Aktuelles

Aktueller Stand der Baumaßnahmen (November 2013):

Inbetriebnahme
Die Bauarbeiten sind abgeschlossen. Der finale Umschluss von der neuen auf die alte Hambachbahn erfolgte Mitte Oktober 2013.
Seitdem befindet sich die neue Anlage im Probebetrieb. Der gesamte Kohletransport wird nun ausschließlich über die neue Strecke abgewickelt. Mit erfolgreichem Abschluss des Probebetriebs geht die neue Gleisanlage ab April 2014 in den offiziellen Betrieb über.

Bauablauf:
Für den Bau der Hambachbahn wurden seit 2008 umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt. Nachfolgend die maßgebenden Gewerke:

Erdbau und Bahnentwässerung
Um die Emissionen wie Staub und Lärm beim Transport der Braunkohle per Zug auf ein Minimum zu reduzieren, wurde die neue Trassenführung in einem so genannten Einschnitt geplant. Das bedeutet, dass die Züge weit unterhalb der Geländeoberkante fahren werden, beispielsweise in Buir ca. 12m tief.
Dazu mussten rd. 6 Mio. m³ Boden bewegt, ca. 30 km Entwässerungsleitungen verlegt und fast 20 km bahnparallele Betriebswege angelegt und befestigt werden.
Das Gewerk wurde im November 2011 abgeschlossen.

Brückenbau:
Im Zuge der Verlegung der Hambachbahn wurden insgesamt 17 Brückenbauwerke errichtet, um die Querung von bestehenden Straßen, Vorflutern oder Leitungen zu ermöglichen.
Alle Kreuzungsbauwerke wurden bis Sommer 2011 termingerecht fertiggestellt.
Die Inbetriebnahme ist bei den meisten Brücken bereits erfolgt bzw. erfolgt mit der Fertigstellung der Brücken über die BAB A4 neu.

Gleisbau – Teil 1, freie Strecke
Die neue Hambachbahn wurde durchgängig als zweigleisige Strecke mit einem Achsabstand von 6 m gebaut. Durch den Einbau von Weichenverbindungen wird an 4 Stellen ein Gleiswechsel zwischen Voll- und Leerfahrgleis ermöglicht. An der Zugbeladung in Hambach wird die Gleistrasse mittels einer Weichenharfe in 7 Gleise aufgegliedert.
Der Gleisbau wurde in 2 Teilbereiche aufgeteilt. Der 1. Teil beinhaltet die zweigleisige freie Strecke, die weitgehend ohne Beeinträchtigung des Zugbetriebes aufgebaut werden konnte. Dieser Teil wurde im Juli 2012 abgeschlossen.

Gleisbau - Teil 2, Umschluss der neuen auf die alte Hambachbahn
Mit dem gleisweisen Umschluss der alten Trasse an die neue Trassenführung wurde ab Januar 2013 begonnen. Nach der Anbindung des ersten Gleises ging die neue Gleistrasse ab Februar 2013 in einen Teilbetrieb über.
Da während der gesamten Bauzeit die Kohletransporte per Bahn aufrecht erhalten werden mussten, konnte der Umschluss nur gleisweise unter dem „rollenden Rad“ erfolgen. Die Realisierung des Umschlusses war deshalb in 11 einzelne Bauphasen unterteilt. In jeder Bauphase mussten umfangreiche Erd- und Gleisbauarbeiten ausgeführt werden. Gleichzeitig musste auch die bahntechnische Ausrüstung stufenweise errichtet werden.

Mit der Inbetriebnahme der gesamten Trasse wurden die Umbauarbeiten im Oktober 2013 abgeschlossen.

Technische Bahnausrüstung
Die Fertigstellung der bahntechnischen Ausrüstung der freien Strecke mit den Gewerken Fahrleitung / Bahnstrom und Signaltechnik erfolgte planmäßig Ende 2012.
Die neue Trasse ist elektrifiziert und mit neuester Signal- und Stellwerkstechnik ausgestattet.
Seit Beendigung der Fahrleitungsarbeiten steht die Anlage mit 30kV dauerhaft unter Hochspannung.
Für die elektrotechnische Steuerung der Hambachbahn wurden drei Stellwerke / Schaltanlagen errichtet.

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
Mit den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wird sichergestellt, dass die mit dem Eingriff in den Naturhaushalt beeinträchtigte Funktion wiederhergestellt wird und keine erheblichen oder nachhaltigen Beeinträchtigen zurückbleiben.

Mit der Umsetzung der Maßnahmen wurde bereits 2008 begonnen. Die Pflanzarbeiten auf den Ausgleichsflächen sowie die Böschungsbegrünung des Einschnitts der Hambachbahn sind abgeschlossen.

Der Aufwuchs wird durch ständige Kontrollen sowie einer kontinuierlichen Entwicklungspflege von Fachkräften überwacht. Pflanzausfälle werden jeweils in der nächsten Pflanzperiode ersetzt.