CO2- Nutzung in der Pflanzenforschung

Die CO2-Wäsche im Innovationszentrum Kohle ist eine der wenigen Abtrennanlagen weltweit in der das bei der Verbrennung von Kohle entstehende CO2 verflüssigt oder in Gasflaschen abgefüllt werden kann, um es dann Forschungsprojekten zur Nutzung von CO2 bereitzustellen.

Forschungszentrum Jülich nutzt zukünftig CO2 aus Niederaußem für die Pflanzenforschung

Bei einer Pressekonferenz im Innovationszentrum Kohle am 07.10.2015 informierten Herr Dr. Hartmann, Vorstandsmitglied der RWE, und Professor Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrum Jülich, die Öffentlichkeit über die zukünftige Nutzung des mit der CO2-Wäsche-Pilotanlage in Niederaußem abgetrennten Kohlendioxids in der Pflanzenforschung.

v.l. Reinhold Elsen, Leiter Forschung und Entwicklung der RWE Power, Prof. Wolfgang Marquard, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums, Prof. Ulrich Schurr, Direktor der Jülicher Pflanzenwissenschaften und Ulrich Hartmann, Vorstandsmitglied der RWE Power, vor einem Tankwagen für den Transport des Kohlendioxids. Algen und andere Pflanzen können als Alternative zum Erdöl für Flugzeugtreibstoff, als Grundstoff für die chemische Industrie oder für Nahrungsmittel eingesetzt werden. Für ihr Wachstum brauchen Pflanzen den Nährstoff CO2. Diesen Rohstoff stellt RWE dem Forschungszentrum zukünftig aus der CO2-Wäsche in Niederaußem zur Verfügung.

Im „Algen Science Center“ auf dem Jülicher Campus füttern die Pflanzenforscher des Instituts für Bio- und Geowissenschaften (IBG-2) Mikroalgen mit dem CO2 aus Niederaußem und gewinnen daraus zum Beispiel Öle als Basis für Biotreibstoffe. Algen können CO2 in besonders hohen Konzentrationen nutzen. Das CO2 setzen die Jülicher Pflanzenforscher aber auch ein, um zu untersuchen, wie sich zukünftig der Ertrag bei Getreide und anderen Nutzpflanzen bei einer erhöhten CO2-Konzentration ändern wird.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass sich bis 2050 der weltweite Bedarf an Biomasse für die Ernährung und als Futter verdoppeln wird.

 

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