Aktuelles

Aktueller Stand der Baumaßnahmen (September 2010):
Erdbau und Bahnentwässerung
Um die Emissionen wie Staub und Lärm beim Transport der Braunkohle per Zug auf ein Minimum zu reduzieren, wurde die neue Trassenführung in einem so genannten Einschnitt geplant. Das bedeutet, dass die Züge weit unterhalb der Geländeoberkante fahren werden, beispielsweise in Buir ca. 12m tief.
Für die Disposition des Aushubs wurden die Transportrouten und -ziele so gewählt, dass der Transportverkehr und die damit einhergehenden Belastungen reduziert werden. Der Erdbau wurde aufgrund der großen räumlichen Ausdehnung – korrespondierend zu den Kippstellen – in drei Lose aufgeteilt:
Los 1: vom Kohlebunker im Tagebau Hambach bis westlich vom Lambertshof mit Abtransport der Erdmassen direkt in den Tagebau
Los 2: bis östlich der Steinheide, Transport mit kreuzungsfreier Unterquerung der K4 in die Kiesgrube Buir
Los 3: bis zur Einmündung in die bestehende Trasse westlich von Heppendorf, Transport über eine Bandanlage zur Kiesgrube Dorsfeld.
Der Erdbau für den Einschnitt bei Buir und Manheim ist fast abgeschlossen (Los 2). Der Aushub in den Losen 1 und 3 verläuft planmäßig. Voraussichtlich werden die Aushubarbeiten zur Herstellung des Einschnitts bis Ende 2010 beendet sein.
Für die Erstellung der Gleisführung ist aber nicht nur der Aushub eine besondere Herausforderung, auch das dabei anfallende Schichtenwasser muss sicher abgeführt werden. Dabei handelt es sich um Wasser, das lokal begrenzt auf einer unterirdischen Tonschicht abläuft. Das Wasser wird im neuen Einschnitt gefasst und anschließend mit einer entsprechenden Bahnentwässerung parallel zu der neuen Gleistrasse abgeleitet.
Bis zur Fertigstellung des endgültigen Entwässerungssystems wird das anfallende, nicht verunreinigte Wasser über das Buirer Fließ abgeleitet. Diese Maßnahme geschieht in enger Abstimmung mit den zuständigen Wasserbehörden des Rhein-Erft-Kreises, Kreis Düren und dem Erftverband. Selbstverständlich überwachen entsprechende Messsysteme die Ableitung, um einen Schutz des Buirer Fließ zu gewährleisten. Nach heutiger Planung sollen die Erdbauarbeiten Mitte 2011 abgeschlossen sein. Zu diesem Zeitpunkt wird dann auch das neue Entwässerungssystem seine Arbeit aufnehmen und die Einleitung in das Buirer Fließ beendet.
Brückenbau:
Im Zuge der Verlegung der Hambachbahn sind insgesamt 17 Brückenbauwerke zu errichten, um die Querung von bestehenden Straßen, Vorflutern oder Leitungen zu ermöglichen. Eine Vielzahl von Bauwerken sind fertig gestellt und die meisten Brücken wurden bereits unter Verkehr genommen. 4 Brücken befinden sich noch im Bau. Die letzten Brücken werden bis Herbst 2011 fertig gestellt.
Technische Bahnausrüstung
Im Juli 2010 wurde mit der Herstellung der technischen Bahnausrüstung begonnen.
Die Gründung der Fahrleitungsmaste erfolgt mittels Rammrohren, die ca. alle 60 m in den Boden eingebracht werden. Anschließend werden die Fahrleitungsmaste auf die Rohre aufgesetzt.
Zum Aufbau der Fahrleitungsanlage werden 496 Betonmaste benötigt.
Die neue Trasse wird elektrifiziert und mit neuester Signal- und Stellwerkstechnik ausgestattet. Für die signaltechnische Steuerung der Hambachbahn sind drei Stellwerke/Kuppelstellen erforderlich, die neben den Bahnanlagen aufgebaut werden. Der Bau der Gebäude hat ebenfalls im Sommer 2010 begonnen.

