Zeitplan / Nächste Schritte
Oktober 2002
Kooperationsabkommen zwischen OMV Gas & Power GmbH (Österreich), MOL Hungarian Oil & Gas plc (Ungarn), Bulgarian Energy Holding EAD (Bulgarien), SNTGN Transgaz SA (Rumänien), und BOTAS (Türkei) zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie zum Bau der Nabucco-Pipeline.
2004
Gründung der Nabucco Gas Pipeline International GmbH
2005
Abschluss der Machbarkeitsstudie: Positives Ergebnis führt zum Beschluss der Anteilseigner, das Projekt weiter voranzutreiben.
Februar 2008
Beitritt von RWE als sechster Anteilseigner zum Konsortium
Juli 2008
Abschluss einer Marktumfrage zur Vorbereitung des „Open Season Process“ (Vermarktung von Transportkapazitäten) dokumentiert das große Interesse an Nabucco.
Dezember 2008
Gründung der Caspian Energy Company (CEC) durch OMV und RWE: Die Gesellschaft untersucht die Transport-Möglichkeiten für Gas vom östlichen Ufer des Kaspischen Meeres in Richtung Europa. Abhängig von den Ergebnissen soll die CEC die Entwicklung und den Bau eines Gas-Transportsystems durch das Kaspische Meer anstoßen. Das Gas könnte in die bereits vorhandene South Caucasus Pipeline (SCP) oder andere, neu zu bauende Pipelines durch Aserbaidschan und Georgien eingespeist werden und durch die Nabucco-Pipeline – das Rückgrat des „Southern Gas Corridors“ – weiter durch die Türkei nach Europa transportiert werden.
Mehr zum Thema Gründung der Caspian Energy Company
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Januar 2009
„Budapester Gipfel“: Eine international besetzte Konferenz in Budapest führt Regierungsvertreter der EU-Länder und der kaspischen Länder, Anteilseigner des Nabucco-Konsortiums sowie Finanzinstitute zusammen. Die Konferenz endet mit einem klaren Bekenntnis für die Entwicklung des Southern Corridor, der die Gasversorgung Europas von der kaspischen Region und dem Nahen Osten durch die Türkei sicherstellen soll.
Frühjahr 2009
Beginn der technischen Vorbereitungen für die Planung des Streckenverlaufs der Pipeline (Front End Engineering Design) in den Transitländern: Die Ergebnisse sind eine wichtige Voraussetzung für weitere Machbarkeitsstudien, die sich mit den Folgen von Pipeline-Bau und -Operation auf Gesellschaft und Umwelt befassen.
April 2009
Beauftragung lokaler Ingenieurbüros in den fünf Transitländern Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Türkei mit der technischen Detailplanung.
April 2009
Energiepartnerschaft zwischen Turkmenistan und RWE: Die Kooperation erstreckt sich auf verschiedene Bereiche der Energiewirtschaft. Unter anderem wurde vereinbart, die Möglichkeit direkter turkmenischer Gaslieferungen nach Deutschland und Europa zu untersuchen und zu erörtern. RWE wird sich zudem an der Erschließung und Entwicklung von Gasfeldern im Küstenbereich des westlichen kaspischen Meeres vor Turkmenistan beteiligen.
Mehr zum Thema RWE und Turkmenistan werden Energiepartner (PDF | 33 KB)
Mai 2009
„Southern Corridor Summit“ in Prag: Der Wille der EU, der Türkei und der Länder der kaspischen Region und des Nahen Ostens, ihre Beziehungen mit Energiepartnerschaften und weiteren gemeinsamen Projekten in Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft auf- und auszubauen, wird bekräftigt.
Absichtserklärung des Südkorridor-Gipfels in Prag (nur in englischer Sprache verfügbar)
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Juli 2009
Unterzeichnung des Intergovernmental Agreement (IGA) am 13. Juli in Ankara durch die Regierungen der Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich: Der Vertrag ist ein bedeutender Schritt zur Verwirklichung des Projekts und hat das Vertrauen der Türkei, Europas und der Gaslieferländer in Nabucco gestärkt, denn er verpflichtet die Vertragspartner, das Nabucco-Projekt zu entwickeln. Mit dem IGA wird eine einheitliche Regulierung der Gasdurchleitung in allen Transitländern geschaffen. Damit kann Nabucco in jedem Transitland nach dem „one-stop-shop“-Prinzip betrieben werden (d.h. ein Shipper muss nur eine vertragliche Verpflichtung pro Kapazitätsbuchung von einem Entry- zu einem Exit-Point eingehen). Die Vereinbarung garantiert den diskriminierungsfreien Zugang aller Gaslieferanten zu Nabucco und fördert damit den Wettbewerb.
Herbst/Winter 2009
Konkrete Finanzierungsgespräche mit Förderbanken wie EIB, EBRD and IFC sowie Export Kreditagenturen starten. Außerdem beginnt die technische Detailplanung und die Durchführung der Sozial - und Umweltverträglichkeitsprüfungen.
Nabucco im wirtschaftlichen Vergleich
März 2010
Ratifizierung des Intergovernmental Agreement (IGA) durch die Parlamente aller Transitländer abgeschlossen.
Gründung der nationalen Nabucco-Gesellschaften in den Transitländern
September 2010
Unterzeichnung des Mandatierungsschreibens mit der EBRD, der EIB und den IFCs, das bis zu 4 Mrd. € Finanzierung für Nabucco vorsieht
Januar 2011
Unterzeichnung eines Abkommens über strategische Gaslieferungen nach Europa zwischen dem Präsidenten der Europäischen Kommission Jose Manuel Barroso und dem Präsidenten von Aserbaidschan Ilham Aliyew am 13. Januar in Baku/Aserbaidschan. Das Abkommen verstärkt die Zusammenarbeit zwischen den EU-Staaten und Aserbaidschan und dient für Nabucco als stabile politische Grundlage für die Gasversorgung aus Aserbaidschan.
Mai 2011
Unterzeichnung eines Abkommens über strategische Kooperation im Energiesektor und bei Gaslieferungen nach Europa zwischen dem Energiekommisar der Europäischen Kommission Günther Oettinger und dem Vize-Premierminister des Iraks Hussain al-Shahristani am 26. Mai in Brüssel. Der Irak bietet an langfristig die EU durch den Southern Corridor mit Gas zu beliefern wobei die EU im Gegenzug die Märkte hierfür öffnet.
Juni 2011
Unterzeichnung der Project Support Agreements (PSA) als Abschluss des rechtlichen Rahmenwerks der Nabucco-Pipeline am 8. Juni in Kayseri (Türkei) durch die Regierungen der Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich sowie der Nabucco Pipeline International GmbH: Die PSA sind bilaterale, verbindliche Übereinkünfte zwischen den Nabucco-Unternehmen und den einzelnen Transitländern. Sie stellen einen wichtigen Schritt im Rahmen der Umsetzung des Nabucco-Pipelineprojekts dar. Zu den Schwerpunkten der PSA gehören die Bestätigung günstiger Transitregelungen nach türkischem und EU-Gesetzen, der Schutz der Nabucco-Pipeline vor möglichen diskriminierenden Gesetzesänderungen und die Unterstützung der gesetzlichen und administrativen Maßnahmen bei der weiteren Umsetzung des Projekts. Mit der Unterzeichnung der PSA verpflichtet sich jedes Transitland, das Projekt zu unterstützen. Zusammen mit dem Intergovernmental Agreement (IGA) bilden die PSA die Voraussetzung für die erfolgreiche Finanzierung des Projekts. Sie schaffen eine stabile und langfristige gesetzliche Grundlage, damit die internationalen Geldgeber die Mittel zur Finanzierung eines der bedeutendsten Erdgasleitungsprojekte der Welt aufbringen können.
September 2011
Einreichen des Angebots vom Nabucco Konsortium im Rahmen der Ausschreibung für den Bezug von 16 bcm Gas aus dem SDII Feld. Auf Basis der Ausschreibung wollen die Partner des Shah Deniz II Konsortiums bis Ende 2011 die Entscheidung treffen, mit welchem der Pipelineprojekte im südlichen Korridor weiter exklusiv verhandelt wird.
Vorlage eines neuen Pipelinekonzeptes durch BP als Alternative zu den bestehenden Pipelineprojekten im südlichen Korridor (Nabucco, TAP, ITGI ): die „South Eastern European Pipeline“ (SEEP ) soll mit dem Gas aus dem kaspischen Raum den Südosteuropäischen Markt versorgen.
Oktober 2011
Beginn der Beitrittsverhandlungen des Nabucco Konsortiums mit Bayerngas.
Dezember 2011
Unterzeichnung eines „Memorandum of Understandings“ zwischen Aserbaidschan und der Türkei zur Errichtung einer Projektgesellschaft für den Bau der „Trans-Anatolian Pipeline“ (TANAP). Die Pipeline soll kaspisches Gas von Georgien an der türkischen Ostgrenze quer durch die Türkei bis an die Grenze Europas transportieren. Das neue Alternativkonzept beheizt die Diskussion über die Pipelinefrage im südlichen Korridor.
Verschiebung der für Dezember angekündigten Entscheidung von Shah Deniz II über die Auswahl einer bevorzugten Exportroute für das aserische Gas auf 2012.
Februar 2012
Entscheidung des Shah Deniz II Konsortiums, das ITGI-Projekt nicht weiter für den Gasexport nach Europa zu verfolgen.
Bitte an das Nabucco Konsortium, eine verkürzte Projektvariante beginnend an der türkisch-bulgarischen Grenze zu entwickeln („Nabucco-West“) als Anschlussleitung für TANAP auf europäischem Boden.
Übersicht aller aktuell diskutierten Pipelines
2013
Voraussichtlicher Baubeginn der Pipeline
2017
Voraussichtliche Inbetriebnahme: Das erste Gas soll durch Nabucco fließen, die vorgesehene Gesamtkapazität der Pipeline ist 31 Mrd. Kubikmeter jährlich.
