Essen, 23. November 2006, RWE AGDiese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE Power plant neue Kraftwerke
in Lingen und Ensdorf



  • 10 Milliarden Euro für Investitionsoffensive im Erzeugungsbereich
  • RWE fordert verlässliche politische Rahmenbedingungen für Kraftwerksinvestitionen

RWE hat die Investitionsoffensive für den Erzeugungsbereich weiter konkretisiert. Am bestehenden Kraftwerksstandort Ensdorf im Saarland plant das Unternehmen einen neuen Steinkohlendoppelblock mit einer Leistung von 1.600 Megawatt. Die Anlage, für die Investitionen von rund zwei Milliarden Euro vorgesehen sind, soll 2012 ans Netz gehen. Ein weiteres Projekt soll im Emsland realisiert werden. Dort ist ein Gas- und Dampfkraftwerk (876 Megawatt) mit einem Erdgasröhrenspeicher am vorhandenen Standort Lingen geplant. Die Anlage, die bereits 2009 ans Netz gehen soll, ist mit Investitionen von rund 500 Millionen Euro verbunden. Während der Bauphase werden rund 3.500 Menschen auf den Baustellen beschäftigt sein. Die Investitionsvorhaben stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichtsgremien.

"Wir wollen mit diesen Investitionen nicht nur den umwelt- und klimapolitischen Herausforderungen Rechnung tragen, sondern auch den Wettbewerb auf dem Energiemarkt vorantreiben", erklärt Harry Roels, Vorstandsvorsitzender der RWE AG. "Eine Ausweitung des Angebots durch zusätzliche Kraftwerkskapazitäten wird mittelfristig auch die gewünschten Preissenkungen nach sich ziehen." Beide Projekte leisten einen Beitrag zur Versorgungssicherheit und Modernisierung des deutschen Kraftwerksparks. Sie tragen erheblich zur Erweiterung der Erzeugungskapazitäten bei.

Mit den neuen Projekten haben sich die geplanten Kraftwerksinvestitionen von RWE auf weit über zehn Milliarden Euro erhöht. Neben dem bereits im Bau befindlichen Braunkohlenkraftwerk BoA 2&3 in Grevenbroich und den nahezu fertig gestellten Vorschaltgasturbinen in Weisweiler will das Unternehmen einen Steinkohlendoppelblock in Hamm errichten. Im Ausland beabsichtigt RWE den Bau eines Steinkohlenkraftwerks in den Niederlanden und eines Braunkohlenkraftwerks in Ungarn. Ergänzt wird dies durch die Investitionen in regenerative Energien sowie das Leuchtturmprojekt der Klimaschutzstrategie, das CO2-freie Kraftwerk.

"Voraussetzung für dieses beispiellose Investitionsprogramm eines deutschen Energieunternehmens sind langfristig kalkulierbare energiepolitische Rahmenbedingungen", betont Harry Roels. Durch aktuelle Gesetzentwürfe zum Emissionshandel und zu den beabsichtigten Eingriffen in den funktionierenden Strommarkt durch eine Kartellrechtsänderung würden diese notwendigen Investitionsbedingungen jedoch nicht geschaffen.

RWE ist bereit zu einer großen Kraftanstrengung: Für eine sichere und effiziente Energieversorgung, für eine nachhaltige Klimavorsorge und für positive Wachstumsimpulse bei der Herstellerindustrie und im Baugewerbe. Das stärkt den Standort Deutschland. RWE Vorstandsvorsitzender Roels: "Unser Investitionsprogramm steht! Die Realisierung hängt nun davon ab, wie die Politik die Rahmenbedingungen tatsächlich gestaltet."


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