TURBO-AUSBILDUNG FÜR STUDIENAUSSTEIGER

Ergreifen Sie die Chance und nutzen Ihr erworbenes Fachwissen, um durch den Wechsel in eine Berufsausbildung einen neuen, attraktiven Karriereweg einzuschlagen. Dieser Neustart eröffnet Ihnen eine Vielzahl von Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten sowie beste Voraussetzungen für eine energiegeladene Zukunft.

Ihr Vorteil: Schneller zum Ziel durch verkürzte Ausbildungszeit (bei Vertragsabschluss oder während der Ausbildung).

Alle weiteren Informationen sowie die Ansprechpartner finden Sie hier

Studienaussteiger: Erfahrungsbericht

Alter: 24

Ehemaliger Studiengang: Elektro- und Informationstechnik

Ausbildungsberuf: Elektroniker für Betriebstechnik, 2. Ausbildungsjahr

Wann haben Sie gemerkt, dass das Studium nicht das Richtige für Sie ist bzw. was war der Auslöser für den Abbruch?

Ich war damals im Ende des fünften Semesters. Der Auslöser war im Grunde nur eine Klausur, die mir gefehlt hatte, um das Grundstudium abzuschließen und dann mit dem Hauptstudium weiter zu machen.

Welche Gründe gab es für Sie, sich anschließend für eine berufliche Ausbildung zu entscheiden?

Als mir klar wurde, dass ich das Studium abbrechen musste, gab es für mich zwei Alternativen: Entweder würde ich an einer anderen Universität versuchen und auf Grund von unterschiedlichen Prüfungsordnungen dort mein Studium fortsetzen oder eben eine Ausbildung machen.

Da ich mir aber unsicher war, ob ich das Studium schaffen würde und mir die Belastung fürs erste gereicht hatte, entschied ich mich dagegen. Ich hatte zu meiner Studienzeit oft genug von anderen Kommilitonen gehört, die das Studienfach oder die Universität gewechselt hatten und es anschließend doch nichts wurde. Ich wollte den gleichen Fehler nicht begehen. Außerdem war das Studium ziemlich theoretisch und auch wenn es interessant war, hatte ich nun Lust, etwas Praktischeres zu machen.

Hatten Sie vor Beginn der Ausbildung Bedenken oder Zweifel? Konnten diese behoben werden?

Bedenken hatte ich schon einige, da zu Gymnasialzeiten bei uns der Eindruck vermittelt wurde, dass Ausbildungen eher für Real- und Hauptschüler geeignet seien und wir unbedingt studieren gehen müssten. Im Nachhinein hätte ich lieber zuerst eine Ausbildung gemacht und dann vielleicht studiert. Aber hinterher ist man immer schlauer.

Waren Ihre Erfahrungen/Erkenntnisse, die Sie im Studium gewinnen konnten bei Ihrer beruflichen Ausbildung hilfreich?

Selbstverständlich. Selbst wenn ich drei Jahre an der Universität war, kann ich nicht behaupten, dass diese Jahre verschwendet waren. Das meiste, was während der Ausbildung in der Theorie vorkommt, ist eine stark vereinfachte Form von dem, was an der Uni unterrichtet wird. Daher ist auch jedes neue Thema in der Ausbildung schnell verstanden. Die Uni ist von der Menge her einfach enorm viel. Was in einer Vorlesung in einem Semester behandelt wird, passt locker in ein oder zwei Fächer der ganzen Oberstufe.

Wenn man das dann mit jemandem vergleicht, der von der Realschule oder selbst vom Gymnasium kommt und es nicht gewohnt ist, solch eine Menge zu lernen und zu verstehen. Sicher kann ein ehemaliger Student den Stoff schneller und leichter lernen als ein ehemaliger Schüler.

Würden Sie nach Ihren jetzigen Erfahrungen jemandem, der ebenfalls aus dem Studium ausgestiegen ist, empfehlen, sich um einen Ausbildungsplatz zu bewerben?

Auf jeden Fall! Ich würde sagen, ein ehemaliger Student wird in einer Ausbildung keine allzu großen Probleme haben. Es war für mich damals ein Riesensprung von viel und komplexem Stoff in den Vorlesungen zum vergleichsweise leichten Stoff in der Ausbildung. Wobei ich aber auch schon Aufgaben aus einem Test der Abschlussprüfung gesehen habe, die schwerer als die Aufgaben waren, die ich in einer Klausur hatte, von der ich schon damals der Meinung war, sie sei nicht so leicht gewesen.

Man sammelt während der Ausbildung auch Berufserfahrung, die man als Student in der Regel ers später bekommt. Das ist hinterher sehr hilfreich bei der Arbeitssuche. Zusätzlich kann man nach der Ausbildung noch den Meister bzw. Techniker machen. Für die, die sich dann ein wenig nach Uni sehnen, ist der Techniker hinterher eine gute Alternative oder auch ein guter Einstieg zur Uni.