Projektvorhaben

Konventionelle Kraftwerke auf der Basis von Gas und Kohle bleiben auch in Zukunft unverzichtbar. Sie werden trotz des weiteren Ausbaus der erneuerbaren Energien für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung gebraucht. Aufgrund der schwankenden Verfügbarkeit von Wind- und Solarstromanlagen würden ohne sie regelmäßig Versorgungslücken entstehen.

Die Bedeutung konventioneller Kraftwerke für die Zukunft zeigt auch eine Studie der Deutschen Energieagentur (dena). Sie kommt zu dem Ergebnis:

Auch im Jahr 2050 müssen Gas- und Kohlekraftwerke noch rund zwei Drittel der gesicherten Leistung stellen. Nach der Berechnung der dena sind das 60 Gigawatt. Angesichts des Alters des bestehenden Kraftwerksparks werden dafür auch neue Anlagen benötigt. Hierfür wollen wir uns Optionen schaffen und treiben deshalb die Planungen für neue Anlagen voran. Für einige dieser Anlagen laufen bereits Genehmigungsverfahren.

Um die Wirtschaftlichkeit neuer Anlagen sicherzustellen, sind allerdings veränderte Rahmenbedingungen unverzichtbar. Hierzu zählt ein modernisiertes Marktdesign, beispielsweise durch Einführung eines dezentralen Leistungsmarkts, der zusätzlich zu den Einnahmen aus dem Stromverkauf auch die Vorhaltung ausreichend gesicherter Leistung vergütet. Denn auch Versorgungssicherheit hat ihren Preis: Die Feuerwehr verursacht schließlich auch Kosten, wenn sie keine Löscheinsätze hat.

Unter den derzeitigen Marktbedingungen rechnen sich Neubauvorhaben im konventionellen Kraftwerksbereich nicht. Bauentscheidungen können daher erst dann getroffen werden, wenn zum einen rechtssichere Genehmigungen vorliegen und zum anderen die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Anlage nachgewiesen ist.