Biomassevergasung
Vergasung nennt man die thermische Umwandlung eines festen oder flüssigen brennbaren Materials in ein energiereiches Produktgas. Das Produktgas muß typischerweise einer Gasreinigung unterzogen werden und kann dann beispielsweise in einem BHKW oder Stirling Motor verstromt werden.
Grundsätzlich können sämtliche nachwachsenden Rohstoffe vergast werden. Darüber hinaus sind aber auch tierische Abfälle, Klär- und Faulschlämme, pflanzliche und tierische Fette einsetzbar. Es existieren verschiedene allotherme und autotherme Verfahren in sehr unterschiedlichen konstruktiven Ausführungen. Allen Ausführungen gemein ist derzeit, daß noch kein serienreifer Stand erreicht ist. Die Probleme liegen insbesondere in der störungsfreien Einbringung der Biomasse, dem hohen Koks- und Teeranteil im Produktgemisch sowie in der aufwendigen Gasreinigung.
Die Biomassevergasung stellt eine sinnvolle Ergänzung zur anaeroben Vergärung dar und bietet Vorteile hinsichtlich der erforderlichen Aufstellfläche, Wirkungsgrad und der großen Toleranz hinsichtlich der Eingangsstoffe. RWE engagiert sich mit Pilotprojekten an der Weiterentwicklung dieser Technologie.
