• BoAplus
  • Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung: RWE Power informierte über aktuellen Stand von BoAplus

Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung: RWE Power informierte über aktuellen Stand von BoAplus

Fragen zu Planung sowie Verfahrens- und Genehmigungsschritten des Kraftwerksprojekts standen im Vordergrund

Der aktuelle Sach- und Planungsstand sowie die nächsten Genehmigungsschritte des Kraftwerksprojekts BoAplus standen im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung von RWE Power. Im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung standen am Donnerstagabend Fachleute des Unternehmens im Ausbildungszentrum in Niederaußem interessierten Bürgern Rede und Antwort. Der geplante Kraftwerksblock (installierte elektrische Leistung: 1.100 Megawatt) soll über einen Wirkungsgrad von mehr als 45 Prozent verfügen. Es ist eine Weiterentwicklung des Braunkohlenkraftwerks mit optimierter Anlagentechnik (BoA). Die neue Anlage soll flexibler, effizienter und umweltfreundlicher werden. Mit Aufnahme des kommerziellen Betriebs werden vier ältere 300 MW-Blöcke, insgesamt also 1.200 MW, in Niederaußem endgültig stillgelegt. Bei gleicher Stromproduktion gehen so die CO2-Emissionen um drei Millionen Tonnen pro Jahr zurück. Auch die kraftwerksbedingten Immissionen im Umfeld werden deutlich reduziert.

Die Fachleute erläuterten, dass ein Zwei-Kessel-Konzept (zwei Dampferzeuger mit je 550 MW Leistung treiben die Turbine an), die Anlage erheblich flexibler macht. Sie kann die durch Sonnen- und Windeinspeisung auftretenden Schwankungen im Stromnetz auffangen und unterstützt so die Energiewende. BoAplus wird für Kraft-Wärme-Kopplung und eine spätere Abscheidung der Kohlendioxid-Emissionen mit einer CO2-Wäsche vorbereitet. Ein Hybridkühlturm vermeidet tagsüber weitestgehend die Bildung sichtbarer Schwaden und vermindert somit die Belastung der Anwohner. Das Anlagendesign ist in den vergangenen Monaten so optimiert worden, dass die Kühlturmhöhe um weitere 25 Meter auf rund 75 Meter reduziert werden konnte. Der Einsatz moderner Wirbelschichttechnologie gewährleistet nicht nur die hohe Verfügbarkeit der Anlage.
Auch die Höhe des Kesselhauses konnte so um 50 Meter auf rund 100 Meter verringert werden.

2013 hat der Regionalrat Köln einer Änderung des Regionalplans zugestimmt. Die kommunale Bauleitplanung, bestehend aus der Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung des Bebauungsplans wurde durch die Kreisstadt Bergheim Anfang diesen Jahres beschlossen. Nun bereitet RWE Power die weiteren technischen Genehmigungsschritte – allen voran das immissionsrechtliche Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) – für die Errichtung und den Betrieb von BoAplusvor. In der Veranstaltung wiesen die Vertreter von RWE Power darauf hin, dass eine finale Bauentscheidung erst getroffen wird, wenn rechtssichere Genehmigungen vorliegen. Zwingende Voraussetzung ist die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks zu diesem Zeitpunkt.

Weitere Informationen