Der Rohstoff

Die rohe Braunkohle ist erdig bis faserig und von brauner bis schwarzer Farbe. Sie enthält 48 bis 63 Prozent Wasser. Wegen dieses hohen Ballastanteils lohnt es sich nicht, die Rohkohle über längere Strecken zu transportieren. Deshalb liegen die Braunkohlenkraftwerke und Veredlungsbetriebe in der Nähe der Tagebaue. Weil der Wassergehalt schwankt, ist auch der Heizwert der Braunkohle unterschiedlich: Er liegt zwischen 8 500 und 9 000 Kilojoule pro Kilogramm (kJ/kg). Dieser Wert gibt an, wie viel Wärme man aus der Verbrennung von einer bestimmten Menge eines Rohstoffs gewinnen kann. Der Heizwert von roher Braunkohle ist fünfmal niedriger als der von rohem Erdöl und dreimal niedriger als der von Steinkohle.

Wichtigster Bestandteil der Kohle ist das chemische Element Kohlenstoff. Pflanzen atmen aus der Luft Kohlendioxid (CO2) und wandeln es mit der Energie des Sonnenlichts und mit Hilfe von Wasser um. Deshalb ist in der Kohle letztlich Sonnenenergie in ungeheuren Mengen gespeichert.

Die einzelnen Kohlearten unterscheiden sich nach ihren Kohlenstoffgehalten: Die junge Braunkohle enthält davon weniger als die Steinkohle, die man auch in einigen Bereichen der Niederrheinischen Bucht findet – allerdings in noch älteren Erdschichten als die Braunkohle.