Hinweise unserer Leser

Leseranfrage zur Ausgabe September 2014:

Zu unserem Artikel „WIE AUS KAHLEN KREMPLINGEN EIN BERG KARTOFFELN WIRD“ haben wir den Leserhinweis erhalten, dass der Kahle Krempling in der heutigen Pilzliteratur als giftig eingeschätzt wird.  Wie kann es also sein, dass der Pilz sich in der Nachkriegszeit so großer Beliebtheit erfreute, wie im Artikel erwähnt? Auch viele Leser haben den Pilz in ihrer Kindheit noch gegessen.

Also: Wie gefährlich ist der Kahle Krempling wirklich? Hierzu haben wir die Einschätzung des anerkannten Pilzexperten, Manfred Enderle, eingeholt:

  1. Der Pilz enthält zwar keine Giftstoffe, sollte aber seit jeher nicht roh verzehrt werden.
  2. In der Vergangenheit war dieser Pilz als „Speckpilz“ sehr beliebt.
  3. Nach neueren Erkenntnissen kann er in gegartem Zustand nach mehrmaligem und über Jahre hinweg dauernden Genuss allergische Schockreaktionen auslösen.
  4. Alle wissenschaftlichen Untersuchungen von Toxikologen weisen darauf hin, dass der Verzehr einzelner Portionen nur äußerst selten bei einzelnen Menschen Reaktionen wie Übelkeit auslöst.
  5. In Osteuropa wird der Pilz nach wie vor als essbarer Pilz gesammelt und auch auf Märkten verkauft.

Allgemein gilt: Beim Pilzesammeln sollten Sie sich immer an die 7 goldenen Regeln halten, die auch das Magazin hier: gibt.