Lingen, 17. Juli 2013, RWE Power AGDiese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

Abbauvorhaben Kernkraftwerk Lingen (KWL)



Das Kernkraftwerk Lingen (KWL) im Süden der Stadt wurde 1968 in Betrieb genommen. Der Siedewasserreaktor mit einer Leistung von 250 Megawatt war damit eines der ersten kommerziellen Kernkraftwerke in Deutschland.

Die Anlage wurde 1977 abgeschaltet. Nach Entfernen der Brennelemente wurde der nukleare Teil durch bauliche und technische Maßnahmen gesichert und befindet sich seit 1988 im sogenannten sicheren Einschluss. In den vergangenen mehr als 35 Jahren hat sich dadurch die Radioaktivität in der Anlage durch das natürliche Abklingverhalten erheblich verringert. Ein Großteil der konventionellen Gebäude wurde bereits abgerissen.

Im Dezember 2008 hat die KWL GmbH einen Antrag auf Abbau der Anlage bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz, gestellt. Der Abbau soll in zwei atomrechtlichen Genehmigungsschritten erfolgen.

Im ersten Schritt legt die KWL GmbH die insgesamt geplanten Maßnahmen zum Abbau der Anlage KWL dar und beantragt den Abbau aller nicht kontaminierten und aller kontaminierten Anlagenteile. Der zweite Schritt erfolgt später und beinhaltet den Abbau des Reaktordruckgefäßes mit allen Einbauten und eingelagerten Reststoffen sowie des Bioschildes, den Restabbau, die Dekontamination und die Entlassung der Anlage KWL aus der atomrechtlichen Überwachung.

Die beim Abbau anfallenden schwach- und mittelradioaktiven Abfälle, die für die Einlagerung in das Endlager Konrad vorgesehen sind, betragen weniger als fünf Prozent der beim Abbau anfallenden Gesamtmasse. Zum Schutz der Bevölkerung, der Umwelt und des Personals werden alle notwendigen Strahlenschutzmaßnahmen getroffen und behördlich überwacht.

Weitere detailliertere Informationen können Sie der Kurzbeschreibung über das Abbauvorhaben sowie der Umweltverträglichkeitsuntersuchung entnehmen.


Weiterführende Informationen als Download:
Kurzbeschreibung
Umweltverträglichkeitsuntersuchung
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