – wie z.B. Thames Water – oder wurden wie die RWE Systems AG restrukturiert.

Nach dem IGP habe ich dann 2,5 Jahre in der Unternehmensentwicklung der RWE Power gearbeitet und mir so handfestes Know How im Bereich der Stromerzeugung aufgebaut. Ein nächster Schritt führte mich anschließend in das operative Geschäft der RWE Power. Hier konnte ich mein Know-How beim Aushandeln von Stromliefer-/ und Bezugsverträgen ausbauen und energiewirtschaftliche Zusammenhänge vertiefen.

Dann erhielt ich im Frühjahr 2008 das Angebot, als Assistent des Chief Strategy Officers (CSO) der RWE AG tätig zu werden. Der CSO war damals für die Strategie, M&A sowie die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der gesamten RWE Gruppe verantwortlich. Hier bot sich mir also die sehr interessante Gelegenheit, einen tiefen Einblick in Entscheidungsprozesse zu nehmen, die Relevanz für die gesamte RWE Gruppe entfalten.

Nach relativ kurzer Zeit habe ich dann im September 2009 die Leitung einer Abteilung im Strategiebereich der RWE AG übernommen. Zu meinen Aufgaben gehören die Organisation des Strategieprozesses für die RWE Gruppe, die Weiterentwicklung der RWE Konzernstrategie und die Bearbeitung portfoliostrategischer Fragestellungen.

Fazit: Es bleibt weiterhin spannend, der Konzern verändert sich, wird schneller, passt sich dem veränderten Marktumfeld an und gestaltet dieses mit. Auch nach dem IGP gefällt mir meine Tätigkeit für RWE sehr gut und langweilig war es nie. Im Gegenteil, ich bin überrascht wie viele unterschiedliche Aufgaben- und Themenbereiche man innerhalb des Konzerns vorfindet. Das IGP Netzwerk ist hierbei eine große Hilfe – denn es eröffnet Perspektiven und Einblicke, die man sonst so nicht hätte.

 

Stand: 04.04.2012